SlideStory: Cooks Beach

Cooks Beach ist ein ruhiges Küstendorf gegenüber der bekannteren großen Schwester Whitianga, das man außer über den etwas umständlichen Landweg auch per 2-Minuten Minifähre von Whitianga aus erreichen kann.

Der eigentliche Strand vom Cooks Beach ist so schön wie viele andere in der Gegend und an der Ostküste der Nordinsel im allgemeinen – wirklich interessant ist es eher einen Strand nördlicher, landläufig bekannt als Flaxmill Bay (bei Google Maps unter dem Zungenbrecher Maramaratotara Bay deklariert). Außerhalb der sommerlichen Hochsaison um Weihnachten herum hält sich die Zahl der Besucher in engen Grenzen, der Sandstrand ist ziemlich herrlich, und die Sicht vom nördlichen Ende aus (wo das Schwingseil vom Baum hängt) zauberhaft idyllisch.

Die Wellen (wenn es welche gibt) sind echte Hingucker, brechen aber zu gleichmäßig („shore dump“), um zum Surfen zu taugen. Schwimmen und Schorcheln machen aber auch viel Spaß.  Die Felsen in Strandnähe im nördlichen Sektor, die bei Ebbe halb aus dem Wasser ragen sind von Miesmuscheln („green-lipped mussels“) bewachsen, die man mit minimalem Schnorchelaufwand absammeln und später kochen und essen kann. Angeln ist nach meiner Erfahrung eher dürftig, und die Haken gehen öfter in den Steinen verloren.

Ein Highlight ist oben erwähnte Seilschwinge – man klettere auf den Felsen daneben, und stürze sich dann flauen Magens hinunter, natürlich auf eigene Gefahr, denn das Seil ist von ‚unbekannten‘ Gönnern (die in der Nähe wohnen) zum Wohle der Menschheit angebracht worden, und wird nicht irgendwie offiziell verantwortet.

Für die kulturell-historisch Interessierten sei zwischen Flaxmill Bay und Cooks Beach proper noch ein Abstecher zur Captain Cook Plakette in der (nicht zu übersehenden) Shakespeare Cliff Reserve empfohlen. Sie wurde zur Erinnerung an den mehrtägigen Besuch der HM Bark Endeavour (auf der Rückseite des neuseeländischen 50-Cents-Stücks) unter dem Kommando des unnachahmlichen Pioniers am 3. November 1769 angebracht. Der Name „Mercury Bay“ leitet sich übrigens nicht vom Quecksilber ab, das beim Goldschürfen in der Coromandel verwendet wurde, sondern von den astronomischen Beobachtungen, die Captain Cook damals zum Sonnendurchgang des Planeten Merkur (= „Mercury“) durch führte.

Insgesamt einer meiner Lieblingsplätze in der Coromandel. Lässt sich auch wunderbar mit den nahen Attraktionen Hot Water Beach und Cathedral Cove kombinieren. Fahrzeit per Auto von Auckland Central sind gut zwei Stunden. Wenn man mit den Bus fahren will, dann mit Zielort Whitianga, denn Cooks Beach selbst wird natürlich nicht angesteuert. Von Whitianga dann zu Fuß und mit der 5-Minuten Fähre am Hafen nach Cooks Beach.

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