SlideStory: Taranaki – Mount Egmont

Lesedauer: 2 Minuten

Wir stehen vor einer neuseeländischen Ikone.

Eingebettet im fast kreisrund-symmetrischen Egmont National Park, im wesentlichen nur von Flachland umgeben und oft von einer strahlend weißen Schneekrone abgeschlossen, ist der Vulkan Mount Egmont weithin erkennbar, falls er – im Land der langen Wolke – nicht gerade wieder in Nebelschwaden verschwindet.

Ähnlich wie Mount Washington in den USA oder der Harz in Deutschland hat es ein alleinstehender Berg nicht leicht. Ungeschützt ist er dem sich ständig ändernden Wetter ausgesetzt und das heißt, dass ihr noch mehr als bei gewöhnlichen Bergtouren beim Egmont auf alle Eventualitäten vorbereitet sein solltet. Ich nehme immer ein 1-Personen Leichtzelt (da passen auch zwei nicht ganz große Leute rein) für den Notfall mit. Es ist erstaunlich wieviel Wind und Regen diese Minizelte aushalten – auch wenn es bei mir am Egmont noch nicht zu einer ungeplanten Zeltsituation gekommen ist. Weil der Aufstieg zum Teil sehr steil ist, empfehle ich auch ein Paar Trekking-Stöcke für die weniger Balancegeübten.

Gottseidank ist der Egmont National Park auch von kleinen und größeren Schutzhütten übersät. Und um stressfrei den Nationalpark zu erkunden, ist es sowieso besser nicht einmal schnell rauf und wieder runter zu rennen, sondern eine Nacht in einer Hütte zu verbringen. Die DOC Webseite hat viel nützliche Information zur Tourenplanung (incl. des PDF des ausliegenden Flyers), die ich nicht dumpf übersetzen möchte. Nur soviel: schaut Euch auch die Möglichkeit an über „Adventure Smart“ jemanden darüber zu verständigen was ihr vorhabt. Es verlaufen, verunfallen und – ja – sterben jedes Jahr auch geübte Tourengänger in Neuseeland und das muss mit ein wenig Vorsicht wirklich nicht mehr sein.

Unterhalb der Baumgrenze kommt man sich übrigens wie bei „Jurassic Park“ vor. Knorrige, urzeitlich anmutende Gehölze, die ihre Wurzeln so kräftig in den Boden verankert haben, dass man zwischenzeitlich nur über Wurzeln wandert. Faszinierend.

Mount Egmont fehlt in keinem Reiseführer und das ist auch in Ordnung. Nur falls ihr schon zu genüge Buschtouren auf der Südinsel unternommen habt, könnt ihr Euch die Wanderung eventuell sparen. Allen anderen sei sie wärmstens empfohlen.

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SlideStory: Whatipu

Lesedauer: 1 Minute

Whatipu ist die südlichste der Dünenlandschaften, die die Waitekere Ranges nach Westen hin abschließen. Wegen der exponierten Lage mit gefährlichen Strömungen kein Fall für Schwimmer und Surfer, dafür aber beliebt bei Muschelsammlern und verwegenen „rock fishermen“.

Letztere waten bei Ebbe zum Ninepin Rock (mit dem kleinen Turm oben), der bei Flut vom Festland abgeschnitten ist, und harren dort bis zur nächsten Ebbe aus.

Ich selbst versuche mein Angelglück meistens an der nordöstlichen Seite der Paratutae Insel – die im Moment aber über eine Landbrücke aus Sand auch zu Fuß erreichbar ist. Auch dort muss man aufpassen, um nicht von der Flut abgeschnitten zu werden, was peinlich werden könnte, weil man gar nicht so leicht nach oben kommt, um dem Wasser aus dem Weg zu gehen. Außerdem die instabilen Felsen im Auge behalten!

Interessant ist neben der Anglerei und der für Neuseeland üblichen Grandiosität der Landschaft incl. vieler Wanderwege auch die Anwesenheit der sehr rar gewordenen neuseeländischen Geckos. Man muss allerdings ein Kenner sein, um zu wissen bei welcher Witterung sie wann und wo in den Büschen zu finden sind. Die Aufnahme der Geckos stammt jedenfalls nicht aus Whatipu, sondern dem Auckland Museum :-)

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SideTrack: NZ Geographic Fotowettbewerb 2013

Lesedauer: 1 Minute

Wie jedes Jahr öffnen sich gerade wieder die Pforten zum „Photographer of the Year“ Wettbewerb von New Zealand Geographic (auch auf FB). Die Konkurrenz ist zwar formidabel, aber man wäre ein ganz schlechter Kiwi, oder Kiwi-Anwärter, ließe man sich davon abschrecken. Neuseeland gehört schließlich dem „self-made man“, der seine Talente mit gesundem Selbstbewusstsein einschätzt. Wer auf seine Neuseelandfotos stolz ist, sollte sich nicht scheuen die besten einzureichen!

Die Wettbewerbskategorien sind: Tierwelt, Landschaft, Gesellschaft & Kultur, und Fotoerzählung – also für jeden was dabei.

Die Preise können sich ebenfalls sehen lassen. Es gibt u.a. Geldpreise von mehreren tausend Dollar, einen bezahlten Fototrip mit den Edelabenteurern von Heritage Expeditions, und viele mehr.

Auch ohne Teilnahme wird sich das Blättern in den Fotoseiten von NZ Geographic, oder auch in der Flickr-Gruppe von NZG für jeden Neuseeland-Liebhaber lohnen, denn viele Bilder sind wundervoll inspirierend, und geben vielleicht Motivideen für den nächsten Neuseelandtrip mit auf den Weg.

Last, but not least, finde ich die Gewinntipps vom Profifotografen interessant, auch fürs Fotografieren ganz allgemein.

Und wenn all das noch nicht hilft, hier eine „random selection“ einiger schräger Bilder aus eigener Produktion. Ok, die werden nichts gewinnen, aber ihr habt doch bestimmt bessere, und wollt sie nicht der Welt vorenthalten. Genau! Viel Erfolg an alle diejenigen, die die Mühe nicht scheuen New Zealand Geographic „Photographer of the Year“ zu werden.

***

Und um das Bild inkonsistent abzurunden, ein paar Pics aus meinem Fundus, die gar nichts mit Neuseeland zu tun haben … damit die auch mal eine Chance bekommen gesehen zu werden :-)

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SlideStory: Orokawa Bay

Lesedauer: 1 Minute

Versteckt in nördlichsten Winkel der Region Bay of Plenty findet sich mit Orokawa Bay ein Strand erster Güte, der noch nicht der Bauwut der Kiwis zum Opfer gefallen ist. Nicht einmal eine Straße führt dort hin. Man muss etwa eine Stunde über einen gut befestigten, aber stellenweise steil abfallenden Weg von Waihi Beach aus wandern, um dieses breite, feinsandige, von einem dichten Pohutukawa-Hain eingefasste neuseeländische Juwel zu entdecken.

Die Mühe lohnt sich. Die Aussicht auf die in Waihi Beach einrollenden Wellen bietet einen Vorgeschmack auf das aesthetische Hauptgericht an der Orokawa Bay.

Waihi Beach

Waihi Beach

Apropos Essen. Selbst mitbringen, da die Bay tatsächlich völlig unerschlossen ist. Dort gibt es nichts zu kaufen. Ich habe im Sommer übrigens ganze Gruppen junger Kiwis abends in Richtung Orokawa pilgern sehen, mit Sack und Pack, Zelt, Verpflegung usw. für eine Nacht bei Wellenrauschen an einem der entrücktesten Strände unseres kleinen Kosmos in türkis :-) … viel Vergnügen!

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SlideStory: Whangarei Heads

Lesedauer: 1 Minute

Die Kleinstadt Whangarei liegt etwa eineinhalb Stunden nördlich von Auckland und ist trotz ihrer relativen Größe und Bedeutung für die Provinz Northland einer der vielen Orte in Neuseeland in dem die Bürgersteige abends hochgeklappt werden. Und auch tagsüber hält sich deren Nutzung in Grenzen.

Das Städtchen hat aber auch seine Stärken. Zum einen bietet es einen interessanten ethnischen Mix mit starker polynesischer/Maori Komponente, und da diese Menschen nicht zu den hässlichsten gehören, ergeben sich prima visuelle Perspektiven. Zum anderen ist Whangarei das Tor zur Whangarei Heads Halbinsel, die zwar sicher kein ‚Geheimtipp‘ mehr ist, aber nichtsdestotrotz wegen ihrer Vielseitigkeit, vor allem bei Dingen, die mit dem Meer zu tun haben, das Herz eines jeden Neuseeland-Kenners höher schlagen lässt.

Und hier ist warum …

Zum einen interessant zerfurchte, aber auch sehr fruchtbare Landschaften als spätes Erbe einer vulkanischen Vergangenheit, die etwas von einem Garten Eden haben.

An der dem offenen Meer zugewandten Seite offenbahrt sich ein veritables Paradies für Surfer und anderen Wassersport.

Und in den Hügeln, die in Neuseeland nie weit entfernt sind, gibt es ein Dschungelerlebnis nur wenige Meter von der See.

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SlideStories: Übersichtskarte

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Pasifika: Vanuatus Unterwasserwelt – Ein Traum in blau

Lesedauer: 7 Minuten

JedesMal, wenn ich „The Islands“ – so schlicht nennt man in Neuseeland die pazifischen Inseln im Norden – anfliege, freue ich mich schon auf den ersten Fetzen türkis, den ich im Ozean entdecke: Riffe mit all ihren Assoziationen von warmem Wasser, bunten Fischen, extravaganten Korallen, unendlichen Farbvariationen. Sogar von weit weg – siehe auch Google Maps – sehen sie besonders, wie Juwelen aus. Btw, siehe auch die Kreationen von Anna Palmer, die u.a. von ihren Aufenthalten auf Aitutaki (Cook Inseln) inspiriert sind.

Jedenfalls gibt es die blauen Welten in Vanuatu satt, und – überraschenderweise – schon fast überall. Auf den Seychellen, zum Beispiel, oder auf Nuku’alofa (Tonga) würde mir nie einfallen im Hafenbecken der Hauptstadt zu schwimmen oder gar schnorcheln. In Port Vilas Fatumaru Bay, bzw. Vila Bay kann man allen Ernstes 50 Meter von der Hauptstrasse entfernt eben dies tun. Zugegeben, das hängt auch damit zusammen, dass die Hauptanlegestelle für größere Schiffe etwas abseits am südlichen Ende der Vila Bay liegt, aber trotzdem – Vanuatu, und Meerblau gehören noch immer fest zusammen, auch in der kleinen Hauptstadt. Und das muss man sehen und erfahren, sonst lohnt sich die Reise nicht.

Port Vila - Der Schrecken des Pazifik

Port Vila – Der Schrecken des Pazifik

Port Vila - Wasserrutsche in den Hafen der Metropole

Port Vila – Wasserrutsche in den Hafen der Metropole

Wie in früheren Artikel der Vanuatureihe erwähnt, kann man entweder die Insel Efate umrunden und praktisch überall in Strandnähe halten und auf aquatische Entdeckungsreise gehen, oder man mietet sich ein Boot, oder eine Bootsfahrt, die zu den kleinen vor der Küste der Hauptinsel gelegenen Eilanden führen (Tranquility, Lelepa usw.). Diese Inselchen führen weniger oder keine Bäche, und sind oft nicht einmal bewohnt, so dass das umgebende Wasser minimal von schlammigem Regenwasser oder den Folgen menschlicher Aktivität getrübt ist. Außerdem bringen Strömungen um die Inseln herum ständig frisches Wasser an die Strände heran und sorgen so für wirklich sauberes und klares Wasser, in dem eine überwältigende Vielfalt von Meerestieren gedeiht. Das wollen wir sehen!

***

Einer der entzückendsten Flecken um Efate herum ist die Meerenge zwischen der Hauptinsel und den vorgelagerten Inseln Tranquility, Lelepa und Eretoka (Hat Island). Tranquility wird von der bekannten Coongoola Day Cruise angelaufen, aber zu groß, und zu teuer (aber bestimmt auch gut!), und Trips nach Lelepa kann man über die Bewohner der gleichnamigen Dorfs organisieren. Meine Wahl fiel auf Eretoka, auf die man entweder von der Dorfgemeinschaft Mangaliliu (gegenüber auf der Hauptinsel), oder von den Leuten aus Lelepa per „banana boat“, also einem kleinen Kahn mit einer Abdeckung auf einem Bootsende, gegen ein zivilisiertes Entgelt gebracht werden kann. Diese Option ist – with the benefit of hindsight – absolut unproblematisch, ich entschied mich aber trotzdem für eine Nummer größer, bootsmäßig, weil ich die Gegend noch nicht kannte, und etwas stabiler unterwegs sein wollte.

Mit der Golden Wing unterwegs nach Hat Island

Mit der Golden Wing unterwegs nach Hat Island

Sailaway Cruises

Namensvetter Peter Whitelaw ist der australische Skipper des 13m-Trimarans „Golden Wing“, der bei Samoa Point vor Anker liegt und gechartered werden kann, oder auch regelmäßig Ausflüge nach Hat Island und Umgebung anbietet, für etwa 80 Euro pro Erwachsenem. Die Operation läuft unter dem Namen „Sailaway Cruises„. Der Hat Island Ausflug beinhaltet die Abholung per Kleinbus wo immer man auf Efate wohnt, die Überfahrt nach Hat Island mit ausgiebigem Schnorchelaufenthalt, anschließendes Übersetzen zum Survivor Beach auf der Hauptinsel incl. Schorcheln, gefolgt von einem Aufenthalt am Paul’s Rock, wo der Meeresboden etwa 500m fast vertikal abfällt.

Viel Natur, wenig Gequatsche

Was es nicht gibt – Gott sei dank – sind irgendwelche ausgedehnten Begrüßungsrituale, Ansprachen und ähnlichen Quatsch. Peter lässt seine Gäste im wesentlichen in Ruhe, und das ist gut so. Es geht darum Natur zu erleben, und nicht ein Entertainment-Programm. Ich hasse die aufgesetzte Freundlichkeit und das inhaltlose Geschwätz, mit denen man ansonsten auf fast allen Touri-Operationen belästigt wird. Angeblich weil ‚die Leute‘ das so mögen. Gut, dass Peter seine Tour bullshit-frei hält. Good on ya, mate! Dickes Plus.

Zu Beginn eine Mutprobe

Auch an Land bleibt Peter Whitelaw über-cool. Er fährt den etwas abgewohnten Kleinbus mit den Tourern und zwei Crew zum Samoa Point über die Hügelkette, die hinter den Mele-Wasserfällen beginnt, selbst und verschwendet keine Zeit mit unnötigen Bremsmanövern :-) … das ist wirklich ein Erlebnis, und bringt einen Gott näher.

Dann nach Hat Island: S17.633, E168.15

Borden in der Samoa Point Marina, langsam an Lelepa vorbei, mit Segel und etwas Motorkraft, Dorfmenschen, zum Teil zum Einbaum fischend, lachen und winken. Das Meer: tiefblau, ab und zu von fliegenden Fischen unterbrochen. Die Sonne harsch, unbedingt wiederholt eincremen, Hut aufsetzen usw., ist klar. Gott ist ein gütiger Mann.

Schnorchelzeug gibt es umsonst zu leihen, aber es ist gewöhnlich besser eigenes mitgebracht zu haben. Vor Anker am südwestlichen Ende von Eretoka, in etwa 10 Meter tiefem, glasklarem Wasser. Endlich kann es losgehen. Leider habe ich keine Unterwasserkamera :-( … [Patch für nun: siehe ein Sample aus Pete Whitelaws privater Gallerie ganz am Ende des Artikels] deshalb kann ich Euch visuell nicht mitnehmen, aber es ist fantastique. Vor Gesundheit strotzende Korallen, in allen vorstellbaren Farben und Formen. Fische, viele Fische, bunte Korallenfische, Fischschwärme, und – für mich – ein Erstling: eine Meeresschildkröte, die mir kurz den Kopf zudreht, um dann langsam in der Tiefe zu verschwinden. Wie schon bei Mangaliliu Riesenmuscheln, Flunder mit interessanten blauen Kringelmustern, grazile Garnelen sogar, und immer wieder alte Favoriten, Papageienfische, Clownfische (‚Nemo‘), Kaiserfische, Falterfische und viele viele mehr. Deren Anzahl ist nicht überwältigend, aber doch mehr als ausreichend um stundenlang im Wasser zu bleiben und zu staunen (nochmal: immer wieder an Bord gehen und Sonnencreme nachstreichen).

Es ist auch relativ einfach zum Strand zu schwimmen und die Insel zu erkunden. Den alten Leuchtturm zu erreichen ist schwierig, aber allein schon die Vielfalt die Muscheln am Strand ist erstaunlich genug. Die meisten sind natürlich abgewetzt und verblichen, aber so eine Anzahl von Spezies auf engstem Raum, siehe Bild, habe ich noch nie gesehen.

Zurück an Bord der Golden Wing gibt es Häppchen und Tee oder Kaffee, gerade recht, denn mit vollem Magen schimmt und taucht sich nicht gut.

Ungefähr zu dieser Zeit zeigt Peter auch ein paar interessante, großformatige Fotos von der Roi Mata (Artikel folgt) Begräbnisstätte, die auf Hat Island entdeckt wurde, erzählt die Geschichte des großen Königs und erklärt die Grabbeigaben und die Bedeutung der Ausrichtung der Skelette. Peter betont allerdings, dass die Roi Mata Saga zum Kulturerbe der ni-Vanuatu gehört, und Geschichte und UNESCO gelistete Grabungsstätte deshalb von den Einheimischen auf von ihnen betriebenen Touren vorgestellt werden sollten. Er selbst bietet Unterwassertouren an, und erzählt zu Roi Mata nur knappe Hintergrundinformation.

Darüberhinaus bemühen sich Peter und seine Kollegen auch darum die Gegend um Hat Island zu einer Naturschutzzone erklären zu lassen. Man müsse da sehr geduldig sein. Übrigens nutzen Peter und Crew ihre Tauchgänge oft dazu Crown of Throns Seesterne abzusammeln, weil diese – wie in vielen anderen tropischen Gewässern auch – immer wieder Überhand nähmen, und das Riff mit zuviel Fras belasten. Diese Fürsorglichkeit finde ich sehr lobenswert!

Survivor Beach: S17.65, E168.183

Ein paar Minuten Fahrt von Hat Island, nicht weit von Mangaliliu wieder ein Schorchelparadies. Der Strand selbst ist mit den weißgeblichenen Schalen der „giant clams“ Riesenmuscheln übersät, die gute – äh – Bastelvorlagen abgeben. Gemeint ist, dass sie groß und schwer genug sind, dass man Ideen bekommt, wie man sie vielleicht zu Hause verwenden kann. Zum Beispiel nach etwas Bearbeiten und Polieren als Kerzenständer. Dumm nur, dass Neuseeland irgendein Artenschutzprotokoll unterschrieben hat, dass auch Riesenmuscheln umfasst. Zwar sind damit keine am Strand angeschwemmten Exemplare gemeint, aber das ist egal. Ohne irgendein Zertifikat der vanuatesischen Behörden (die davon nichts wissen) nimmt einem die neuseeländische Zoll die Dinger ab und schmeißt sie auf den Müll. Es lebe die Gutmenschen-Bürokratie. Für einige Arten abgestorbener Korallenfragmente gilt übrigens das selbe: so unsinnig es auch sein mag, ohne Ausfuhrpapiere winkt daheim in Auckland die Müllkippe des Flughafens.

Ach so, Ja, Survivor Beach kommt natürlich daher, dass dort Episoden der amerikanischen und französischen „Survivor“ reality soaps abgedreht wurden. Wen’s interessiert … der Vollständigkeit halber.

Efate - Survivor Beach

Efate – Survivor Beach

Paul’s Rock (S17.667, E168.167), und retour

Wie gesagt, bei Paul’s Rock schwimmt man am Rande des Abgrunds, wird dafür aber von einem Haufen handzahmer, und sehr großer Lippfische (?) begrüßt. Die Strömung kann sehr stark sein, Flossen empfohlen (die ich selbst ungern benutze). Oder vielleicht kam mir die Strömung auch nur so stark vor, weil nach einigen Stunden Geplantsche langsam Müdigkeit einsetzte. Egal, und die Crew behält die Gäste sowieso immer im Auge. Um Paul’s Rock herum war auch etwas Größeres im Wasser, ich denke es waren Delfine, aber relativ weit entfernt, und offenbar nicht in Spiellaune. Faszinierend übrigens die Entsorgung der Essensreste: die dicken Fische zermalmen sogar die Knochen, die von den Hähnchenkeulen übrig geblieben waren. Nichts geht hier verloren …

Pauls Point - Schnorchelspaß mit dicken Fischen

Pauls Point – Schnorchelspaß mit dicken Fischen

Danach dann erschöpft aber glücklich zurück nach Samoa Point, mit anschließendem Höllenritt nach Port Vila. Sehr gelungen, und unbedingt zur Nachahmung empfohlen! Eine Reise nach Vanuatu ohne die Unterwasserwelt gesehen zu haben ist einfach … Mist. Viel Vergnügen also!

***

PS. Peter Whitelaw hat mir – appreciated! – ein paar Exemplare seiner Fotokollektion zur Verfügung gestellt. Vielen dank! Bitte ein Foto anklicken um die Show zu starten.

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Pasifika: Vanuatu für Touristen und Philosophen – 360 Grad Efate (2)

Lesedauer: 9 Minuten

Nach den mühsamen Vorbereitungen heute nun tatsächlich 360 Grad, einmal um Efate, der Hauptinsel Vanuatus herum, in Längen und Breiten, und natürlich reich bebildert. In der Tat, für Wenigleser hier die vorab-Gallerie zu den Fotos, die den Text begleiten:

Und nun zu den Viellesern …

S17.693385, E168.267419: Hideaway Island – 2 von 5 Punkten

Auch Mele Island genannt, ist eine der bekanntesten Touristenattraktionen in der näheren Umgebung von Port Vila. Am Steg neben den Krimskrams Ständen legt alle paar Minuten ein Kutter von der Insel an und holt Besucher bzw. auf der Insel wohnende Hotelgäste ab. Die Überfahrt kostet zunächst nichts, allerdings sind auf der Insel selbst ‚Eintrittsgebühren‘ zu löhnen, ich glaube 1500 Vatu, also etwa 10 Euro pro Person. Dafür darf man dann sozusagen als Tagesgast die öffentlichen Teile des Hotel nutzen, incl. Liegestühle, Sonnenschirm, Tische usw. Wer Schnorchelzeug braucht, muss nochmal Mietgebühren hinlegen.

Das Schnorcheln selbst ist vor allem im tieferen Wasser um die Plattform neben dem Unterwasserpostamt ganz gut, allerdings so überlaufen, dass die Zahl und Vielfalt der Fische überschaubar bleibt. Im flacheren Teil sind die Korallen von unachtsamen Besuchern flächendeckend zertrampelt. Gut ist allerdings, dass die Fische bis ganz nah an den Strand kommen, so daß theoretisch sogar nicht-Schwimmer mit einer durchsichtigen Plastikschachtel stehenderweise etwas davon haben. Das ist schon ziemlich einmalig.

Die Hotelanlage ist 08-15. Diese schrecklichen Plastikliegen, an denen man kleben bleibt bzw. die von der Sonnercreme tausender Vorlieger richtig eklig geölt sind. Ziemlich viele davon, und als Krönung mit einem übelriechenden Klo in der Mitte des Strands, der jenen auf etwa halber Länge vermieft. Besser also entweder am einen oder anderen Ende des Hauptstrands zu campieren.

Meine Sache ist es insgesamt nicht, aber wegen der Bekanntheit der Anlage ist es Wert ihr ein paar Zeilen zu widmen. Nun aber schnell weiter.

Hideaway (Mele) Island

Hideaway (Mele) Island

Hideaway Mele Island - Sand Sonne Meer

Hideaway Mele Island – Sand Sonne Meer

S17.743169, E168.181711: Devils Point – 2 von 5 Punkten

In der Standard-Landkarte, die überall gratis ausliegt, Jasons … prangt neben dem Kap das Symbol für gutes Schwimmen und Schnorcheln. Nach Aussage der Betreiberin der Devils Point Diving School laufen dort allerdings zwei Strömungen zusammen, die das Schwimmen, Schnorchel oder gar Tauchen zu riskant machen. Deshalb, wenn Zeit ist mal die Gegend abklappern – sie hat historische Bedeutung, dazu mehr in einem späteren Artikel – aber Schwimmen und Schorcheln nur an den hübschen Stränden ein paar hundert Meter nördlich von Devils Point. Die sind allerdings in Privatbesitz, und wenn der Besitzer gerade in der Gegend herumläuft, kann es sein, dass er einen des Strandes verweist, oder auch nicht.

Verschwiegene Bucht bei Devils Point

Verschwiegene Bucht bei Devils Point

Der Feldweg zum eigentlichen Devils Point ist übrigens abgesperrt, aber wie gesagt, das ist sowieso nur etwas für Liebhaber.

Devils Point aus der Vogelperspektive

Devils Point aus der Vogelperspektive

Devils Point - klassische Kokosplantage

Devils Point – klassische Kokosplantage

S17.675346, E168.259667: Mele Wasserfall (Cascades Waterfall) – 1 von 5 Punkten

Wahrscheinlich noch populärer als Hideaway wird es zur No-Go-Zone, wenn ein Kreuzfahrtschiff in Port Vila ankert, weil dann das Gedränge nicht mehr lustig ist. Abschreckend wirkt auch der hohe Eintrittpreis von 2000 Vatu, satte 17 Euro pro erwachsener Nase, und damit klar über der Unverschämtheitslinie.

Zwar sind die Fälle und Pools und die sie umgebende gartenähnliche Anlage sehr sehr hübsch, aber die Pfade sind nicht einmal gut gesichert, so dass Stürze auf den schlüpfrigen Felsen an der Tagesordnung sind.

Bei, zum Beispiel, Tripadvisor werden die Fälle trotzdem als Megasensation gefeiert. Das kann ich nicht nachvollziehen, und zu dem Wuchereintrittspreis würde ich glatt vorschlagen auf die Fälle zu verzichten. Aus Neuseeland kommend hat man meistens sowieso genug Wasserfälle gesehen.

Mele Cascades Wasserfall - klar und warm

Mele Cascades Wasserfall – klar und warm

Mele Cascades Wasserfall - Der Garten Eden

Mele Cascades Wasserfall – Der Garten Eden

S17.63701, E168.20139: Mangaliliu – 3 von 5 Punkten

Eine Attraktion ist die quasi Muschelranch, die das Dorf betreibt. In einem (natürlichen) Becken unweit des Strands, das man bequem erschnocheln kann sitzen riesige „giant clams“ (= Riesenmuschel, Mördermuschel) am Meeresgrund. Die Szene fühlt sich ähnlich wie im ersten „Alien“ Film an, als einer der Protagonisten plötzlich in dieser Masse riesiger Alien-Eier sitzt :-) … außerirdisch.

Mangaliliu - Blick auf Eretoka (Hat Island)

Mangaliliu – Blick auf Eretoka (Hat Island)

Wenn man zur Riffkante weiterschnorchelt wird das Wasser immer klarer, und man wird von der Dichte und Schönheit der Korallen, und der Anzahl und Vielfalt der Fische geradezu überwältigt. Auf die Außenkante des Riffs zu schwimmen macht wenig Sinn, weil die Fische einen dann besser sehen können und sich davon machen. Außerdem gibt es dort Riffhaie, die zwar harmlos sind, aber dem einen oder anderen die Stimmung verhageln könnten.

Neben „Clams“ baut das Dorf auch noch andere Riesenschnecken an, Triton heißt die eine Sorte, glaube ich, die andere ist abgebildet. Wenn ihr eine davon aufsammelt, schaut mal ins Innere. Dort ist eine Nummer mit Bleistift eingetragen (und oft partiell mit Perlmutt überzogen), die beweist, dass die Muschel dem Dorf gehört, und anhand derer man wohl den Bestand und das Wachstum der ‚Herde‘ prüft. Was die Dorfbewohner letztlich mit den Muscheln machen habe ich vergessen zu fragen. Ich nehme an ganz einfach essen. Vielleicht auch an Restaurants verkaufen.

Mangaliliu - Triton Muschel Nummer 36

Mangaliliu – Triton Muschel Nummer 36

Übrigens, und ganz wichtig, um sich die Reise nicht zu ruinieren: an den Stränden von Mangaliliu münden viele Rinnsale ins Meer, was dazu führt, dass einige der Felsen und abgestorbenen Korallengesteins in Strandnähe von einer grünen Schicht Algen überzogen ist, die sehr sehr schlüpfrig ist (NB: dieses Phänomen ist auch in Neuseeland verbreitet). Bitte extra vorsichtig sein, um Stürze zu vermeiden.

Außer Anweisungen zum Entdecken der Unterwasserwelt führen einen die Bewohner von Mangaliliu gerne im Dorf herum. Viel zu sehen gibt es nicht. Fröhlich spielende Kinder, Erwachsene, die ihrem Tagesablauf nachgehen, Hütten, Hühner und Schweine usw. Einmal kann man sich das aber sicher ansehen, und zum Beispiel die Geschenke verteilen, die man gut organisiert mitgenommen hat.

Last but not least, das Dorf nimmt eine Eintrittsgebühr von 1000 Vatu also etwa 7 Euro pro Kopf, was mir etwas hoch erscheint. Mangaliliu war Schauplatz mehrere „Survivor“ Verfilmungen, und vermarktet dazu noch seine Verbindung zur berühmten Roi Mata Sage (dazu schreibe ich einen eigenen Artikel). Wahrscheinlich zieht das genug Touristen an, um diese Preise durchzusetzen.

Und: die Abfahrt von der Ringstraße ins Dorf ist sehr uneben. Ich weiß nicht, ob ich die bei nassem Wetter wagen würde. Andererseits stehen unten im Dorf schäbige Kleinwagen, keine Monsterjeeps, und die müssen es ja auch schaffen.

Mangaliliu - Typische Hütte ni-Vanuatu Style

Mangaliliu – Typische Hütte ni-Vanuatu Style

Mangaliliu - Von Fremden faszinierte Kinder

Mangaliliu – Von Fremden faszinierte Kinder

Mangaliliu - Eigener Kava-Anbau

Mangaliliu – Eigener Kava-Anbau

Mangaliliu - Pragmatische Ingenieurskunst

Mangaliliu – Pragmatische Ingenieurskunst

S17.61345, E168.23969: Ablegestelle nach Lelepa – 2 von 5 Punkten

Dieser, wie sagt man, Meerbusen (?) der durch die Inseln Lelepa und Tranquility nach Nordwesten begrenzt wird ist eigentlich auf der gesamten Strecke erstklassiges Schnorchelterritorium – wenn man es durch die dicht bewachsenen und steilen Ufer ans Meer schafft. Die Ablegestelle nach Lelepa ist leicht zugänglich und nur ein paar Meter vom Strand kann man zahlreiche (allerdings nicht sehr große) Riesenmuscheln (siehe unten) bewundern, mit blau-violettem Innenleben vor sich hin pumpend.

Gegenüber von Lelepa

Gegenüber von Lelepa

S17.59444, E168.24472: Coongoola Anleger – ohne Wertung

Heimat eines Resort-Hotels mit kleinen Bungalows, die recht einladend aussehen, eines – wie immer – schönen Strands mit spektakulärer Farbpalette, gesäumt von romantischen Gulmohar-Bäumen, und Ausgangspunkt der sicherlich bekanntesten Tageskreuzfahrt der Insel.

Solche ‚Tageskreuzfahrten‘ waren früher mal eine informelle Sache. Man fragte Tauchstationen, ob man für einen Unkostenbeitrag mitfahren darf, und fast immer ging das auch. Heute ist es professionalisiert, mit einem richtigen Entertainmentprogramm (Grillen, zum Schorcheln über Bord gehen, irgendwas mit Wasserschildkrötenbabys usw.) für die Mitfahrer, und Tauchen nur als Zusatzoption für die wenigen die es können und wollen. Gleichzeitig kostet es auch viel mehr. Die Coongoola Tour inzwischen über 100 Euro pro Person. Das geht für eine Familie schnell ins Geld – aber ist in einem Land wie Vanuatu, das mit einer fantastischen Unterwasserwelt gesegnet ist, trotzdem ein unbedingtes Muss, und zwar gerade dann, wenn Kinder dabei sind. Coongoola ist, thank God, nicht der einzige Anbieter, und es geht auch billiger und genauso gut, wenn nicht besser. Dazu mehr in einem eigenen Artikel.

Der Ankerplatz der Coongoola – übrigens unschwer als Australierin zu identifizieren – ist trotzdem ein sehr netter Ort, der zum Verweilen, einem Drink etc. einlädt.

Gulmohar am Coongoola Jetty

Gulmohar am Coongoola Jetty

S17.543153, E168.335212: Undine Bay – ohne Wertung

Hier hat mich vor allem die Marina interessiert, die anscheinend gerade gebaut wurde, und die Parzellierung der Gegend. Offenbar wird auch dieser Strand bald durch die Villen reicher Australier, Franzosen und Deutscher verstellt werden. Im Moment fällt er durch einen fast lächerlich satten Türkisschimmer auf, und bietet Gelegenheit zum quintessentiellen Insel mit Kokospalme Bild. Glücklich, wer sich bald auf einer Verandah mit so einer Aussicht räkeln kann.

Undine Bay - Fast wie Neuseeland

Undine Bay – Fast wie Neuseeland

Die Aussicht gefällt mir hier besonders. Es hat bei richtigem Licht und Wind fast etwas neuseeländisches, aber ist halt so angenehm warm. Charming!

Undine Bay - Postkartenartig

Undine Bay – Postkartenartig

Undine Bay - und noch mehr wie Neuseeland

Undine Bay – und noch mehr wie Neuseeland

S17.557508, E168.461214: Sara/Onesua – ohne Wertung

Das Dorf investiert hier gerade in ein quaderförmiges Loch im Boden in Strandnähe – ein Swimming Pool um so eine Art Strandbar aufzusetzen? Hoffentlich nicht. Am Strand lockern wieder überwucherte Fragmente alter Korallenfelsen die durch seismische Aktivität über den Wasserspiegel geschoben worden das Landschaftsbild auf. Fische verstecken sich gerne in deren Nähe, und sie mysteriösen Felsen sehen auch einfach gut aus, vor allem, wenn im Hintergrund dunstige Inseln in den Horizont ragen, die so aussehen wie die Pyradmiden von Gizeh, siehe Bild.

Onesua Sara - Die Pyramiden von Gizeh im Hintergrund

Onesua Sara – Die Pyramiden von Gizeh im Hintergrund

S17.738611, E168.561794: Eton Beach:4 von 5 Punkten

Ein wahres Idyll. Die Dorfbewohner zu deren Land der Strand gehört haben ein paar sehr einfache, aus natürlichen Materialien gefertige Sonnendächer, Bänke und Tische um den Strand herum aufgestellt, die sich angenehm in das paradiesische Ambiente einfügen. Sehr sehr gelungen.

Eton Beach - einfacher ist besser

Eton Beach – einfacher ist besser

Die Bucht selbst … ich habe im Artikel über Strände in Neuseeland schon darüber geschrieben ist von der sichelförmigen Art, nicht zu groß, und als Dreingabe in der südlichen Hälfte durch eine zusätzliche Korallenbank geschützt, und an der nördlichen Seite eher offen und wild. Da ist für jede Schwimmkompetenz etwas dabei. Ein klares Flüsschen ergießt sich auch noch in die Bucht, was besonders bei Kleinkindern beliebt ist.

Eton Beach - mit Banana Boat

Eton Beach – mit Banana Boat

Eton Beach - kleinkindgeeignete Seichtheit

Eton Beach – kleinkindgeeignete Seichtheit

Allerliebst, das Ensemble. Eine Vertreterin des Dorfs kassiert 300 Vatu pro Person, also vernachlässigbar wenig, aber ich habe das Gefühl, dass es dabei nicht mehr lange bleiben wird. Man investiert in einen Sperrzaun zur Straße hin. Schade, und begründet den Punktabzug. Wird wohl bald aussehen wie in Italien: stacheldrahtbewehrte Strände.

Eton Beach - Niemand beabsichtigt einen Zaun zu errichten

Eton Beach – Niemand beabsichtigt einen Zaun zu errichten

Auffallend  in der Bucht ist das ‚blaue Loch‘ (Mitte, hinten). Im Vergleich zu älteren Fotos, die ich im Internet gefunden habe, scheint sich seine Position und Größe schnell und stark zu verändern. Den ‚Dreck‘ der manchmal in Strandnähe auf der Oberfläche treibt sollte man sich näher ansehen. Es ist Bimsstein von irgendeinem Vulkanausbruch, wie in Taupo, aber etwas dunkler gefärbt.

Eton Beach - Das blaue Loch

Eton Beach – Das blaue Loch

Eton Beach - Der graue Teppich ist aus Bims

Eton Beach – Der graue Teppich ist aus Bims

Fische sind vor allem um die alten, aus dem Wasser ragenden Korallen zu finden, und natürlich am Außenriff, in das man sich aber nicht alleine und nur als guter Schwimmer wagen sollte, zumindest aber nach Rückversicherung bei den Einheimischen, dass die Verhältnisse es zulassen.

Apropos Einheimische, die kann man auch um Papaya, Melone, Mango usw. bitten. Wenn das Dorf etwas übrig hat, wird es für wenig Geld angeboten, und es ist garantiert herrlich frisch und schmackhaft.

Eton ist nahe genug an Port Vila um es auch ohne Mietwagen zu erreichen, in ca. 40 Minuten mit dem Bus. Busfahrer knöpfen Einheimischen für die Tour 1000 Vatu pro Person ab, hin und zurück. Bei Besuchern muss mit mehr gerechnet werden. Und macht unbedingt das ‚zurück‘ mit aus, denn da draußen ist kein Bus oder Taxi auf dem freien Markt mehr auffindbar, und man will ja nicht stundenlang in Richtung Vila latschen.

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Obiges Programm füllt leicht einen Tag. Aber es ist sehr lückenhaft. Es gab noch gut ein halbes Dutzend Spots an der Ringstraße, die ich gerne näher angeschaut hätte, vor allem zum Schnorcheln. Und über die Hügel im Inneren der Insel habe ich noch gar nichts gesagt. Man ahnt es, so klein Efate auch sein mag, so viel gibt es doch zu entdecken.

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