Opinion: Neuseeland Reiseführer – Teil 1: Höllhubers “Neuseeland”

Lesedauer: 8 Minuten

Die Reisesaison nach Neuseeland 2013/14 rollt unweigerlich und mit ihr die Suche der Urlauber nach Information zum Reiseland.

Bevor wir uns mit der Rezension von Dietrich Höllhubers „Neuseeland“ aus der Schmiede des renommierten Nürnberger Michael Müller (MM) Verlags (danke für das Freiexemplar) beschäftigen, ein paar Gedanken zur Rolle, die ein Papierreiseführer anno 2013 prinzpiell noch spielen kann.

Gerade ist die Frankfurter Buchmesse zu Ende gegangen und auch dort schleicht sich langsam die digitale Revolution ins Bewusstsein. Glückliche Reisende sind diejenigen mit leichtem Gepäck. Und Papier ist schwer. Den Reiseführer also nur als e-Buch aufs „Kindle“ oder einen anderen Reader oder Tablet laden und los?

So schnell schießen die Kiwis nicht.

Die Nachteile der derzeitigen Papierschmöker sind klar:

 

  • Gewicht, und das beim immer strikteren Durchgreifen der Airlines auch beim Handgepäck
  • Suchfunktion gibt es keine
  • Viele Inhalte sind schnell veraltet, vor allem die beliebten Listen von Hotels und Restaurants.

Dem stehen Vorteile gegenüber. Ein Buch

  • braucht keinen Strom,
  • kann nicht defekt werden und damit ausfallen,
  • muss man weniger vor Nässe und Schmutz schützen (modulo Allwetter Tablets)

Im Moment würde sich also eine Hybridlösung anbieten: beim Kauf eines Papierreiseführers gibt es die Digitalversion gratis (oder gegen Aufpreis) mit dazu, wobei die Digitalversion Informationen mit schnellem Verfallsdatum zeitnah aktualisiert. Am besten wäre es auf Restaurant- und Hotelempfehlungen ganz zu verzichten und statt dessen das Neueste dazu aus einem der besseren Bewertungsportale zu ziehen.

Meine Idee. So vom MM Verlag nicht umgesetzt. Immerhin gibt es auf der Webseite zum Buch aber relevante Updates. Hoffentlich werden die auch genutzt … Wie auch immer, konzentrieren wir uns also auf das Buch.

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Die Gliederung ist bewährt-unspektakulär. Zuerst ein Block mit generischer Information zum Land, gefolgt von Informationen zu spezifischen Reisezielen.

Allgemeines zum Land

Hier bietet Dietrich Höllhuber durchaus Gemischtes.

Ganz prima sind die Beiträge zur Tier- und Pflanzenwelt gelungen, chapeau! Nur die eher winzige Anmerkung, dass Neuseeland doch nicht GANZ frei von gefährlichen Tieren ist. An Land gibt es den Katipo, eine Art Schwarze Witwe Spinne, plus einige eingeschleppte Giftspinnen, wie den australischen White Tail, dem man eher fern bleiben sollte. Haie usw. können auch ein Problem werden, wenn es zu Wasser geht. Mir fehlt auch die Erwähnung der (völlig ungefährlichen) alpinen Zikaden, des Weta, vielleicht auch der ungewöhnlichen Geckos. ‚Fuchskusu‘ statt „Possum“: muss das sein?

Schön und strukturiert auch die Erläuterungen Höllhubers zu Geologie und Klima. Hier verstehe ich die leichte Obsession mit Tsunamis zwar nicht ganz, und mir leuchtet nicht ein warum es den Autor interessiert, dass Alfred Wegener anfangs keine professionelle Anerkennung für die Plattentektonik gefunden hatte – aber künstlerische Freiheit. Ich würde es trotzdem weglassen.

Zum Thema Umwelt lässt der Autor meines Erachtens Neuseeland viel zu gut wegkommen. Hie und da ein kritisches Wort, ja, aber reicht nicht. Vielleicht würde es auch keinen kommerziellen Sinn machen Paradiessuchern zu reinen Wein einzuschenken. Nun gut.

Der Autor widmet den Maori, deren Kultur und Belangen meines Erachtens viel zu viel Raum. Solche Dinge interessieren ein paar Spezialisten, werden von Normalreisenden aber fast mit Sicherheit massiv überblättert. Im Kontext Geschichte, die im übrigen kompetent abgehandelt wird, finde ich Aussagen wie

„… Missionare brachten den Maori nicht nur Religion sondern auch das Gefühl, bisher minderwertig gewesen zu sein – erst durch die vollständige Europäisierung würden sie den Pakeha gleichwertig sein.“

zu dick politisch korrekt aufgetragen. Sehr viel wichtigere Auswüchse der derzeitigen Maori Gesellschaft, wie Mongrel Mob und Black Power Biker Gangs und deren Rolle in der neuseeländischen Drogenproblematik, die schockierende Selbstmordrate bei Jugendlichen usw. würden Reisenden wahrscheinlich klarere Einblicke verschaffen.

Nun aber zu den echten Negativposten. Dietrich Höllhuber hat offenbar keinen Zugang zu Wirtschaftsfragen oder zur neuseeländischen Tagespolitik – und sollte sich zumindest zu Letzterem besser gar nicht äußern. Wozu auch? Gehört sowas in einen Reiseführer? Und wenn Ja, dann bitte auch über die wirklichen Themen des Tages sprechen.

Die Wohnungskrise zum Beispiel. Behausung ist derart in die Höhe spekuliert worden, dass die nächste Generation Kiwis buchstäblich vor der Tür bleibt.

Was ist mit den sozialen Spannungen als Folges des Multikultiphänomens? Neuseeland ist weder Maori/Pasifika – Pakeha bipolar, noch Maori/Pasifika – Pakeha – Asiaten tripolar, wie von den meisten Neuseelandschreibern, incl. Höllhuber, suggerieren. Neuseeland ist voll multikulturell, zum Beispiel mit einer großen und wachsenden muslimischen Community. Bitte auch nicht die vielen vielen Migranten aus Südostasien, und osteuropäischen/GUS Ländern vergessen.

Viele Kiwis verlassen Neuseeland, weil das Land zu wenig Chancen bietet. Woran liegt es?

Usw usw usw. Die Palette ist reich gedeckt. Statt dessen lesen wir – mit Verdruß:

„… Die Grünen schickten einen Rastafari ins Parlament, was bei vielen Bürgern aus Unverständnis stieß, aber viel dazu beitrug, Jugendstimmen zu gewinnen. …“

Die Grünen sind und bleiben in NZ bis auf Weiteres ein Randphänomen. Rasta-Locken im Parlament, wow, cool, hip … zu abgegriffen. Und:

“ … Dass sie mit John Key von der National Party einen ehemaligen Wallstreet-Investmentbroker zum neuen Regierungschef wählten, ist allerdings verwunderlich, denn die während der Ära Clark deutlich verbesserte Wirtschaftslage der Nation (BNP +20,6 % während ihrer neun Regierungsjahre) war ja gerade durch die Wallstreet beeinträchtigt worden. …“

ist peinlich. John Key hat zwar für eine WS Bank gearbeitet, aber großteils als FX-Trader in Singapur, nicht in New York. In New York selbst war er meines Wissen an der Fed tätig. Und: das BNP ist wohl kein singulärer Indikator, um in einer Demokratie eine Wahl zu gewinnen. In D geht das BNP (außer 2009) auch kaum Mal nach unten, ohne dass sich jemand über eine Abwahl wundern würde. Die Wahl von John Key hat viel mit dem extremen Materialismus zu tun, der Neuseeland heute prägt. So wie John Key möchten viele Kiwis sein. Dazu sei mein Artikel „Kiwi Cavaliere“ empfohlen.

Kurz: der Autor möge doch bitte seine offenbaren politischen Präferenzen aus einem Reiseführer herauslassen und Mut zur Lücke beweisen. Für sowas gibt es Blogs :-) Und nur weil Lonely Planet ständig seine politische Korrektheit dokumentieren muss, heißt noch lange nicht, dass man sich dem Blödsinn anschließen muss.

Was ich persönlich auch als Zumutung empfinde, sind diese Sachen rund um Hobbit Reisende. Ist das nicht langsam überwunden, dieses Hobbit Gedöns? Gibt es wirklich so viele deutsche Neuseelandurlauber, die (auch) wegen dieses Kinderkrams aufbrechen? Man würde sich vom Volk der Dichter und Denker mehr wünschen. Meine ganz persönliche Sicht – möchte niemandem zu nahe treten.

Der Abschnitt Kino und Kultur gehört auch entweder weggelassen, oder besser recherchiert, denn momentan ist er lieblos, kurz und löcherig.

Praktisches zum Land

Hier begibt sich der Autor wieder in sicherere Gewässer.

Einreiseformalitäten sind übersichtlich dargestellt, obwohl ein paar Webadressen inzwischen veraltet sind. Ein Link zur aktuellen „Passenger Arrival Card“ auf deutsch existiert und sollte erwähnt werden. Dass man bei der Einreise alles deklarieren sollte, ist richtig und wichtig, wie auch dass Sport- und Campingausstattung sehr sauber gepackt werden müssen.

Information zu Flügen und Flugpreisen fallen für meinen Geschmack etwas dünn aus. Und warum sind die Schätzpreise in Dollar notiert? Tippfehler?

Reisemöglichkeiten mit Bus und Bahn sind umfassend dargestellt und entspringen offenbar Erfahrung erster Hand, genauso wie die Rubrik Auto und Campervan – soweit ich Letzteres beurteilen kann.

Das Fahrrad ist das besondere Steckenpferd des Autors und wird in großer Detailfülle präsentiert. Nützlich für Urlauber, die Fahrradtouren planen, für den Rest zu breit dargestellt. Würde ich in einem Anhang verarbeiten.

Höllhubers Erfahrungen mit Hotels und Essgelegenheiten stimmen weitgehend mit meinen eigenen überein. Der Hang zur Verkitschung im oberen Hotelsegment und das Fehlen des Gefühls für Geschmackskomposition bei vielen neuseeländischen Köchen zum Beispiel. Ich würde aber noch darauf hinweisen, dass es in Neuseeland fast kein Brot nach deutschem Verständnis gibt, genauso wenig wie Wurst, Schinken usw. Wie ganz oben angedeutet, ist es generell in der heutigen Zeit abenteuerlich zu versuchen den Bewertungsportalen im Internet im Bereich Unterkunft und Essen mit statischen Texten eines Einzelnen Konkurrenz zu machen. If you can’t beat them, join them!

Der Autor, der anscheinend selbst ehedem von der Auswanderung nach Neuseeland geträumt hat, kann es sich nicht verkneifen den berühmten deutschen Einwanderungsberater Peter Hahn zu erwähnen. Wozu? Werbung? Jeder der Google kennt wird sich zu dem Thema informieren können. Am besten diesen Abschnitt weglassen.

Schwule und Lesben müssen nach Maßgabe von Lonely Planet wohl auch auftauchen – von mir aus. Ich würde bei der Gelegenheit allerdings auch nicht sexuell orientierte „Couchsurfing“ Möglichkeiten erwähnen. Konterkariert auch den eher unangenehmen Befund zu den Mainstream Unterbringungsoptionen in Neuseeland (siehe oben).

***

Jetzt erst Mal Pause. Weiter geht es mit der Besprechung von Reisezielen auf der Nord- und Südinsel. Die Südinsel lasse ich ganz weg, weil es zu lange her ist, dass ich dort gelebt habe. Nun denn, die Nordinsel.

Oder einen Schritt rückwärts – zur Bebilderung. Ich will nicht unken, aber ich habe schon besseres Fotomaterial gesehen. Wenn Neuseeland irgendetwas ist, dann ausgesprochen fotogen. Falls der Bildfundus des Autors nicht mehr hergibt, dann sollte man sich nicht zu schade sein externes Material einzuflechten. My 5 cents.

Aber jetzt – exemplarisch – zur Nordinsel.

Auckland und die Region

Die Aufzählung der Attraktionen und Aktivitäten geht in Ordnung, aber selten über das übliche, das man in praktisch jedem Neuseelandführer findet, hinaus. Eine löbliche Ausnahme ist die Erwähnung der Lindauer Sammlung in der Auckland Art Gallery.

Der Rest wird routiniert durchdekliniert, verwirrt zuweilen aber durch Auslassungen oder schlichte Fehlinformation. Beispiele:

Tawharanui: warum soll hier denn nur der relativ kurze „Ecology Trail“ ein interessanter Wanderweg als die vielen anderen sein? Und unberührte Sandstrände sind mir aus Tawharanui nicht bekannt

Goat Island: hier lesen wir

„… die Vielfalt des Lebens unter der Wasseroberfläche macht das Schutzgebiet dennoch zu einem wahren marinen Paradies. …“

ohne dass wir erfahren worin diese Vielfalt besteht. Was genau ist denn nun zu sehen?

Bei Puhoi, einem entzückenden Flecken Erde, der vor langer Zeit von deutschen Einwanderern erschlossen wurde, fehlt mir die Erwähnung der reizenden kleinen Kirche am Ortsanfang. So etwas Filigranes gibt es in Neuseeland nicht oft zu sehen.

Thames, das Tor zur Coromandel Halbinsel hat keine Strände, die diese Bezeichnung rechtfertigen. Es handelt sich um Schlick, der keine Strandgefühle aufkommen lässt.

Zum Thema Strand in Auckland dann noch:

Wenn da nur nicht die vielen, vielen anderen wären, die ebenfalls den langen Weg nach Takapuna oder Awhitu scheuen …

Wie kann man den Strand von Takapuna, das sich fast im Herzen Aucklands befindet mit dem weit entfernten Awhitu vergleichen? Ein Verschreiber?

Und dann noch:

Takapuna Beach ist der citynächste schöne weiße Sandstrand (abgesehen von der Mission Bay), zwar noch voll im städtischen Gebiet von Takapuna, aber gute Badebedingungen – es kann sehr voll werden.

Der Sand in Takapuna ist bestenfalls grau und gute Badebedingungen würde hier nur ein ganz hartgesottener Kiwi erkennen. Durch die dunkle Farbe des Sands fehlt der Türkisschimmer, der Wasser einladend macht. Das Wasser ist eher grau.

Devonport / Takapuna: hier nichts zur Künstlerszene?

Der Domain Park (wo sich das Auckland Museum befindet):

Das Land, auf dem heute dieser große Park liegt, wurde 1840 der Regierung vom Stamm Ngati Whatua geschenkt. Oder zumindest wird das behauptet.

Das Auckland Museum schreibt, dass das Land von den Nagti Whatua verkauft wurde. Welche Quelle nutzt der Autor? Und warum passt sich das so schön ins stark vereinfachte, aber zeitgeistkonforme Bild von Maori als Opfern dunkler Machenschaften?

Kelly Tarlton (ein Aquarium): die enge Verbindung Aucklands mit dem Meer lässt hier ein großartiges Aquarium vermuten – aber in Wahrheit kann es sich keinesfalls mit den großen Aquarien Europas oder Asiens messen. Ich kenne nicht viele Besucher, die nicht enttäuscht von dannen zogen.

Mich stimmt diese zugegeben sehr punktuelle Analyse nachdenklich.

Ohne Haare spalten zu wollen, wäre es auch gut, wenn ein paar Tippfehler verschwinden würden. Der neuseelandlange Radwanderweg heißt nicht Te Aotearoa, ein Tirirangi existiert in Auckland nicht, ebensowenig wie eine Straße mit Namen Hillseide.

Viel zu viel Raum wird meines Erachtens den Unterkunfts- und Restaurantlisten gewidmet. Auf die kann man besser online zugreifen. Gut, als Backup, wenn man länger keinen Internetzugang hat, sind die Listen eventuell nützlich.

*** *** ***

Fazit

Über Strecken gut gelungener Reiseführer mit einigen Schwächen, die auf die Erlebnisse von Normalreisenden aber wahrscheinlich keinen Einfluß haben werden.

Sprachlich nicht immer gewandt, hier würde vielleicht ein aktiveres Lektorat helfen. Wichtig wäre es die politischen Neigungsbekundungen und die Fahrradvorliebe des Autors zu eliminieren bzw. auszulagern, um das Interesse der nicht-Lefties und nicht-Radler weniger zu strapazieren.

Am wichtigsten allerdings fände ich es den Autor mit ein oder zwei in Neuseeland ansässigen Ko-Autoren zu unterstützen, um die faktischen Ungenauigkeiten zu beseitigen und eine lebendigere Informationslandschaft zu schaffen (wobei ich mich natürlich nicht selbst meine).

Vom Umfang her jedoch eine beeindruckende Fleißarbeit!

Meine Gesamtbewertung: 3,5 von 5 Punkten.

5 Antworten auf Opinion: Neuseeland Reiseführer – Teil 1: Höllhubers “Neuseeland”

  1. Marc sagt:

    Interessante, konstruktive Kritik. Danke dafür. Kann viele der bemängelten Punkte nachvollziehen. Ich selbst habe den MM-Reiseführer von Höllhuber allerdings bei meiner letzten Neuseeland-Reise im Jahr 2011 als ganz hilfreich empfunden.
    Zumindest ist er – unter den 4-5 deutschsprachigen Reiseführern zu NZ, die ich kenne – derjenige, der mir am meisten zusagt. Im allgemeinen verlässliche Informationen und Tipps etc. Wobei mir persönlich auch der zuweilen lakonische Stil von Höllhuber gefällt. Aber das ist Geschmackssache.
    Bei den englischsprachigen Führern finde ich kaum besseres. Welcher Reiseführer wäre denn Dein Tipp?

  2. Jürgen sagt:

    Thema: … die schockierende Selbstmordrate bei Jugendlichen

    Betrifft das alle Jugendlichen oder „nur“ die Maoris?

    • Peter sagt:

      Hi Jürgen

      Überproportional viele junge Männer mit Maori Abstammung, aber nicht nur. Zum Thema gibt es einiges zu lesen, zum Beispiel im Guardian. Dort wird das Thema Identität, seinen Platz in der Welt zu finden oder kennen in diesem Zsh angesprochen – auch ich halte das für eine der Wurzeln des Übels. Die meisten Menschen müssen wissen wo sie hingehören, sonst sind sie unglücklich. Auch deshalb halte ich die momentane brachiale multikulturelle Entkernung unserer Gesellschaften für unmenschlich.

      Gruß, Peter

  3. Jenny sagt:

    Hey Peter,
    tolle Rezension! DEN Reiseführer werde ich mir also definitiv nicht kaufen 😉 (Und vom MM-Verlag wirst du wohl so bald keine weiteren Rezensionsexemplare bekommen…) Was ich aus Touristenperspektive von einem Reiseführer erwarte, sind:
    a) gutes Kartenmaterial, vor allem von kleineren Innenstädten, die in den gängigen Straßenkarten fehlen
    b) gute Tipps für Abstecher am Wegrand
    c) praktische Tipps, wie man im Land zurechtkommt
    Den Rest – vor allem die langen Einführungskapitel zu Landesgeschichte usw. – behandle ich als Bonus, den ich allenfalls lese, wenn ich mich als Beifahrerin oder im Flugzeug mal langweile. Und mal ehrlich: Wer sucht denn wirklich gezielt nach den empfohlenen Restaurants und Hotels? Hab ich jedenfalls noch nie gemacht.

    Als nächstes nimmst du hoffentlich mal den Lonely Planet gründlich auseinander? Ich kann dir auch mein zerfleddertes Exemplar von 2011 schicken :-)

    • Peter sagt:

      Auch Mal wieder im Blog :-) … also ein wenig Kiwi-Spirit möchte ich hier schon sehen – was Diskussionskultur betrifft. Andere MM Reiseführer, wie der zu Piemont – Aostatal haben das gewisse Etwas. Dadurch wurde ich auf den Verlag aufmerksam. Der Grundstock stimmt auch bei „Neuseeland“, aber die Kür … wie gesagt, wenn da vielleicht ein paar lokale Ressourcen rekrutiert werden, dann könnte das Ergebnis pfiffiger werden.

      Trotzdem ist der MM Führer zu Neuseeland für viele Reisende wahrscheinlich völlig ausreichend.

      Lonely Planet aus den frühen 2000ern habe ich als Referenzwerk auch noch herum liegen. Immer noch besser als nichts, wenn man plötzlich in einer fremden Stadt steht :-) Insgesamt sollte sich die Industrie aber neue Konzepte einfallen lassen, sonst ist das Geschäftsmodell bei den Jüngeren eventuell bald durch. Ich gebe ja konstruktive Vorschläge, und das ganz umsonst …

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