FactSheet: Neuseeland in Zeiten des Coronavirus

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Die neuseeländische Regierung hat lange gezögert, ist am 2. Februar 2020 aber doch noch dem Vorbild Australiens und der USA gefolgt und hat ähnlich strikte Reisebeschränkungen zur Eindämmung des Wuhan Coronavirus in Neuseeland erlassen, und danach sukzessive verschärft.

+++ Aktuelle Fallzahlen und Information zu Corona in Neuseeland +++

+++ Seit Donnerstag 26.03.2020 00:00 Ortszeit gilt in Neuseeland eine strikte Ausgangssperre (Stufe 4, Erläuterungen im Text) für die Dauer von vier Wochen, also bis zum Mittwoch 22.04.2020 23:59 +++

+++ Der Ablauf der vom Auswärtigen Amt organisierten Rückholflüge nach Deutschland ist hier erklärt +++

So sehen die offiziellen Reiseeinschränkungen aus

Seit dem 19.03.2020 23:59 Ortszeit Neuseeland besteht ein komplettes Einreiseverbot nach Neuseeland mit den folgenden Ausnahmen:

  • Neuseeländische Staatsangehörige oder ‚permanent residents‚ (also Inhaber einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung).
  • Nicht-neuseeländische unmittelbare Familienangehörige von Staatsbürgern oder ‚permanent residents‘, die sich auf dem selben Flug oder Schiff befinden, wobei Familienangehörige hier als (Ehe)Partner, Eltern oder Kinder unter 24 Jahren definiert sind.
  • Australische Staatsangehörige oder ‚permanent residents‘, falls sich deren Lebensmittelpunkt in Neuseeland befindet.
  • Einzelfälle mit (vorheriger) Sondergenehmigung der neuseeländischen Einwanderungsbehörde in den Kategorien: (a) „Familienzusammenführung“ (Leute mit gültigem Visum für Neuseeland, die zu ihrem Partner, der/die sich bereits in Neuseeland befindet nachreisen wollen), (b) essentielle Arbeitskräfte (z.B. in medizinischen Berufen), (c) samoanische und tonganische Staatsangehörige, die aus triftigem Grund nach Neuseeland reisen müssen, (d) humanitäre Härtefälle.

Alle Einreisenden müssen bei Ankunft in Neuseeland eine verpflichtende vierzehntägige Selbstisolierung antreten.

Diese Regelungen gelten bis auf Weiteres, werden aber immer wieder angepasst. Wir werden auch weiterhin versuchen sie hier aktuell zu halten.

De facto hat Neuseeland also seit dem 19.03.2020 – endlich und längst überfällig – die Zugbrücken hochgezogen. Die bisher lächerlich inkonsequenten Mechanismen zur Überprüfung und Durchsetzung der 14-tägigen Selbstquarantäne werden wohl auch noch realitätstauglich gemacht, nachdem aufrüttelnde Presseberichte dazu – auch heute wieder – kaum noch absurde Ausreden der Regierung zulassen.

Corona Quarantäne zum Selbermachen

Überfliegt des Spaßes halber den offiziellen Guide des neuseeländischen Gesundheitsministeriums zur Selbst-Quarantäne: zu lang, zu kompliziert, und dann doch wieder zu einfach und zweideutig. Es wird die in Deutschland entwickelte Technik der Armlänge Abstand verfolgt, „wenn möglich“ und wenn nicht, dann halt Pech gehabt. Und bei Ankunft am Flughafen wird nicht einmal auf Fieber geprüft. Die Leute kriegen ihren Selbstquarantänezettel in die Hand gedrückt und können einfach gehen. Das neuseeländische Gesundheitsministerium erwartet zwar, dass sich die betroffenen Einreisenden (inzwischen also fast alle) selbstständig melden und in ein Register eintragen lassen während sie sich in die 14-tägige Eigen-Isolation begeben, doch diese Aufforderung scheint weitgehend nicht befolgt zu werden.

Mit der weitgehenden Einstellung des Flugverkehrs nach Neuseeland hat sich das Problem natürlich in den letzten Tagen und Wochen von selbst gelöst, allerdings hat der fahrlässige Regierung Umgang der Regierung mit ‚importierter Infektion‘ Neuseeland bereits immesen Schaden zugefügt.

Die Corona Strategie der neuseeländischen Regierung

Stamp-out vs …

Nach quälender Unentschlossenheit hat sich die Regierung Ardern am 23.03.2020 für die Option des ‚Austretens‘ (stamp out) entschieden, sprich eine weitgehende Ausgangssperre soll in den kommenden Wochen dafür sorgen, dass das Virus sich in Neuseeland komplett ausbrennt. Danach wird sich ein (hoffentlich) coronafreies Neuseeland auch weiterhin isolieren – Quarantäne der wenigen noch ins Land Kommenden wird dann wahrscheinlich nicht über Selbstisolation, sondern überwachte Quarantänestationen laufen – bis Medikamente oder noch besser eine Impfung entwickelt sein werden. Zeithorizont des Ganzen: vermutlich 12 – 18 Monate. So jedenfalls der Gedanke.

… Flatten-the-curve

In Neuseeland besteht diese Möglichkeit wegen der geringen Fallzahlen gerade noch, während Australien das Zeitfenster dafür verpasst hat und nur den Flatten-the-Curve Weg gehen kann, den die deutsche Regierung von Anfang an im Blick hatte. Also die Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus in einem Maß eingedämmen, das es den Krankenhäusern erlaubt die Versorgung aufrecht zu erhalten. Die allmählich durchseuchte Bevölkerung wird schrittweise immun (oder stirbt), der Rest kann irgendwann geimpft werden.

Am 21.03.2020 verkündete Premierminsterin Ardern entsprechend die Einführung eines Stufensystems zur Bekämpfung der Corona-Epidemie in Neuseeland (das zwei Tage später bereits von der Realität auf Stufe 4 katapultiert wurde):

  • Stufe 1: Einzelne, importierte Infektionen – Einreisebeschränkungen, keine Massenveranstaltungen, Isolation Infizierter und deren Kontaktpersonen
  • Stufe 2: Steigende Zahl von Infektionen – Verschärfte Einreisebeschränkungen (wie sie seit dem 19.03.2020 gelten), fortschreitende Desozialisierung (möglichst viel Home Office, Verzicht auf unnötige Inlandsreisen, Absage von Veranstaltungen)
  • Stufe 3: Infektionsketten beginnen außer Kontrolle zu geraten – Schließung öffentlicher Räume und nicht-essenzieller Firmen und Geschäfte
  • Stufe 4: Unkontrollierte Ausbreitung der Krankheit – Kompletter Lock-down mit Ausnahme der Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen.

Im Moment befindet sich Neuseeand auf Stufe 4 und dieser Zustand wird noch bis mindestens zum 22.04.2020 anhalten.

Stufe 4 in Neuseeland entspricht in etwa dem was im Moment in Italien praktiziert wird. Das heißt Polizei und Armee patrouillieren die Straßen um die Ausgangssperre durchsetzen.

Die Regierung hat damit endlich erkannt, dass sie versuchen muss das Virus in den nächsten Wochen auszumerzen, oder sehr viele Tote riskiert, weil das neuseeländische Gesundheitssystem unter dem Ansturm Coronakranker schnell zusammenbrechen würde.

Der Blick nach Italien und ein wenig Mathematik machen deutlich warum das die einzig rationale Vorgehensweise ist. Offiziell sind in Italien im Moment etwa 100.000 Menschen infiziert. Die eigentliche Zahl dürfte bei 1.000.000 liegen was etwa 1,5% der Bevölkerung entspricht. Stand heute ist die medizinische Versorgung in Italien mit der Infektionsrate von nur 1% der Bevölkerung schon völlig überfordert: Menschen sterben zu tausenden. Was also würde passieren, wenn 10, 20 oder 30% der Bevölkerung in den kommenden Wochen infiziert würden? Das Ende medizinischer Versorgung. Jeder neu Erkrankte könnte nur noch hoffen selber zu gesunden oder zu sterben.

Auch wenn es sich bei den Opfern des Wuhan-Virus großteils „nur“ um Kranke und Alte handelt, ist es politisch auch in Neuseeland nicht tragbar die weiße Flagge zu hissen und Massengräber auszuheben, wie es im Moment anscheinend im Iran geschieht.

Kann das klappen?

Ich denke, dass es gerade in Neuseeland sinnvoll ist zu versuchen COVID-19 komplett auszutreten. Vier Wochen Lockdown kann man in so ein Unterfangen sicherlich investieren. Andererseits kommen noch immer täglich Kiwis aus aller Welt in Neuseeland an und werden eben nicht konsequent unter Quarantäne gestellt. Wenn also die Zahl der Rückkehrer in den nächsten Tagen nicht auf Null sinken sollte, sehe ich keine Chance, dass die Operation Stamp-out gelingen kann. Verdammt schade, aber die Neuseeländer haben eben die Lala-Regierung, die sie sich gewählt haben.

Eine Exit-Strategie in irgendeiner Form ist sicherlich in Planung, auch wenn dazu noch nichts Genaues bekannt ist. Vielleicht fällt man am 23.04.2020 auf Level 3 zurück, oder Level 4 wird verlängert, oder man entlässt wenigstens kaum gefährdete Altersgruppen aus dem Lockdown. Wir werden sehen.

Klar ist, dass die neuseeländische Wirtschaft durch einen längerfristigen totalen Level 4 Lockdown schweren Schaden nehmen wird. Klar ist auch, dass durch Massenarbeitslosigkeit und Absinken des Lebensstandards Menschen sterben werden. Wir können nur hoffen, dass die Regierung Ardern zukünftig rationaler und professioneller mir der Lage umgehen wird als bisher. Es steht viel auf dem Spiel für unser Land.

Soll man nach Neuseeland reisen? Praktische Überlegungen

Dieser Abschnitt ist inzwischen nur noch für Neuseeländer relevant, die sich momentan außerhalb Neuseelands aufhalten, da das Auswärtige Amt seit dem 16.03.2020 von allen Auslandsreisen abrät, Neuseeland seit dem 19.03.2020 seine Grenze fast vollständig – siehe ganz oben – geschlossen hat und der regelmäßige Flugbetrieb nach Neuseeland eingestellt wurde.

Prinzipiell: jetzt ist die Zeit um an dem Ort zu sein, wo sich Eure belastbarsten sozialen Netzwerke befinden und wo ihr notfalls die beste medizinische Unterstützung erwarten könnt.

Für die meisten heißt das, dass ihr der Aufforderung der neuseeländischen Regierung folgen und nach Hause fliegen solltet.

Flüge nach Neuseeland enthalten fast immer ein oder zwei Langstrecken, also Flüge, die weit mehr als die acht Stunden dauern die laut „Wissenschaft“ (man vergebe mir die unerträglich klobige FFF Lingo) trotz durchdachter Filter- und Luftaustauschtechnologien ein Ansteckungsrisiko darstellen. Ich persönlich würde es dennoch in Kauf nehmen, wenn ich mir sicher wäre, dass mein Immunsystem gut in Schuss ist, oder mit anderen Worten

  • keine erheblichen Vorerkrankungen bestehen, und
  • die kritische Altersgrenze von 50 (manche reden eher von 60) Jahren noch nicht überschritten ist,

und ich Neuseeland wirklich als momentan beste Option betrachten würde.

Daneben – klar – ist im Langstreckenflieger peinlichst auf Hygiene zu achten (Grippe- und Coronaviren können auf unbelebten Oberflächen, z.B. Armlehnen, Klapptische, tagelang aktiv bleiben), also desinfizierende Tücher mitbringen und benutzen, ungewaschene Finger generell von Mund, Nase und Augen lassen und die Nähe zu Mitreisenden meiden. Wer jetzt noch einen Mundschutz organisieren kann, sollte das tun und ggf. im Flugzeug nutzen, z.B. falls der Flug dicht gepackt ist.

Schnell nach Neuseeland abhauen bzw. dort die Plage aussitzen?

In den Wochen seit der ersten Veröffentlichung dieses Artikels ist klar geworden, dass die relative Nähe Neuseelands zu China, die zunächst wie ein Nachteil erschien inzwischen praktisch ins Gegenteil umgeschlagen ist. Italien und Spanien sind jetzt die am heftigsten durchseuchten Länder der Welt, noch weit vor China oder sogar dem Iran, Deutschland ist auf dem besten Wege sich ähnlich zu entwickeln. Neuseeland sitzt mit noch relativ geringen Fallzahlen bislang in einer ruhigeren Ecke.

Bleiben muss das nicht so, allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass sich die Lage in Deutschland in den nächsten Monaten zum Besseren wenden wird. Die Realität ist, dass junge, weitgehend gesunde Menschen anscheinend nicht viel von COVID-19 zu befürchten haben und sich auch nicht bei Reisen in Länder einschränken müssen, die weniger betroffen sind als Deutschland. Für Angehörige der Risikogruppen stellt sich dagegen die Frage, ob sie sich die lange Anreise zumuten wollen (siehe oben) und was wäre, wenn sie in Neuseeland krank würden und dort von ihrer normalen sozialen Umgebung und ihrer vertrauten Gesundheitsversorgung abgeschnitten wären. Wenn Leser, die in diese Kategorie fallen in Neuseeland gut konnektiert sind, sicher englisch sprechen, ordentlich versichert sind (Stichwort „Pandemieausschluss“: klärt mit Eurem Versicherer, ob er die Kosten tragen wird, falls es zu einer COVID-19 Erkrankung kommen sollte!) und vielleicht noch ein Landhaus in der neuseeländischen Provinz besitzen, mag es die Sache wert sein. Ansonsten wahrscheinlich nicht.

Im übrigen ist in Neuseeland der Winter nicht mehr weit, d.h die ganz normale Grippesaison könnte mit einem Umsichgreifen von COVID-19 zusammenfallen, was kein gutes Szenario wäre, jedenfalls nicht, wenn man nicht gegen Influenza geimpft ist.

Wenn ihr euch als deutsche Reisende (also nicht neuseeländische Staatsbürger oder „permanent residents“) bereits in Neuseeland aufhält und ihr guten Grund zur Annahme habt, dass ihr im Ernstfall nicht irgendwie durch neuseeländische Versorgungsnetz fallen würdet, ist es meiner Meinung (!) nach besser in Neuseeland zu bleiben als jetzt noch ins sehr stark mit Corona belastete Europa zurückzukehren. Voraussetzung ist natürlich zeitliche Flexibilität und eine ausreichend große Kriegskasse.

Coronavirus und der Alltag in Neuseeland

Die Krise ist mit voller Wucht in Neuseeland angekommen. Strikte Ausgangssperren bestehen seit Null Uhr, Donnerstag den 26.03.2020.

Über die ersten Auswirkungen auf das alltägliche Leben, die sich seit Anfang Februar abzuzeichnen begannen, regt sich inzwischen niemand mehr auf. Die sonst so beliebten China Restaurants wurden gemieden, Chinesen, oder Asiaten insgesamt, etwa mussten sich schiefe Blicke, Ablehnung und ganze Straßenbreiten Abstand gefallen lassen – BIG DEAL! Laut seiner Heiligkeit, des amtierenden Bürgermeisters von Auckland, Phil Goff, Belege für Rassismus und einen Mangel an menschlicher Solidarität – als wäre instinktiver Selbstschutz verwerflich und als würde die Welt prinzipiell der (im weitesten Sinn) „Verursachergruppe“ Sympathie schulden.

Auch in Neuseeland wird von offizieller und medialer Seite versucht Handel und Verzehr von Wildtieren in China (oder ein Unfall in einem Labor?), die sehr wahrscheinlich zum Ausbruch der Seuche führten totzuschweigen, oder gar zu einer unvorhersehbaren Naturkatastrophe umzudeklarieren und die Sinosphäre von jeglicher Verantwortung freizusprechen. Das darf man natürlich auch anders sehen. Ich finde es jedenfalls bemerkenswert wie maximal aggressiv die KP Chinas versucht den weltweiten Diskurs zu diktieren und berechtigte Fragen nach der chinesischen Verantwortung bis hin zu Entschädigungszahlungen im Keim erstickt. Wäre die globale Öffentlichkeit ebenso verständnisvoll, wenn, sagen wir, der Coronaausbruch auf eine Jagdexpedition alter weißer Männer (vielleicht sogar mit SUV) in Norwegen oder Schweden zurückzuführen wäre? Fragen.

Seit Bekanntwerden des ersten Coronafalles in Neuseeland Ende Februar kam es zumindest in Auckland phasenweise zu Hamsterkäufen in den Supermärkten, eher ruhige Tage wechselten sich mit hektischeren ab, je nach Nachrichten- und allgemeiner Stimmungslage.

In kleineren Orten besteht seit dem Lockdown zwar keine Versorgungsnotlage, aber man darf auch nicht wählerisch sein, was die Lebensmittel angeht mit denen man während des Lockdown vorlieb nehmen muss. Die üblichen Kandidaten wie Klopapier und Flüssigseife sind in Neuseeland auch schwer zu bekommen, außerdem ist Mehl rar.

Corona und Jacinda

Aufgrund seiner Isolation hätte Neuseeland potentiell der einzige Ort in der westlichen Welt bleiben können, in dem sich COVID-19 erst einmal nicht festsetzt. Hätte. Denn daran zeigte die Premierministerin bis zum 19.03.2020 offenbar kein Interesse, oder wie sonst kann man sich erklären, dass sie wertvolle Wochen verstreichen ließ, bevor sie endlich den Flugverkehr nach Neuseeland kappte und noch heute daran festhält bei der Selbstquarantäne nach Ankunft auf den guten Willen der Betroffenen zu bauen?

Jacinda Ardern ist auch in der Krise eine gnadenlose Globalistin geblieben, die die vitalen Interessen Neuseelands nachrangig behandelt. Ihr Agieren vermittelt den Eindruck, dass es in ihren Augen unsolidarisch wäre an der Pandemie nicht teilzunehmen und vielleicht erhofft sich Ardern von der Epidemie unterschwellig auch eine gewisse Begradigung demografischer Schiefstände. So schrecklich die Seuche sich letztlich auch entwickeln und Leid über die Menschen in Neuseeland bringen mag: hoffentlich bedeutet sie auch das Ende einer Gattung Politiker deren Inkompetenz, Arroganz und – ja – Unmenschlichkeit unsere Gesellschaften an den Rand des Zivilisationsverfalls gebracht haben.

Wenn der derzeitige Lockdown erfolgreich verläuft und den Wuhan-Virus tatsächlich auslöscht, kann sich Neuseeland natürlich danach als Corona-freie Zone präsentieren,  vorübergehend zur begehrtesten Touristendestination aller Zeiten avancieren und damit die Superreichen in ihren Privatjets und Yachten anlocken und ordentlich zur Kasse bitten. Würde es so kommen werden die schrecklichen Versäumnisse der Regierung Ardern wahrscheinlich bald wieder vergessen sein und alles bei Alten bleiben 🙁

Andere „Fluchtwege“

Stand 29.03.2020 ist das Wuhan-Virus in fast allen Staaten der Welt angekommen. Ein paar pazifische Inselstaaten in der unmittelbaren Nachbarschaft Neuseelands wie Tonga und Vanuatu melden aber immerhin noch keine Infizierten.

Nützt das was?

Ich bezweifle diese Angaben. Die chinesische Präsenz zumindest auf Vanuatu ist erdrückend und es ist schwer vorstellbar, dass die Seuche dort nicht eingeschleppt wurde. Bleibt noch Tonga – aber wäre man dort überhaupt willkommen und wie käme man da jetzt hin? Mit einer privaten Yacht vielleicht noch. Aber ehrlich gesagt, wer gerade mit einer gut bevorrateten Yacht auf den Weltmeeren unterwegs ist, ist wahrscheinlich besser beraten auf See zu bleiben und die nächsten Monate auszusitzen, statt nach Inseln zu suchen die vielleicht noch nicht infiziert sind. Wenn überhaupt, dann kommen jetzt nur noch unbewohnte Inseln in Frage.

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Ob COVID-19 genauso schnell verschwinden wird wie es auftauchte werden die nächsten Monate zeigen.

Ich vermute eher nicht und die vergangenen Wochen und Tage gebe mir da leider Recht. Die Krankheit scheint sehr viel ansteckender als zunächst gehofft, es ist gesichert, dass auch Träger des Virus, die symptomfrei sind andere anstecken können und das Virus besitzt möglicherweise (!) – ähnlich wie Milzbrand oder HIV – die Fähigkeit sich symptomfrei einzunisten und erst bei einer Schwächung des Immunsystems die Lungen anzugreifen (‚Reinfektionen‘ scheinbar Geheilter). Insgesamt ist das Virus der Wissenschaft erst wenige Monate bekannt und man ist gut beraten ihm mit Respekt zu begegnen.

Absolut sicher ist dagegen, dass die vielen Millionen chinesischer Geschäftsleute und Glücksritter, die in Afrika und anderen Ländern der Dritten Welt aktiv sind, dort auf nicht existente Gesundheitssysteme treffen, die bestens geeignet sind das Virus auf alle Zeiten zu verstetigen. Andererseits sieht es so aus, als würde sich das Virus besonders effektiv in Ländern verbreiten, in denen saisonal trockenes und kaltes Wetter herrscht: Japan, Korea, Iran, jetzt auch Europa mit – nicht überraschend – Mailand als Seuchenherd. Wer Mailand kennt, weiß, dass sich nur wenige Blöcke von der Piazza del Duomo eines der größten Chinatowns Europas angesiedelt hat.

Bis Medikamente oder ein Impfstoff entwickelt sind, wird uns das chinesische Coronavirus wohl noch beschäftigen.

Andererseits ist es auch zu früh sich im Stil des Decamerone einzuschließen um die Pest auszusitzen. Für mich selbst würde ich es für vertretbar halten auch jetzt noch nach Neuseeland zu reisen oder dort zu bleiben, zumindest solange in Downunder Spätsommer ist und ich überhaupt noch eine Möglichkeit finden würde in diesen außergewöhnlichen Zeiten diese Reise zu organisieren.

Passt jedenfalls alle gut auf Euch auf!

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