FactSheet: Neuseeland in Zeiten des Coronavirus

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Die neuseeländische Regierung hat lange gezögert, ist am 2. Februar 2020 aber doch noch dem Vorbild Australiens und der USA gefolgt und hat ähnlich strikte Reisebeschränkungen zur Eindämmung des Wuhan Coronavirus in Neuseeland erlassen, und danach sukzessive verschärft.

+++ Aktuelle Fallzahlen und Information zu Corona in Neuseeland +++

+++ Seit dem 10.04.2020 müssen alle in Neuseeland Ankommenden in eine verpflichtende, überwachte zweiwöchige Quarantäne +++

+++ Seit dem 08.06.2020 ist Neuseeland coronafrei und es gilt Coronastufe 1, die Neuseeland in so etwas wie weitgehende vor-Corona Normalität zurückführt; damit beenden wir die Updates dieses Artikels +++

So sehen die offiziellen Reiseeinschränkungen aus

Seit dem 19.03.2020 23:59 Ortszeit Neuseeland besteht ein komplettes Einreiseverbot nach Neuseeland mit den folgenden Ausnahmen:

  • Neuseeländische Staatsangehörige oder ‚permanent residents‚ (also Inhaber einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung).
  • Nicht-neuseeländische unmittelbare Familienangehörige von Staatsbürgern oder ‚permanent residents‘, die sich auf dem selben Flug oder Schiff befinden, wobei Familienangehörige hier als (Ehe)Partner, Eltern oder Kinder unter 24 Jahren definiert sind.
  • Australische Staatsangehörige oder ‚permanent residents‘, falls sich deren Lebensmittelpunkt in Neuseeland befindet.
  • Einzelfälle mit (vorheriger) Sondergenehmigung der neuseeländischen Einwanderungsbehörde in den Kategorien: (a) „Familienzusammenführung“ (Leute mit gültigem Visum für Neuseeland, die zu ihrem Partner, der/die sich bereits in Neuseeland befindet nachreisen wollen), (b) essentielle Arbeitskräfte (z.B. in medizinischen Berufen), (c) samoanische und tonganische Staatsangehörige, die aus triftigem Grund nach Neuseeland reisen müssen, (d) humanitäre Härtefälle.

Alle Einreisenden müssen bei Ankunft in Neuseeland eine verpflichtende vierzehntägige Quarantäne antreten. Dazu hat die Regierung eine Anzahl von Hotels gemietet, in denen Reisende bei Ankunft untergebracht und überwacht werden.

Diese Regelungen gelten bis auf Weiteres, werden aber immer wieder angepasst. Wir werden auch weiterhin versuchen sie hier aktuell zu halten.

De facto hat Neuseeland also seit dem 19.03.2020 – endlich und längst überfällig – die Zugbrücken hochgezogen.

Corona Quarantäne zum Selbermachen?

Ein Unsinn, der seit dem 10.04.2020 erst einmal der Vergangenheit angehört. Gott sei dank. Die Politik der bis zu diesem Datum gängigen „Selbstisolation“ hatte schließlich dazu geführt, dass Corona ins Land eingeschleppt wurde, offensichtlich von Leuten, die sich nicht an die Regeln hielten.

Mit der weitgehenden Einstellung des Flugverkehrs nach Neuseeland (hier die Liste der wenigen Linienflüge, die noch in Auckland ankommen) hat sich das Problem in den letzten Tagen und Wochen natürlich beinahe von selbst gelöst, weil die Anzahl der Einreisen inzwischen so gering ist, dass alle problemlos in einigen von Beamten überwachten Hotels untergebracht werden können.

Allerdings hat der fahrlässige Umgang der Regierung mit importierter Infektion in den ersten Monaten der Pandemie Neuseeland bereits immensen Schaden zugefügt.

Die Corona Strategie der neuseeländischen Regierung

Stamp-out vs …

Nach qualvoller Unentschlossenheit hat sich die Regierung Ardern am 23.03.2020 für die Option des ‚Austretens‘ (stamp out) entschieden, sprich eine weitgehende Ausgangssperre soll in den kommenden Wochen dafür sorgen, dass das Virus sich in Neuseeland komplett ausbrennt. Danach wird sich ein (hoffentlich) coronafreies Neuseeland auch weiterhin isolieren – Quarantäne der wenigen noch ins Land Kommenden wird dann wahrscheinlich nicht über Selbstisolation, sondern überwachte Quarantänestationen laufen – bis Medikamente oder noch besser eine Impfung entwickelt sein werden. Zeithorizont des Ganzen: vermutlich 12 – 18 Monate. So jedenfalls der Gedanke.

… Flatten-the-curve

In Neuseeland besteht diese Möglichkeit wegen der geringen Fallzahlen gerade noch, während Australien das Zeitfenster dafür verpasst hat und nur den Flatten-the-Curve Weg gehen kann, den die deutsche Regierung von Anfang an im Blick hatte. Also die Verbreitungsgeschwindigkeit des Virus in einem Maß eingedämmen, das es den Krankenhäusern erlaubt die Versorgung aufrecht zu erhalten. Die allmählich durchseuchte Bevölkerung wird schrittweise immun (oder stirbt), der Rest kann irgendwann geimpft werden.

Am 21.03.2020 verkündete Premierminsterin Ardern entsprechend die Einführung eines Stufensystems zur Bekämpfung der Corona-Epidemie in Neuseeland (das zwei Tage später bereits von der Realität auf Stufe 4 katapultiert wurde):

  • Stufe 1: Einzelne, importierte Infektionen – Einreisebeschränkungen, keine Massenveranstaltungen, Isolation Infizierter und deren Kontaktpersonen
  • Stufe 2: Steigende Zahl von Infektionen – Verschärfte Einreisebeschränkungen (wie sie seit dem 19.03.2020 galten und nun wieder seit dem 14.05.2020 gelten), fortschreitende Desozialisierung (möglichst viel Home Office, Verzicht auf unnötige Inlandsreisen, Absage von Veranstaltungen)
  • Stufe 3: Infektionsketten beginnen außer Kontrolle zu geraten – Schließung öffentlicher Räume und nicht-essenzieller Firmen und Geschäfte
  • Stufe 4: Unkontrollierte Ausbreitung der Krankheit – Kompletter Lock-down mit Ausnahme der Aufrechterhaltung lebenswichtiger Funktionen.

Im Moment befindet sich Neuseeand auf Stufe 2.

Neuseeland befand sich etwa fünf Wochen lang auf Stufe 4 was in etwa dem entsprach, was in Italien im März und April praktiziert wurde. Das heißt Polizei patrouillierte die Straßen um die Ausgangssperre durchsetzen.

Die Regierung hatte damit endlich anerkannt, dass sie versuchen musste das Virus auszumerzen, oder sehr viele Tote riskieren würde, weil das neuseeländische Gesundheitssystem unter dem Ansturm Coronakranker schnell zusammenbrechen würde.

Der Blick nach Italien und ein wenig Mathematik machen deutlich warum das die einzig rationale Vorgehensweise ist. Offiziell sind in Italien im Moment etwa 200.000 Menschen infiziert. Die eigentliche Zahl dürfte bei 2.000.000 liegen was etwa 3,0% der Bevölkerung entspricht. Stand heute ist die medizinische Versorgung in Italien mit der Infektionsrate von nur 3% der Bevölkerung schon völlig überfordert: Menschen sterben zu tausenden. Was also würde passieren, wenn 10, 20 oder 30% der Bevölkerung innerhalb weniger Wochen infiziert würden? Das Ende medizinischer Versorgung. Jeder neu Erkrankte könnte nur noch hoffen selber zu gesunden oder zu sterben.

Auch wenn es sich bei den Opfern des Wuhan-Virus großteils „nur“ um Kranke und Alte handelt, ist es politisch auch in Neuseeland nicht tragbar die weiße Flagge zu hissen und Massengräber auszuheben, wie es im Moment anscheinend im Iran geschieht.

Kann das klappen?

Ich denke, dass es gerade in Neuseeland sinnvoll ist zu versuchen COVID-19 komplett auszutreten. Vier oder fünf Wochen Lockdown kann man in so ein Unterfangen sicherlich investieren.

Klar ist, dass die neuseeländische Wirtschaft durch einen längerfristigen totalen Level 4 Lockdown schweren Schaden nimmt. Klar ist ebenso, dass durch Massenarbeitslosigkeit und in der Folge Absinken des Lebensstandards Menschen sterben werden. Wir können nur hoffen, dass die Regierung Ardern zukünftig rationaler und professioneller mir der Lage umgehen wird als bisher. Es steht viel auf dem Spiel für unser Land.

Soll man nach Neuseeland reisen? Praktische Überlegungen

Dieser Abschnitt ist inzwischen nur noch für Neuseeländer relevant, die sich momentan außerhalb Neuseelands aufhalten, da das Auswärtige Amt seit dem 16.03.2020 von allen Auslandsreisen abrät, Neuseeland seit dem 19.03.2020 seine Grenze fast vollständig – siehe ganz oben – geschlossen hat und der regelmäßige Flugbetrieb nach Neuseeland großteils eingestellt wurde.

Prinzipiell: jetzt ist die Zeit um an dem Ort zu sein, wo sich Eure belastbarsten sozialen Netzwerke befinden und wo ihr notfalls die beste medizinische Unterstützung erwarten könnt.

Für die meisten heißt das, dass ihr der Aufforderung der neuseeländischen Regierung folgen und nach Hause fliegen solltet.

Flüge nach Neuseeland enthalten fast immer ein oder zwei Langstrecken, also Flüge, die weit mehr als die acht Stunden dauern die laut „Wissenschaft“ (man vergebe mir die unerträglich klobige FFF Lingo) trotz durchdachter Filter- und Luftaustauschtechnologien ein Ansteckungsrisiko darstellen. Ich persönlich würde es dennoch in Kauf nehmen, wenn ich mir sicher wäre, dass mein Immunsystem gut in Schuss ist, oder mit anderen Worten

  • keine erheblichen Vorerkrankungen bestehen, und
  • die kritische Altersgrenze von 50 (manche reden eher von 60) Jahren noch nicht überschritten ist,

und ich Neuseeland wirklich als momentan beste Option betrachten würde.

Daneben – klar – ist im Langstreckenflieger peinlichst auf Hygiene zu achten (Grippe- und Coronaviren können auf unbelebten Oberflächen, z.B. Armlehnen, Klapptische, tagelang aktiv bleiben), also desinfizierende Tücher mitbringen und benutzen, ungewaschene Finger generell von Mund, Nase und Augen lassen und die Nähe zu Mitreisenden meiden. Wer jetzt noch einen Mundschutz organisieren kann, sollte das tun und ggf. im Flugzeug nutzen, z.B. falls der Flug dicht gepackt ist.

Schnell nach Neuseeland abhauen bzw. dort die Plage aussitzen?

In den Wochen seit der ersten Veröffentlichung dieses Artikels ist klar geworden, dass die relative Nähe Neuseelands zu China, die zunächst wie ein Nachteil erschien inzwischen praktisch ins Gegenteil umgeschlagen ist. Italien und Spanien sind jetzt die am heftigsten durchseuchten Länder der Welt, noch weit vor China oder sogar dem Iran, Deutschland ist auf dem besten Wege sich ähnlich zu entwickeln. Neuseeland sitzt seit dem Stufe 4 Stamp-out mit relativ geringen Fallzahlen in einer ruhigeren Ecke.

Bleiben muss das nicht so, allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass sich die Lage in Deutschland in den nächsten Monaten zum Besseren wenden wird. Die Realität ist, dass junge, weitgehend gesunde Menschen anscheinend nicht viel von COVID-19 zu befürchten haben und sich auch nicht bei Reisen in Länder einschränken müssen, die weniger betroffen sind als Deutschland. Für Angehörige der Risikogruppen stellt sich dagegen die Frage, ob sie sich die lange Anreise zumuten wollen (siehe oben) und was wäre, wenn sie in Neuseeland krank würden und dort von ihrer normalen sozialen Umgebung und ihrer vertrauten Gesundheitsversorgung abgeschnitten wären. Wenn Leser, die in diese Kategorie fallen in Neuseeland gut konnektiert sind, sicher englisch sprechen, ordentlich versichert sind (Stichwort „Pandemieausschluss“: klärt mit Eurem Versicherer, ob er die Kosten tragen wird, falls es zu einer COVID-19 Erkrankung kommen sollte!) und vielleicht noch ein Landhaus in der neuseeländischen Provinz besitzen, mag es die Sache wert sein. Ansonsten wahrscheinlich nicht.

Im übrigen ist in Neuseeland der Winter nicht mehr weit, d.h die ganz normale Grippesaison könnte mit einem erneuten Umsichgreifen von COVID-19 zusammenfallen, was kein gutes Szenario wäre, jedenfalls nicht, wenn man nicht gegen Influenza geimpft ist.

Wenn ihr euch als deutsche Reisende (also nicht neuseeländische Staatsbürger oder „permanent residents“) bereits in Neuseeland aufhält und ihr guten Grund zur Annahme habt, dass ihr im Ernstfall nicht irgendwie durch neuseeländische Versorgungsnetz fallen würdet, ist es meiner Meinung (!) nach besser in Neuseeland zu bleiben als jetzt noch ins sehr stark mit Corona belastete Europa zurückzukehren. Voraussetzung ist natürlich zeitliche Flexibilität und eine ausreichend große Kriegskasse.

Coronavirus und der Alltag in Neuseeland

Über die ersten Auswirkungen auf das alltägliche Leben, die sich seit Anfang Februar abzuzeichnen begannen, regt sich inzwischen niemand mehr auf. Die sonst so beliebten China Restaurants wurden gemieden, Chinesen, oder Asiaten insgesamt, etwa mussten sich schiefe Blicke, Ablehnung und ganze Straßenbreiten Abstand gefallen lassen – BIG DEAL! Laut seiner Heiligkeit, des amtierenden Bürgermeisters von Auckland, Phil Goff, Belege für Rassismus und einen Mangel an menschlicher Solidarität – als wäre instinktiver Selbstschutz verwerflich und als würde die Welt prinzipiell der (im weitesten Sinn) „Verursachergruppe“ Sympathie schulden.

Auch in Neuseeland wird von offizieller und medialer Seite versucht Handel und Verzehr von Wildtieren in China (oder ein Unfall in einem Labor?), die sehr wahrscheinlich zum Ausbruch der Seuche führten totzuschweigen, oder gar zu einer unvorhersehbaren Naturkatastrophe umzudeklarieren und die Sinosphäre von jeglicher Verantwortung freizusprechen. Das darf man natürlich auch anders sehen. Ich finde es jedenfalls bemerkenswert wie maximal aggressiv die KP Chinas versucht den weltweiten Diskurs zu diktieren und berechtigte Fragen nach der chinesischen Verantwortung bis hin zu Entschädigungszahlungen im Keim erstickt. Wäre die globale Öffentlichkeit ebenso verständnisvoll, wenn, sagen wir, der Coronaausbruch auf eine Jagdexpedition alter weißer Männer (vielleicht sogar mit SUV) in Norwegen oder Schweden zurückzuführen wäre? Fragen.

Seit Bekanntwerden des ersten Coronafalles in Neuseeland Ende Februar kam es zumindest in Auckland phasenweise zu Hamsterkäufen in den Supermärkten, eher ruhige Tage wechselten sich mit hektischeren ab, je nach Nachrichten- und allgemeiner Stimmungslage.

In kleineren Orten besteht seit dem Lockdown zwar keine Versorgungsnotlage, aber man darf auch nicht wählerisch sein, was die Lebensmittel angeht mit denen man während des Lockdown vorlieb nehmen muss. Die üblichen Kandidaten wie Klopapier und Flüssigseife sind in Neuseeland schwer zu bekommen, außerdem ist Mehl rar.

Corona und Jacinda

Aufgrund seiner Isolation hätte Neuseeland potentiell der einzige Ort in der westlichen Welt bleiben können, in dem sich COVID-19 erst einmal nicht festsetzt. Hätte. Denn daran zeigte die Premierministerin bis zum 19.03.2020 offenbar kein Interesse, oder wie sonst kann man sich erklären, dass sie wertvolle Wochen verstreichen ließ, bevor sie endlich den Flugverkehr nach Neuseeland kappte und noch bis Mitte April daran festhielt bei der Selbstquarantäne nach Ankunft auf den guten Willen der Betroffenen zu bauen?

Jacinda Ardern ist auch in der Krise eine gnadenlose Globalistin geblieben, die die vitalen Interessen Neuseelands nachrangig behandelt. Ihr Agieren vermittelt den Eindruck, dass es in ihren Augen unsolidarisch wäre an der Pandemie nicht teilzunehmen und vielleicht erhofft sich Ardern von der Epidemie unterschwellig auch eine gewisse Begradigung demografischer Schiefstände. So schrecklich die Seuche sich letztlich auch entwickeln und Leid über die Menschen in Neuseeland bringen mag: hoffentlich bedeutet sie auch das Ende einer Gattung Politiker deren Inkompetenz, Arroganz und – ja – Unmenschlichkeit unsere Gesellschaften an den Rand des Zivilisationsverfalls gebracht haben.

Wenn der derzeitige Lockdown erfolgreich verläuft und den Wuhan-Virus tatsächlich auslöscht, kann sich Neuseeland natürlich danach als Corona-freie Zone präsentieren,  vorübergehend zur begehrtesten Touristendestination aller Zeiten avancieren und damit die Superreichen in ihren Privatjets und Yachten anlocken und ordentlich zur Kasse bitten. Würde es so kommen werden die schrecklichen Versäumnisse der Regierung Ardern wahrscheinlich bald wieder vergessen sein und alles bei Alten bleiben 🙁

Andere „Fluchtwege“

Stand 29.03.2020 ist das Wuhan-Virus in fast allen Staaten der Welt angekommen. Ein paar pazifische Inselstaaten in der unmittelbaren Nachbarschaft Neuseelands wie Tonga und Vanuatu melden aber immerhin noch keine Infizierten.

Nützt das was?

Ich bezweifle diese Angaben. Die chinesische Präsenz zumindest auf Vanuatu ist erdrückend und es ist schwer vorstellbar, dass die Seuche dort nicht eingeschleppt wurde. Bleibt noch Tonga – aber wäre man dort überhaupt willkommen und wie käme man da jetzt hin? Mit einer privaten Yacht vielleicht noch. Aber ehrlich gesagt, wer gerade mit einer gut bevorrateten Yacht auf den Weltmeeren unterwegs ist, ist wahrscheinlich besser beraten auf See zu bleiben und die nächsten Monate auszusitzen, statt nach Inseln zu suchen die vielleicht noch nicht infiziert sind. Wenn überhaupt, dann kommen jetzt nur noch unbewohnte Inseln in Frage.

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Ob COVID-19 genauso schnell verschwinden wird wie es auftauchte werden die nächsten Monate zeigen.

Ich vermute eher nicht und die vergangenen Wochen und Tage gebe mir leider Recht. Die Krankheit scheint sehr viel ansteckender als zunächst gehofft, es ist gesichert, dass auch Träger des Virus, die symptomfrei sind andere anstecken können und das Virus besitzt möglicherweise (!) – ähnlich wie Milzbrand oder HIV – die Fähigkeit sich symptomfrei einzunisten und erst bei einer Schwächung des Immunsystems die Lungen anzugreifen (‚Reinfektionen‘ scheinbar Geheilter). Insgesamt ist das Virus der Wissenschaft erst wenige Monate bekannt und man ist gut beraten ihm mit Respekt zu begegnen.

Absolut sicher ist dagegen, dass die vielen Millionen chinesischer Geschäftsleute und Glücksritter, die in Afrika und anderen Ländern der Dritten Welt aktiv sind, dort auf nicht existente Gesundheitssysteme treffen, die bestens geeignet sind das Virus auf alle Zeiten zu verstetigen. Andererseits sieht es so aus, als würde sich das Virus besonders effektiv in Ländern verbreiten, in denen saisonal trockenes und kaltes Wetter herrscht: Japan, Korea, Iran, jetzt auch Europa mit – nicht überraschend – Mailand als Seuchenherd. Wer Mailand kennt, weiß, dass sich nur wenige Blöcke von der Piazza del Duomo eines der größten Chinatowns Europas angesiedelt hat.

Bis Medikamente oder ein Impfstoff entwickelt sind, wird uns das chinesische Coronavirus wohl noch beschäftigen. COVID-19 wird in Europa, das es aus krimineller  Gutmenschlichkeit abgelehnt hatte Maßnahmen gegen das Einsickern der Seuche aus China zu ergreifen wahrscheinlich mittelfristig wohl oder übel Teil des normalen Lebens bleiben. Neuseeland – touch wood – kann die Seuche vielleicht noch auslöschen und die Zahlen der letzten Tage machen sogar Hoffung für Australien. Taiwan, in ähnlich priviligierter Insellage, hat es allem Anschein nach fast schon geschafft.

Wenn es so käme würde Neuseeland umso mehr zu einem Sehnsuchtsziel vieler Deutscher werden. Eine Reise in eine Welt vor Corona, das wäre unschlagbar.

In der Zwischenzeit passt alle gut auf Euch auf!

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4 Responses to FactSheet: Neuseeland in Zeiten des Coronavirus

  1. Jürgen sagt:

    Wunderbarer Kommentar zu den „FunktionärInnen“, die der Traum Chinas sind.
    Der Medien Hype der linken Journalie ist unerträglich.

    Prof. Homburg: Wir haben 20.000 / 50.000 eher versterbende durch Infektionen im Krankenhaus, die durch Corona jetzt weniger werden … . Das kann man alles hinterfragen, insbesondere ob später 5/10% weniger Geld im Gesundheitssystem schaden … . Wenn dann Homburg mit Entlassung gedroht erinnert das schon an 1933.

    Meine Hoffnung sind eher schnelle Tests, beim einchecken, Stäbchen in den Hals, mit Maske in den Wartebereich und wer sauber ist darf fliegen. Der Test von Roche findet wohl jeden und bei jedem 500 wird ein Virus gemeldet, wo keiner ist.

    Fluchtziele sehe ich inzwischen als sinnlos an, selbst die Menschen in Madrid hatten wohl Probleme in die Ferienhäuser am Mittelmeer zu kommen, weil die Städter Sie aussperrten 🙂 .
    In den Feriengebieten hier wurden Autos beschmiert, die die falschen Kennzeichen hatten, was absurd ist.

    Ich schaue gespannt auf die Wahl Ende 2020 in Neuseeland.
    Trotz der blöden Viecher erscheint mir Australien inzwischen sinnvoller, wobei ich zu alt dafür bin.
    Cooles Video zu Australien: https://youtu.be/eNEeq5qGh8I
    (meine Hauptgefahr in Deutschland: Irre Autofahrer)

  2. Tim sagt:

    Hi Peter,

    dein Artikel ist ja nicht mehr ganz auf dem letzten Stand der Dinge, der Uebergang zu Level 2 fehlt :-).
    Ich bin mittlerweile hin und her gerissen. Wenn man Menschen wie Stefan Homburg (und vielen anderen Coronaleugnern (mein Favourite, nach Klimaleugnern. Das Framing funktioniert auch in der Krise)) glauben schenkt, sind alle Lockdowns unnötig, da die Kurve auch abflacht mit social distancing und Verbot von Massenveranstaltung und dergleichen. Ich denke, man wir in einiger Zeit Fazit ziehen, wenn man endlich vergleichbare Zahlen hat. Momentan ist es ja noch sehr schwer, überhaupt herauszufinden, was Apfel und Birnen sind und wie man sie potentiell korrelieren kann.
    Davon unbenommen ist NZ momentan in einer guten Situation was das Virus und dessen Verbreitung betrifft. Egal was genau gewirkt hat und ob man es auch ohne die grenzwertig harten Freiheitsbeschränkungen (vor allem für Familien mit kleinen Kindern) geschafft haette, spielt eine untergeordnete Rolle.
    Die Wirtschaft wiederum steht nicht so gut da. ich persönlich habe mit meiner Branche wohl Glück, da wird es immer Arbeit geben, aber der Tourismus und Bildungssektor ist schrott. Das Budget von gestern sieht eher nach gekaufter Wiederwahl aus.
    Die Ausweitungen der Polizeibefugnisse finde ich erschreckend. Das hätte ich von NZ so nicht erwartet. Zudem es mMn völlig überzogen ist, da Kiwis in meinen Augen generell vernünftig und folgsam sind. Aber vielleicht liege ich da falsch oder es zielt auf bestimmte Gruppen der Gesellschaft, die ich gerade nicht im Sinn habe.

    Am schlimmsten für mich war und ist aber die Propaganda im Radio, diese Covid-19 announcements wo mir diese seltsame Frauenstimme in Kindersprache mit laufenden Wasser als Hintergrundgeräusch erklärt, wie lange ich meine Hände zu waschen habe. Von der Kindergartensprache der PM Cindy mal ganz abgesehen. Und Souxsie Wiles…..

    Anyway, hoffe alle halten durch und dieser Spuk ist bald vorüber

    Beste Grüsse

    Tim

    • Peter sagt:

      Hi Tim

      Wenn ich mir überhaupt noch Zahlen zum Thema anschaue, dann vor allem die aus Schweden. Dort wird ja genau das versucht, also auf den gesunden Menschenverstand der Bürger zu setzen, plus ein paar Aktivitäten zu unterbinden bei denen Menschen sich in großer Stückzahl und über längere Zeit sehr nah kommen. Unseriöse Journalisten weltweit (also das Gegenteil von NZ2Go 🙂 ) warten nur darauf, dass Schweden außer Kontrolle gerät und gzwungen ist wieder brav ins linke Glied zurückfallen und Zwangsmaßnahmen einzuführen. Hätte Schweden keine – ansonsten – stramm linke Regierung, wäre das Land sicher noch einer viel extremeren Diffamierung ausgesetzt als jetzt der Fall ist. Siehe auch GB, das im wesentlichen anfangs ja auch das schwedische Modell verfolgte.

      NZ hat bei Operation Stamp-out gerade noch einmal die Kurve gekriegt, was uns alle freut. Es ist sogar möglich, dass Australien es auch noch schafft (bei denen hat das Pestschiff „Ruby Princess“ bei der Virusverbreitung allerdings ganze Arbeit geleistet). Falls es so läuft, gäbe es zumindest für unsere Tourismusbranche wieder halbwegs Hoffnung.

      Natürlich beruht der Stamp-out auf der Annahme, dass es in endlicher Zeit einen guten Impfstoff oder wirksame Medikamente geben wird. Das ist der springende Punkt. In Schweden glaubt man nicht daran und handelt entsprechend. Alles hängt jetzt von Wissenschaft und Forschung ab. Die Oxford Vaccine Group wird im Juni die Ergebnisse der ersten Phase der klinischen Versuche bekannt geben. Das wird spannend. Die haben mit Corona-Viren meines Wissens international die größte Erfahrung. Das heutige Statement von BoJo zum Thema ist in dem Zusammenhang ernüchternd. Man muss annehmen, dass er weiß was in Oxford passiert.

      Was sich immer mehr herauskristallisiert ist jedenfalls eine ungute Ähnlichkeit zwischen Deutschland und Neuseeland in wichtigen politischen und sozialen Belangen. Beide werden von FunktionärInnen geführt, die im Sozialismus verwurzelt sind, noch nie echt gearbeitet haben und keine Ahnung vom realen Leben haben. Beider Politik ist fundamental irrational-emotional und großteils einfach auch inkompetent (offene-Grenzen-Quatsch mitten in einer Pandemie). Beide werden von den internationalen Medien systematisch hochgeschrieben. Beide sind sicher auch Traumbesetzungen im Sinne der KP Chinas, die absurd schwache Führungspersönlichkeiten in der gesamten westlichen Welt unterstützt um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Bürgerrechte zu zersetzen. Dass sich Deutsche wie Kiwis die totalitären Tendenzen ihrer FührerInnen fast klaglos gefallen lassen wundert mich momentan jedenfalls nicht. Um signifikanten Widerstand gegen den Nanny-State zu finden, müsstest Du wahrscheinlich eins weiter nach Australien ziehen. Die schauen auch nicht tatenlos zu wenn China versucht deren Politik und Gesellschaft zu domninieren.

      Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es in naher Zukunft keinen Impfstoff geben wird und wir uns alle mit der gelben Pest arrangieren müssen. Und dass die Situation von der üblichen Klientel skrupellos für Ihre machtpolitischen Zwecke genutzt werden wird. Ein schönes Bild ist das nicht, aber genauso funktioniert das Leben. Letztlich wird das Leben aber weitergehen und süßer denn je werden für diejenigen die dann noch da sind … und die Wahrscheinlichkeit ist überwältigend, dass Du und die Deinen dabei sein werden.

      Passt auf Euch auf und „good luck to us all“!

      Gruß,
      Peter

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