FactSheet: Unser tägliches Brot, oder “Warum ist hier alles so teuer?”

Lesedauer: 8 Minuten

Wenn einer einen Blog schreibt – liest er erst mal, was denn die anderen so schreiben.

Was ich zu Lebenshaltungskosten in Neuseeland fand, war wenig konkret, meistens verschwommene Verweise auf statistisches Zahlenwerk, oder unhaltbare Aussagen über die angebliche Billigkeit der Lebenshaltung. Deshalb zu Beginn dieser Artikelserie eine ganz konkrete Liste zu ganz konkreten Dingen, die jeder kennt und braucht …

Eat, Drink, Man, Woman

Stand 01.11.2010, ungefährer Wechselkurs: 1 EUR = 1,80 NZD, mit Aktualisierung 01.06.2012, ungefährer Wechselkurs: 1 EUR = 1,60 NZD. Ich habe in einem Supermarkt einfach die Preise von ein paar Artikeln, die mir mit in Deutschland erhältlichen vergleichbar erschienen, notiert. Es handelt sich also um keine Erhebung mit wissenschaftlichem Anspruch. Hier und da habe ich der Einfachheit halber die Beträge gerundet. Trotzdem vermittelt die Liste einen Eindruck der Lage im Bereich Alltagseinkäufe (hier auch als PDF zum Download: Supermarktpreise Auckland Stand 2015):

11/2010 06/2012 01/2015 01/2015
[in NZD] [in NZD] [in NZD] [in EUR]
1l Milch (billigste No-Name Hausmarke) 1,80 1,95 2,35 1,60
1l Markenmilch 2,20 2,50 4,00 2,60
500g Butter 4,00 3,70 5,50 3,70
500g Spaghetti 2,00 2,30 2,00 1,30
500ml Olivenöl 7,00 7,00 6,00 4,00
750g Nutella 10,20 10,20 10,50 7,00
500g Honig (billigste No-Name Hausmarke) 4,00 5,50 7,60 5,00
500g Honig Markenware etwa ab 6,00 6,50 10,00 6,50
1kg Kartoffeln 2,50 2,00 3,00 2,00
Bananen pro kg 2,99 1,99 3,00 2,00
Äpfel pro kg 3,95 3,50 5,50 3,70
Tomaten pro kg 4,97 8,00 4,00 2,70
Blumenkohl pro Stück 3,98 2,80 4,00 2,70
Zwiebeln pro kg 1,50 1,70 2,00 1,30
Brokkoli pro Stück 1,75 1,80 2,00 1,30
100g Kelloggs Cornflakes 1,00 1,50 1,00 0,70
1l Fruchtsaft (nicht frisch) 3,00 3,60 2,50 1,70
1kg Rump Steak 13,00 22,00 27,00 18,00
1 ganzes, frisches Huhn 10,00 10,00 15,00 10,00
100g neuseeländischer geräucherter Lachs (Scheiben) 6,00–12,00 9,00-12,00 10,00 6,70
600 ml Sprite (gekühlt) 3,00 3,50 4,00 2,70
Toastbrot in Scheiben
(billigste No-Name Hausmarke)
1,50 1,70 2,50 1,70
1 Marsriegel (53g) 1,73 1,89 2,00 1,30
1 Tube Colgate Total 12 (110g) 4,50 4,50 5,00 3,30
500 ml Listerine Mundspülung 8,00 8,00 8,00 5,30
100 g Lynx Deodorant 6,10 6,30 7,00 4,70
Nivea for Men Post Shave Balm 12,85 14,29 14,00 9,30
Tampon pro Stück 0,30 0,30 0,35 0,23
2 kg Persil 17,37 17,37 17,00 11,30

QED. Billig kann man das nicht nennen. Übrigens sagen das nicht nur die Zahlen, sondern zum Beispiel auch Neuseeländer, die aus Übersee zurückkehren und sich laut über die Preise wundern, zuletzt ein bekannter Rugbyspieler, dessen Aussagen nach Rückkehr aus Großbritannien allerdings als Miesmacherei schnell wieder aus der öffentlichen Psyche verdrängt wurden. Die Preisvariationen zwischen den üblichen Supermärkten (die es in jeder Kleinstadt gibt) wie Pak’n’Save (die neuseeländische Antwort auf Aldi und Lidl), New World oder Countdown sind übrigens gering, wobei allerdings Pak’n’Save im Allgemeinen am günstigsten ist. Das gilt – wenn wir schon dabei sind – auch für Benzin. Plusminus 1 Cent ist die übliche Spanne (auf dem Land etwas teurer als in der Stadt), es hat also keinen Sinn, langwierig nach einer billigeren Tankstelle zu suchen. Was es allerdings oft gibt sind Benzin-Rabatte im Zusammenhang mit Einkäufen, z.B. ein paar Cents weniger bei Tankstellenkette X, wenn man bei Supermarktkette Y mehr als einen gewissen Betrag ausgegeben hat. Im Endresultat spart man aber auch so nur ein paar Dollar auf den vollen Preis.

Nun langsam zur Frage, warum denn das alles so teuer ist … Also an überwältigender Qualität liegt es jedenfalls nicht.  Die Qualität stimmt, die Lebensmittel und Waren sind so gut wie in Deutschland, aber meistens auch nicht dramatisch besser. Das ist übrigens keine Selbstverständlichkeit. Etwa in Indien werden andere Zutaten und Verfahren eingesetzt, um – sagen wir – Nutella zu produzieren, z.B. um den Gebrauch von tierischem Fett auszuschließen. Das Endresultat schmeckt anders und hat eine andere Konsistenz als wir es von zu Hause gewohnt sind, auch wenn die Marke, das Logo, der Behälter usw. sonst alle identisch sind. Egal – in Neuseeland entsprechen die Lebensmittelstandards in etwa den unsrigen. In manchen Bereichen z.B. bei Molkereiprodukten und Meeresfrüchten sind neuseeländische Lebensmittel eher etwas besser, in anderen wie z.B. bei Backwaren und Wurstwaren eher etwas schlechter als in Deutschland, wobei man bei den beiden letzterwähnten Produktgruppen als Deutscher sagen muss, dass hier bei der Produktauswahl noch immer echter Notstand herrscht. Backwaren sind im wesentlichen Toastbrotbeutel (in allen Variationen), die Art Brötchen, die man von McDonalds kennt, und absurd süße Konditorwaren in sehr eingeschränkter Auswahl. Bei Wurst … tja, ob man es überhaupt Wurst nennen kann? Bevor man zum Wurstgroßeinkauf ansetzt, sollte man auf alle Fälle ein bisschen herumexperimentieren. Ich finde viele der sogenannten Würste hier nicht genießbar.

Für die Preisgestaltung in Neuseeland ist – ganz banal – in meiner Sicht der Dinge im wesentlichen ein Mangel an Wettbewerb verantwortlich. Es gibt nun mal nur zwei große Supermarktbetreiber (die Geschäfte unter verschiedenem Namen betreiben, so wie in Deutschland z.B. die Metro Group), und die haben offenbar kein zu großes Interesse, sich gegenseitig an der Preisfront herauszufordern. Mit Ausnahme einiger australischer ‘Player’ hält sich auch ausländische Konkurrenz in Grenzen wegen der großen geographischen Entfernung und der relativen Winzigkeit des neuseeländischen Markts. Zumindest im Moment noch.

Ein weiterer Faktor in der Preisfrage ist die Währung. NZ nimmt im Ranking der größten Volkswirtschaften der Welt nach Bruttoinlandsprodukt Rang 61 ein, aber seine Währung gehört zu den sechszehn meist gehandelten. Das heißt im wesentlichen, dass der Kiwi-Dollar ein Spekulationsobjekt ist. Besonders im Hinblick auf sogenannte Carry Trades, wo ein Spekulant in einem Niedrigzinsland einen Kredit aufnimmt (z.B. in Japan, oder im Moment auch in den USA und dem Euro Raum) und in NZ-Dollar anlegt, wo ein relativ hohes Zinsniveau herrscht. Solange der Sparzins in Neuseeland den Kreditzins im Ursprungsland des Geldes überschreitet, lässt sich daran verdienen. Als Carry Trader Anfang 2009 in Panik die Bühne verließen, brach der Kurs des NZD innerhalb kürzester Zeit auf etwa 1 EUR = 2,6 NZD ein, was wohl seinem ‘eigentlichen’ Wert entspricht. Nach allerlei staatlichen Hilfsprogrammen für Banken und Investoren weltweit, sind die Carry Trades allerdings bald wieder auf die Beine gekommen, und der Kurs des Euro sackte auf obige 1 EUR = 1,8 NZD (Stand Ende 2010) zusammen, was unter dem langjährigen Durchschnitt der letzten 10 Jahre liegt. Der NZD ist also relativ zum Euro momentan überbewertet, und das schraubt für Euro-Besitzer die lokalen Preise in nicht verständliche Höhen.

Während der Umtauschkurs für Besucher aus Deutschland ein Aspekt ist, gilt dies weniger für Deutsche, die hier Fuß fassen wollen und in Arbeit stehen. Denn die werden natürlich in Kiwi-Dollar entlohnt. Also sehen wir uns in einem anderen Artikel auch noch das lokale Lohnniveau an. Zunächst aber zurück zum Preislichen. Lebensmittel und andere Waren des Alltags mögen teuer sein. Wie steht es aber mit langlebigeren Gütern, Kleidung etwa?

Made In China Country

Auch Neuseeland hat seine Klasse der Reichen und Superreichen, die sich alles leisten können, incl. ‘Made in Germany’ für ihre Garage, Küchen und Häuser. Der Großteil der Bevölkerung gehört aber nicht zu dieser Kaste. Als Normalbürger ist man in fast allen Geschäften, die langlebigere Anschaffungen führen, von Kleidung über Küchengerätschaft bis zu Heimwerkerartikeln mit einer fast vollständigen Marktbeherrschung chinesischer Lieferanten konfrontiert. Da gibt es kaum ein Entrinnen. Ein Produkt das nicht ‘Made in China’ wäre, ist die Ausnahme. Eine nennenswerte Kiwi-Präsenz im Bereich fertigender Industrie gibt es sowieso nicht mehr, mit Ausnahme einiger Nischen, wie z.B. ‘Weißwaren’ also Kühlschränke, Waschmaschinen etc. (Fisher & Paykel), und auch da ist nicht klar, wem die Firmen letztlich gehören oder wo Komponenten hergestellt werden. Made in China heißt aber natürlich nicht Preise wie in China. Die Preise sind daran angepasst, was der Markt hergibt – zurück zum Thema Konkurrenzdefizit. Eine Liste mit Preisen erspare ich mir, weil die Marken, die es in Neuseeland gibt, oft in Deutschland unbekannt sind, und umgekehrt. Pi-mal-Daumen schätze ich aber, dass auch im Sektor Nicht-Wegwerfprodukte das Preisniveau klar über dem von Deutschland liegt, wenn man vergleichbare Qualität zugrunde legt. Schmankerl am Rande und auch ein wenig schmunzelnde Bewunderung für die Geschäftstüchtigkeit der chinesischen Mitbürger: die Markennamen sind ganz dem (vermeintlichen) europäischen Geschmack angepasst. Bei guten Haushaltsgeräten denken vielen an Miele oder Bosch, also nennt sich die chinesische Konkurrenz z.B. ‚Haier‘ – klingt auch deutsch. Bei Porzellan geben sich chinesische Firmen gerne deftige englische Namen, was-weiß-ich ‚Steeples & Watson‘, oder so.

Bei größeren Anschaffungen lohnt es übrigens www.consumer.org.nz zu konsultieren, bzw. die monatliche Zeitschrift ‚Consumer‘ zu kaufen. Diese Organisation entspricht in etwa unserer Stiftung Warentest, mit dem Test-Heft usw. Außerdem kaufen immer mehr Kiwis auf australischen, amerikanischen und englischen Internetseiten ein, weil der Presivorteil so groß ist, dass es auch mit den zusätzlichen Transportkosten billiger kommt. Man beachte, dass bei Privat-Importen, die mit weniger als 400 NZD deklariert sind (ob da wohl immer alle ehrlich sind?) kein Importzoll anfällt, was die notleidenden Milliardäre des neuseeländischen Einzelhandels schon zu Proteststürmen provoziert hat :-) Ob dieser Trend anhält, wird wohl auch von der Entwicklung des Wechselkurses des NZD abhängen.

Zu beachten ist in Neuseeland auch, dass die Umtauschmodalität („refund policy“) stark von Laden zu Laden variiert. Bei einigen kann man Ware ohne Angabe von Gründen zurückgeben und bekommt das Geld voll erstattet, bei anderen kann man sich für den Gegenwert des Umgetauschten was Neues aussuchen, sonst nichts. Darüber sollte man sich idealerweise vor einem Kauf informieren.

Den Schluss, den ich aus all dem ziehe ist, dass man als deutscher Einwanderer nach Neuseeland akzeptieren muss, dass es wesentlich weniger Auswahl gibt, dass mindere Qualität der Standard ist, und dass die Preise trotzdem oft nicht unter den deutschen liegen. Wenn man also in Deutschland kein Problem mit Tedi, Takko, Kik, Praktiker und Konsorten hat, dann steht einem in Neuseeland keine große Anpassung bevor. Wenn einem die Wegwerfmentalität nicht zueigen ist, dann muss man entweder schon bei der Einwanderung dafür sorgen, dass man seinen deutschen Kram weitgehend gleich mitbringt (wobei dann wieder Reparaturen zum Problem werden können, bzw. wegen der verschiedenen Elektro-Stecker auch die Notwendigkeit mit Adaptern zu hantieren), oder vor Ort, im Internet (siehe oben) usw. nach den Produkten suchen, die zufrieden stellen. Man mag dieses Thema, also relativ hohe Ansprüche an Qualität zu haben, als deutsche Spießigkeit abtun, oder es ganz verdrängen, aber es ist auch Fakt, dass Produkte geringer Qualität schnell im Müll landen und durch Neue ersetzt werden müssen – was das Gegenteil von Nachhaltigkeit, CO2 Minimierung usw. ist. Neuseeland lebt großteils von seinem grünen Image, und die Sucht nach billiger Wegwerfware passt nicht ganz ins Bild.

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Es gibt aber auch Dinge, die deutlich günstiger sind als in Old Germany

Benzin zum Beispiel kostet (Stand November 2010) etwa einen Euro pro Liter Normalbenzin (91 Oktan), einfach weil der Staat Benzin weniger stark besteuert als in Deutschland.

Im Bereich ‘Dienstleistungen in Sport und Freizeit’ bietet Neuseeland sehr anständige Preise. Einen Tenniscourt kann man pro Stunde schon für 6 Euro mieten. Squashcourts sind ebenfalls wesentlich billiger als in Deutschland zu haben. Dito bei Golf, Segeln und vielem mehr. Einen Angelschein, beispielsweise, braucht man hier zumindest für das Angeln im Meer auch nicht. Aber bitte beachten, dass Sportartikel guter Qualität (siehe ‘Made in China Country’) wiederum teuer sind. Wenn möglich, sollte man diese aus Deutschland nach Neuseeland mitbringen.

Für Besucher mag auch von Interesse sein, dass die vielen Ausflüge mit Fährschiffen im Großraum Auckland (www.360discovery.co.nz) überraschend günstig sind, vor allem für Familien. Ähnliches gilt für das Chartern von Yachten z.B. für Angeltouren.

Soviel im Moment zum Thema „Preisgünstiges Neuseeland“.

Oder doch noch nicht ganz. Lustig (obwohl mir dabei nicht ganz zum Lachen ist) finde ich mit welchen Mitteln „kiwi battlers“ (Neuseeländer der unteren Mittelschicht bzw. Unterschicht, die kämpfen müssen, um finanziell über die Runden zu kommen) versuchen der Preisspirale zu entgehen. Im New Zealand Herald wurde einerseits darauf hingewiesen, dass Lebensmittel in den vorangegangenen zwölf Monaten um etwa 10% teurer geworden sind, und dass andererseits das Konzept des Schrebergartens deswegen in Neuseeland erste Anhänger findet bzw. dass wesentlich mehr Menschen Obst und Gemüse in ihrem Gärtchen anbauen.

As the price of fruit and vegetable rose 12 per cent in the year to November [2010] in Statistics New Zealand figures, 57.6 of people said they had started vegetable gardening. … In Tauranga, a comunity garden with 57 plots was formally opened in November and the spaces were taken up within a month.

Einerseits finde ich es gut, dass viele Menschen in pragmatischer Kiwi-Manier versuchen, eine Lösung zu dem steigenden Preisniveau zu finden. Andererseits ist es traurig, dass eine ehemals recht egalitäre Gesellschaft zunehmend in eine dünne Schicht Superreicher, und eine breite Masse derer zerfällt, die gezwungen sind den Eigenbedarf mit Landbau abzudecken.

Egal. Sobald mir etwas Neues zu diesem zentralen Thema unterkommt, werde ich diesen Artikel aktualisieren,  :-) – promise.

25 Antworten auf FactSheet: Unser tägliches Brot, oder “Warum ist hier alles so teuer?”

  1. Pingback: Weltreise… Wo beginnen? – Placeless

  2. Dorothee sagt:

    Hallo,
    werde Ende November bis Mitte Februar NZ bereisen. Was hier so angesprochen wird, klingt beinahe wie Nordschweden – zumindest als ich Ende der 1970er dahin gezogen bin. Aber auch hier auf Malta, wo ich zurzeit wohne, ist die Auswahl recht gering – meistens Import (allerdings aus Italien und wohlschmeckend) und teuer. Ich bin’s also glücklicherweise gewohnt, aber würde natürlich billigere und bessere Ware bevorzugen.
    Dorothee

    Werde einen Link zu diesem Artikel in meinen blog dorotheeingreateroceania.wordpress.com/New Zealand einfügen. Ich hoffe, du hast nichts dagegen.

  3. Pingback: Ausgaben oder Abzocke…manchmal nahe beinander | Unter Kiwis

  4. Thorsten sagt:

    Hi Peter,

    ich lebe seit mehr als 10 Jahren in NZ auf der Suedinsel, halb Westcoast und halb Christchurch und ich muss sagen das dies wohl der beste Fact-sheet ueber ein „generelles“ Leben in NZ ist den ich seit langem gelesen habe, es kommt meiner Realitaet sehr nahe. Ich haette soviel beizutragen. Und doch wuesste ich nicht wo ich anfangen sollte. So viele Pro’s und doch so viele Con’s, dies kann nur jemand verstehen der hier lang genug gelebt hat. Anyway, thanks for your effort. Viele Gruesse aus Christchurch

    • Andrea sagt:

      Hallo,

      Ja die Preise der Lebensmittel sind in etwa wie hier in Deutschland. Habe leider bisher noch keine Angaben für Mietkosten erhalten. Hast Du ein paar Tipps oder kannst Du mich darüber aufklären?

      Liebe Grüsse Andrea

  5. Bads:
    Habe mich immer gewundert, warum Nutella hier eher ölig daherkommt und so ungewohnt rötlich schimmert. Vielleicht liegt es daran, daß Haselnüße hier vergleichsweise sehr viel teurer als in Europa sind, dafür aber Palmöl fast nichts kostet. Fakt ist, daß der Blick auf die Etiketten folgenden Unterschied belegt:

    Nutella Australia = 2175 KJ (wahrscheinlich weniger Haselnüße und Kakao)
    Nutella Deutschland = 2231 kJ (schmeckt mehr nach Nougat und ist fester)

    Goods:
    Mag man wirklich frische Milch, also noch warm und unverändert mit einem Fettgehalt von über 4% bezahlt man beim Bauern ein Dollar per Liter, statt sich im Supermarkt mit Produkten des Monopolisten Fonterra (Fonterrible) einzudecken.

    • Peter sagt:

      Ein echter Nutella Connaisseur, das lob ich mir!

      Gut Tipp mit der Milch, das. Auf die Idee bin ich noch nicht gekommen, wahrscheinlich weil die nicht wie in Europa „Milch zu verkaufen“ an den Zaun heften. Kann man wirklich mehr oder weniger jeden Milchbauern wegen Milch anhauen?

  6. Johannes sagt:

    Jesses, jettz isser 2x drin, vllt. spinnt heute auch einfach mein PC.

    Peter such Dir ein Post aus welches Du löschst, den hier vllt. gleich mit. 😉

  7. Johannes sagt:

    Peter kann es sein, daß die Software Links blockiert?
    Habe heute 5x versucht den Link zu setzen, immer erfolglos.

    Wie dem auch sei, wer interssiert ist bei Google den Namen Heck Punkt Co Punkt NZ eingeben und der bringt euch zur Metzgerei.
    Laut HP ist jetzt wohl auch der Laden in ChCh geöffnet, Adresse und Kontaktdaten ebenfalls auf der HP

    • Peter sagt:

      Ist mir nichts bekannt, aber wenn es dauernd Schwierigkeiten gibt, dann lass wissen, dann schau ich mir das an, bzw. lasse schauen …

  8. Johannes sagt:

    So, dann versuche ich es ein drittes Mal, hatten heute Probleme mit dem Internet.
    Die Adresse ist http://www.heck.co.nz und lt. HP ist der Laden in ChCh mittlerweile geöffnet.

    Freu mich schon wenn Cheffe mich wieder runterschickt, werde denen auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

  9. Johannes sagt:

    Hallo Peter, hast Recht, mein Fehler!!
    Er sitzt in Nelson mit einer Kontaktadresse in ChCh (Laden lt. letztem Kontakt in Aufbau) und bietet eine große Auswahl an Fleisch- und Wurstwaren an!

    Ich weiß nicht ob Dir Recht ist, daß ich hier den Link reinsetze deswegen frage ich erstmal an.

    • Peter sagt:

      Nelson, interessant. Ja, klar, Link setzen ist ok. Der kann hier gerne auch einen Gastartikel über sein Leben und seinen Laden schreiben, wenn wer will. Falls Du ihn näher kennst, frag ruhig. Über den Diehl mit seiner Bäckerei haben wir ja auch einen Artikel.

  10. Johannes sagt:

    Also in ChCh waren 2 bis zum großen Beben 2011.
    Beide Gebäude stehen nicht mehr, meine Kollegen konnten mir auch nicht sagen was aus denen geworden ist.
    Ich habe eine Adresse in Auckland gefunden bei dem ich zum Abschieds-BBQ Grillwürstchen deutscher Machart bestellt habe.
    Alle waren begeistert aber sie konnten sich nicht durchringen dort nochmal was zu bestellen.
    Ich habe den Eindruck, daß die in ihrer Art doch ein wenig eingefahren sind denn obwohl sie alle selbst sagen, daß ihr Brot und Wurst nicht schmecken „riskieren“ sie es nicht sich dort mal einzudecken.
    Weiß nicht woran es liegen kann.
    Nicht am Preis, denn das können sie sich eigentlich leisten.

    • Peter sagt:

      Ich kenne in Auckland, und das ist ja nun wirklich eine dicke fette Stadt, keinen einzigen deutschen Metzger (ich meine einen echten Metzgermeister, nicht irgendeinen Deutschen, der versucht in der Garage Würste zu machen; das wurde schon probiert und ging in die Hose). Allein schon die ganzen deutschen und osteuropäischen Einwanderer würde in einem, oder auch zwei oder drei Metzgereien in AKL für genug Umsatz sorgen. So wie bei Diehl mit der Bäckerei, wo sie von Gott woher kommen und Schlange stehen. Die Kiwis würden früher oder später auch auf den Geschmack kommen. Schließlich gab es in den 80er Jahren kaum Cappuchino in NZ, und jetzt gehört er fast zur nationalen Identität.

      Ein bischen Marketing (AHK? Dt. Botschaft? Warum eigenlich nicht?), zB ein All Black, der in eine Bockwurst beißt würde natürlich auch helfen.

      Trotzdem: wie kann man, können wir, einen deutschen Metzger nach AKL kriegen? Am besten wäre einer mit gut gehendem Laden in D, der Geld für eine Investition hat, und gerne mal reist. Ich habe die die Idee schon vor zwei Jahren in dem „Mit Neuseeland ins Geschäft kommen“ Artikel gefloatet, und den haben auch schon 1000 Leute gelesen, aber gemeldet hat sich keiner zu dieser Sache.

      In Neuseeland leigt echt das Geld auf der Straße. Wie kann man einen deutschen Metzger dazu animieren es auszuheben? Million dollar question …

    • Thorsten sagt:

      Deutsche Metzgerei in Christchurch: http://www.heck.co.nz/

      Teuer aber gut. Mr. Heck lebt nun in Nelson, die Erdbeben und weitere Schicksalsschlaege haben ihn wohl seiner Frau nach Nelson folgen lassen. Ein kleiner Laden unter neuem management mit Heck’s Zulieferung aus Nelson in der Naehe vom Airport, vom Flughafen kommend bieg links ab von Memorial Ave in den Kendal Ave und gleich danach links in den Burnside Crescent No 2. Sauerkraut und Haribo haben die auch :) Die Nuernberger Wuerste sind geil :) und Bretzel gibts morgens nach 10 auch frisch und noch warm! Aber…teuer….:(

  11. Johannes sagt:

    Nee verhungern werdet ihr sicher nicht aber teilweise sind die Preise echt heftig, insofern guter Plan die Reisekasse etwas mehr zu füllen…. 😉
    Beim letzten Mal hatte ich i.Ü. noch ziemliches Pech mit dem Wechelkurs, der war leider zum Euro ziemlich mies.

    Was ich einfach nicht verstehen kann ist, daß trotz der Tatsache, daß das Vieh dort zum größten Teil bis zur Schlachtung auf Feldern/Wiesen weiden kann und (zumindest mir) das Fleisch wirklich richtig geil schmeckt die absolut nicht in der Lage sind daraus gescheite Wurst zu machen.
    Die schmeckt wirklich nach wenig bis nichts.
    Liegt vllt. an der Historie und britischer Vergangenheit!?
    Sehr, sehr schade.

    • Peter sagt:

      Das mit der Wurst stimmt. Lösung: warum investiert denn nicht ein halbwegs abenteuerlustiger deutscher Metzger in Neuseeland und macht dort einen Laden auf; ich meine zusätzlich zu seinem deutschen Geschäft. An der Qualität des Fleisches hätte er sicher seine Freude, und an den Gewinnen auch. Es muss doch in Deutschland einen, einen einzigen Metzger geben, der kein Stubenhocker ist. Oder?

  12. Piccadiddy sagt:

    Der Artikel war für mich sehr hilfreich, denn ich kann mich da schon auf meinen/unseren ca. 4 wöchigen Aufenthalt in NZ vorbereiten, indem ich schon jetzt die Reisekasse entsprechend anfülle. :) Trotzdem denke ich, wir werden in Kiwi Country nicht verhungern, evtl. muss man seine Essgewohnheiten etw umstellen, was ja dem Körper nicht unbedingt schadet.

  13. Pingback: Hilfe zur Budgetplanung Teil 4: Essen und Trinken

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