Opinion: LH-AI-SQ-NZ-EK-JQ-QF-TG – der NZ2Go Airline Test Teil 1: Lufthansa? Nicht mal geschenkt!

Acht Airlines in 4o Tagen. Als „Airline Test“ war die Aktion natürlich nicht geplant gewesen, sondern das Produkt einer Verkettung von, sagen wir, ‚Umständen‘. Trotzdem, wenn man schon mit so vielen Fluggesellschaften in relativ kurzer Zeit unterwegs gewesen ist, liegt es nahe die Reiseerfahrungen miteinander zu vergleichen.

Die Probanden in Langschrift:

  • LH = Lufthansa
  • AI = Air India
  • SQ = Singapore Airlines
  • NZ = Air New Zealand
  • EK = Emirates
  • JQ = Jetstar (eine Tochtergesellschaft der Qantas)
  • QF = Qantas
  • TG = Thai Airways

Gleich vorweg, wer meint, dass die Luftlinien heute irgendwie alle gleich seien – irrt. Trotz massivem Codesharing in einigen wenigen Flugallianzen (Star Alliance, One World etc) haben sich in den letzten Jahren deutliche Unterschiede in den Geschäftsmodellen herausgebildet – und das ist gut so. Ganz grobmaschig würde ich bei unserer G8 wenigstens drei Ausprägungen unterscheiden:

  • Echte Billiganbieter ohne Schamröte: Jetstar
  • „Flag carrier gone cheap“, die noch so tun als wären sie traditionelle Airlines, aber im Grunde operieren wie Billigflieger: Lufthansa, Singapore Airlines, Qantas
  • „Flag carrier old school“, die sich durch Qualität, Service und pfiffige Ideen absetzen wollen: Emirates, Thai Airways, Air New Zealand

Air India war lange Zeit ein fast schon abgeschriebener, grausam ineffizienter Staatsbetrieb, der im Moment versucht sich neu aufzustellen. Es ist also schwierig die Firma einzuordnen. Außerdem war ich mit Air India nur relativ kurze Strecken unterwegs, siehe die Routenkarte: das Stück Mumbai – Ahmedabad – Mumbai fällt kaum ins Gewicht. Nichtsdestotrotz: der Betrieb schien mir sehr viel professioneller als noch vor einigen Jahren, als man das Gefühl hatte als Passagier das Personal in seiner behüteten Beamtenexistenz zu stören. Am Check-in gab es jedenfalls kein Gezetere wegen ein paar Kilo zuviel Gepäck, was Pünktlichkeit angeht schlägt Air India die Lufthansa mit Leichtigkeit und sogar das Essen war für Kurzstrecken annehmbar.

Die NZ2Go Testflugstrecke 2015, auf Google Maps abgebildet.

Die NZ2Go Testflugstrecke 2015, auf Google Maps abgebildet.

Das Grauen hat einen Namen: Lufthansa

Merkwürdige Flugbuchung

Aber zurück zum Anfang. Mein gesamter Flugplan wurde von der Lufthansa („Miles and More“) zusammengestellt und dort fingen die Probleme bereits an. Die Callcenter-Mitarbeiter der LH hatten offenbar keine echten Kenntnisse des Flug- und Flughafenbetriebs. Oder warum wurden in Mumbai (von Ahmedabad kommend) nur 60 Minuten Aufenthalt für den Weiterflug mit Singapore Airlines eingeplant? Das ist für einen Passagier kaum zu schaffen und für das Gepäck mit Sicherheit nicht. Und genauso passierte es dann auch. Aber dazu kommen wir noch.

Natürlich möchte man als Fluggast glauben, dass die Lufthansa in der Lage ist eine zugegeben komplizierte Flugroute kompetent zusammenzustellen, und so blieb ich optimistisch und hinterfragte die Buchungsplanung nicht. Es gab schließlich genug andere Dinge zu regeln.

Chaos und Verwirrung beim Freigepäck

Die nächste Überraschung betraf das Gepäck, denn das zugeteile Freigepäck war auf den verschiedenen Streckensektoren uneinheitlich. „1 PIECE“ (maximal 23 kg) war mit „30 kg“ (in mehr als einem Gepäckstück) vermischt. Soll man sich zwischendrin einen zusätzlichen Koffer kaufen, oder einen zweiten, faltbaren Koffer ins Gepäckstück Nummer Eins zwängen? Es wird wohl das Geheimnis der LH bleiben.

Tennisausrüstung (zwei Schläger, Schuhe, ein paar Bälle) ist nicht schwer, aber wenn man dafür eine „sportsmen’s allowance“ nutzen, also die Ausrüstung zusätzlich zum regulären Gepäck kostenfrei transportieren lassen kann, dann umso besser. Schnell auf der LH Webseite nachgeschaut. Dort heißt es wörtlich:

Sports baggage is carried free of charge** under the free baggage regulations (number/weight of bags). Registering sports baggage: up to 24 hours before departure via the reservation hotline (+49 (0)69 – 86 799 799). Please specify your booking code.

Das hört sich zunächst so an, als könne man tatsächlich bei LH anrufen, die Tennissachen registrieren und alles ist geregelt. Toll. Danke LH, für die Großzügigkeit. Dann aber sind ja die „free baggage regulations“ noch unterstrichen. Anklicken führt zu:

Sports bags can be checked in free of charge as part of your permitted free baggage allowance. Further information for passengers with sports baggage

Dabei führt der Link „Further information …“ unsinnigerweise wieder dorthin zurück von wo aus man sich gerade in die Seite geklickt hatte. Der echte Aufreger aber ist: „… as part of your permitted free baggage allowance.“, denn das heißt nichts anderes, als dass man die Tennissachen in den (zum Beispiel) 23 kg Freigepäck unterbringen darf. Die Lufthansa erlaubt Euch also tatsächlich einen Tennisschläger, -schuhe usw. in den Koffer zu packen – ganz ohne Aufpreis. Ich bin begeistert.

So viel Schwachsinn konnte ich zuerst gar nicht glauben. Ich habe deshalb unter der angegebenen Nummer angerufen und nachgefragt. Es stimmt: das ganze LH Gedöns zur Mitnahme von Sportsachen ist eine Nullnummer. Als ich das vom LH Management bestätigt haben wollte, gab mir die Call-Center-Dame eine Nummer, die nach ein paar Menüfummeleien (‚… wählen sie bitte die XYZ …‘) wieder zum selben Call Center zurückführt. Eine doppelte Nullnummer.

Insgesamt lies die Inkompetenz rund um das Gepäck nichts Gutes für den weiteren Reiseverlauf erahnen :-(

Chaos und Verwirrung beim Check-in

Viele Airlines haben aus Economy Class Passagieren inzwischen selbstladendes Gepäck gemacht. So auch Lufthansa mit all ihren Check-in Maschinen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens. Zettel reingehalten und die Auskunft bekommen, dass der automatische Check-in nicht funktioniert und ich zum Schalter 317 gehen solle.

Am Schalter 317  saß eine Fachkraft, die mich in scharfem Ton darauf hinwies, dass ich gefälligst nicht einfach an den Schalter kommen könne, sondern mich in den Peleton einzuordnen habe, der alle möglichen Schalter füttert, u.a. 317. Das habe ich dann auch getan und landete natürlich nicht an Schalter 317, sondern an einem anderen. Ich solle sofort zu Schalter 321 (nicht 317) gehen und warum ich denn angestanden sei?

Die Operation an Schalter 321 entwickelte sich dann zum längsten Check-in meiner Karriere als Fluggast. LH hatte die Software für den Check-in ausgewechselt und meine Visaklasse wurde nicht mehr erkannt und damit der Check-in verweigert. Laut Dame am Schalter ging das mit dem alten System, aber das neue versagte. Dass ein altes System mindestens all das können muss, was die abgelöste Software leisten konnte ist trivial. LH testet also ihre Software im Kundenbetrieb. Verantwortungslose Stümperei.

Nach einer Stunde war der Check-in dann geschafft, die Zeit aber inzwischen so fortgeschritten, dass die Schlange an der Sicherheitsschleuse stressig wurde. Gott sei dank 😉 war der Flug selbst auch eine Stunde verspätet, so dass ich es noch gut in den Flieger schaffte.

Unfreundliche Flugbegleiter, schmutzige Kabinen, billiges Essen, abgedroschene Filme

Bei der Lufthansa sind die meist schon reiferen Flugbegleiter Könige, nicht die Fluggäste. Deshalb besser keine Fragen stellen, die ihre Majestäten irritieren könnten. Die Folge können entweder demonstratives Geseufze sein, oder eine direkte Zurechtweisung ob der Unangebrachtheit der dummen Frage. So ein Fehlverhalten kenne ich von der Alitalia in den frühen Nullern. Wo die Alitalia inzwischen verdienterweise gelandet ist, wissen wir auch alle.

Das Essen erinnerte trotz Langstrecke eher an die Snacks, die von Billigheimern gereicht werden und vom Unterhaltungsprogramm, ausgelutschter Hollywoodkost, wurden meine geringen Erwartungen eher untertroffen. Was mich wirklich schockte war allerdings die verdreckte Kabine. Das Klapptischchen, siehe Fotos, musste ich erst mit feuchten Tüchern von Essensresten sauber schrubben. Um den Bildschirm war der Dreck schon so ausgehärtet, wie ein fester Dreckfilm auf der Oberfläche, dass es mich ekelte das Ding auch nur zu berühren. An der Seite des Sitzes war Ketchup heruntergeflossen, der auch schon fast festgeklebt war. Ich habe so einen Dreck noch nicht einmal bei Flügen in der dritten Welt erlebt. Eine detaillierte Besprechung des Zustands der Klos erspare ich meinen Lesern lieber, btw.

Lufthansa: lieber nicht zur Seite gucken

Lufthansa: lieber nicht zur Seite gucken

Lufthansa: Skandalös verdreckter Bildschirmbereich

Lufthansa: Skandalös verdreckter Bildschirmbereich

Lufthansa: eklige Soßenspuren auf dem Klapptischchen

Lufthansa: eklige Soßenspuren auf dem Klapptischchen

Lufthansa: Essensreste und Fettflecken auf dem Sitz

Lufthansa: Essensreste und Fettflecken auf dem Sitz

Die Lufthansa 2015 ist wirklich eine Schande, für sich selbst und für Deutschland, mit dem LH leider noch immer assoziiert wird.

Ahnungslos in Mumbai

Nachdem der Flug in der Dreckschleuder endlich vorbei war, würdigte sich LH natürlich nicht dazu herab Informationen zu den Anschlußflügen von Mumbai aus zu geben, wie zum Beispiel bei Emirates üblich. Dort wird nachgesehen wohin die Fluggäste weiterfliegen und die Gates zu denen man gehen muss werden angekündigt – obwohl das im allgemeinen nicht nötig ist. In Indien, gerade dem Mega-Airport Mumbai, wäre es dagegen mehr als nützlich, denn einige indien-interne Verbindungen fliegen vom internationalen Terminal ab, während andere die uralten „domestic terminals“ nutzen. Verwirrung und Stress vorprogrammiert.

Übrigens ist der Flughafen in Mumbai wesentlich ansehnlicher und moderner als der Frankfurter Funktionalflughafen, symptomatisches Tor zum Arbeitslager Deutschland.

***

Fazit: Ich werde alles versuchen, um auch in Zukunft nicht Lufthansa zu fliegen. LH ist aus der Zeit gefallen. Die Angestellten stellen noch immer ihre Beamtenmentalität zur Schau, sind offenbar demoralisiert und versuchen nur das Beste für sich selbst aus der Firma herauszuquetschen, das Management ist offenbar unfähig und die Fluggäste sind die Opfer zwischen den Fronten. Von den ständigen Streiks ganz zu schweigen.

Mich wundert übrigens auch nicht, dass der junge Mann, der unlängst den Kamikazeflug in die Alpen verübte zu den Piloten der LH-Gruppe gehörte. Wenn die LH ihre Angestellten so arrogant, kaltschnäuzig, fast schon menschenverachtend behandelt wie die Angestellten wiederum die Fluggäste, dann kann ich mir gut vorstellen, dass ‚Andreas L.‘ ein krankheitsbedingtes Ausscheiden aus dem Job als Supergau empfand und den Tod vorzog, denn die LH wäre ihm wohl kaum mit der Empathie begegnet, die Kranken weiterhilft.

Abschließend noch einige Worte zu ‚nicht einmal geschenkt‘. Die LH lockt mit ihrem Vielfliegerprogramm ‚Miles and More‘, das zum Beispiel auch mit der in Deutschland beliebten Paybackkarte (so etwas wie „Flybuys“ in Neuseeland) verbunden ist. Die Abwesenheit von Service und Kompetenz kann man doch verkraften, wenn man umsonst fliegen kann, oder? Das Problem ist, dass die LH eine „fuel surcharge“ (eine Treibstoffgebühr) aus dem normalen Ticketpreis ausgekoppelt hat. Die Treibstoffgebühr ist aber immer zu zahlen auch bei sogenannten Freiflügen, und sie ist so hoch, dass ein angebliches Gratisticket (zusammen mit Steuern und Gebühren für die lästigen Sicherheitschecks) schnell hunderte von Euro kosten kann und im Extremfall teurer werden kann als ein reguläres Billigticket mit einer anderen Airline.

NZ2Go-Rating: 1 von 5 Punkten

 

 

8 Antworten auf Opinion: LH-AI-SQ-NZ-EK-JQ-QF-TG – der NZ2Go Airline Test Teil 1: Lufthansa? Nicht mal geschenkt!

  1. Y sagt:

    wieso fliegen Sie nicht das nächstemal südlicher über Dubai oder Abu Dhabi ? besseres Essen allemal sicher! Witzig erzählt Ihre Odyssee, danke.

  2. Peter P. sagt:

    Meine persönliche Erfahrung mit LH ist positiv.
    Nach Singapur mit der A 380 von LH kann ich nur empfehlen.Von Singapur nach
    Auckland mit Singapur Airlines war 2Klassen schlechter als mit LH.
    Nach San Francisco mit der 747/ 400 war obwohl ein altes Flugzeug auch gut.
    Und nach Los Angels mit der neuen 747/8 war auch super.
    Auf allen Flügen war das Personal am Boden und in den Maschinen super freundlich.Platz hatten wir in den neuen Flugzeugen genug.Das Essen an Bord war teils gut teils nicht so lecker.
    Ich glaube das es bei jeder Gesellschaft gute Mitarbeiter,saubere Toiletten
    und saubere Flugzeuge gibt.Wir hatten bis auf den Flug mit United immer Glück
    gehabt.Der nächste Flug ist mit Emirates, worüber ich aber auch viele negative
    Erfahrungen gelesen habe.Es soll dort öfters nach Urin riechen.

  3. Henning sagt:

    Huch, da bist du aber wirklich kompliziert geflogen! Jedenfalls vielen Dank fuer den (wahrscheinlich eher unfreiwillig) witzigen Artikel, da ich im europaeischen Spaetsommer evtl. einen Ausflug heimwaerts mache und bisherige Suchen LH als guenstige Fluglinie ausgegeben haben – da werde ich Abstand nehmen, habe bisher nur durchschnittliche Flugerfahrungen in meinem Leben gemacht und habe keine Lust, dieses Level noch weiter zu senken. Ich freue mich auf deine naechsten Artikel!

    • Peter sagt:

      Hi Henning

      Ich bin früher auch immer eher am billigsten geflogen, würde inzwischen aber etwas mehr ausgeben um einen zivilisierten Flug zu bekommen. Im Vorgriff, Thai und Emirates haben den besten Eindruck gemacht, aber man muss aufpassen, dass man nicht eine davon bucht aber über Codesharing dann doch wieder bei LH oder Qantas oder sowas landet. Fliegt eigentlich Air NZ noch den ganzen Weg von AKL nach FRA? Oder übergeben die in Asien auch an eine andere Airline? Wenn nicht, dann käme noch Air NZ in Frage, aber die sind im allgemeinen schon etwas teurer als die anderen.

      Ja, einen Teil des Südwinters in Europa zu verbringen ist eine gute Idee :-)

      Gruß,
      Peter

  4. /hauke sagt:

    Guter Text – so schlimm wie hier beschrieben habe ich Lufthansa wirklich noch nie erlebt, aber die Bilder sprechen eine sehr deutliche Sprache – das sieht ja schlimmer aus als an einem Samstagabend im 2. Klasse Abteil in der Bahn nach einem Fussballspiel. Igitt. (Allerdings habe ich mich immer schon darüber gewundert habe warum das Sportgepäck denn nun eigentlich kostenlos sein soll – aber egal).

    Nur, mit Verlaub, den vorletzten Absatz über die Germanwings-Katastrophe empfinde ich als unpassend und unnötig. Was im Kopf von dem Mann vorgegangen ist entzieht sich unser aller Wissen, und es gehört einfach nicht in eine (durchaus berechtigte) Kritik an der Qualität und Sauberkeit eines Fluges. Und der „1 Stern weil die Maschine nicht abstürzte“ ist dann in diesem Zusammnhang einfach geschmacklos. Schade.

    /hauke

    • Peter sagt:

      Für mich fügt sich das Ereignis in ein Gesamtbild. Der Artikel ist auch deswegen als „Opinion“ gekennzeichnet – weil ich neben trockener Tatsachenberichterstattung noch einer gewissen Empörung Raum geben wollte über ein m.E systemisch dysfunktionales Unternehmen.

      Die Kritik am letzen Satz kann ich nachvollziehen. Ich lösche das. Danke für den Kommentar.

  5. Jenny sagt:

    Uiuiui – so schlimm?! Jetzt wollen wir aber auch noch deine Beurteilungen der „Konkurrenz“ lesen! Wir waren 2011 mit LH ganz zufrieden (nagelneuer A 380 ;-)), Air NZ fanden wir dagegen zwar sehr nett, aber enttäuschend „schmuddelig“.

    LG
    Jenny

    PS: Fliegst du immer so komplizierte Strecken??

    • Peter sagt:

      Ein Flug macht keine Statistik, und Airlines setzen auf ihren Rennstrecken sicher bessere Flieger und Personal ein. Ich berichte trotzdem zu meiner eigenen Erfahrung mit LH.

      Air NZ bespreche ich in einem zukünftigen Artikel. Vorab: ich kenne die auch eher als etwas gammelig, aber dort scheint sich etwas getan zu haben.

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