Opinion: Wer hat Angst vorm Chinamann?

Eine ganze Menge Kiwis anscheinend. In einem früheren Machwerk habe ich schon einmal darauf hingewiesen, dass man sich in Teilen von Auckland und Wellington vorkommt wie in Asien incl. Ladenschildern, auf denen nur chinesische oder koreanische Lettern zu sehen sind.

Das ist offenbar auch einigen ‚Wissenschaftlern‘ aufgefallen, die eine Studie zur Akzeptanz unleserlicher Ladenschilder in der nicht-chinesisch oder -koreanisch sprechenden Bevölkerung Aucklands durchgeführt haben. Resultat: etwa 40% nerven die Schilder, nochmal 40% würden eine kleine englische Übersetzung unter den chinesischen Großbuchstaben schätzen, und 20% finden den monolingualen Fremdsprachschilder ganz in Ordnung so, wobei in solchen Umfragen meistens die Anzahl der nicht völlig multikulturell korrekten Meinungen eher unterschätzt wird.

Die offizielle Lesart: alles kein Problem, bzw. ein großer Spaß

Der Bürgermeister von Auckland, Len Brown, gehört zu den letzteren 20%, und meint, dass die Schilder zum „… einzigartigen Charakter …“ Aucklands beitrügen. Übersetzungen anzubringen, ist nach Ansicht des Bürgermeisters offensichtlich den Migranten nicht zuzumuten bzw. wären wohl dem Charakter Aucklands abträglich. Außerdem putzt Len Brown auch gerade in China Klinken, um sich Geld für ein 3 Milliarden NZD teures U-Bahnprojekt Geld zu borgen, und da kann man den potentiellen Gläubigern anscheinend nicht mit Forderungen nach englischsprachigen Ladenschildern in Auckland kommen.

Auch Kommentator Brian Rudman gefällt sich in dem für seine Generation üblichen Lobhudelei multikultureller Bereicherung, und findet, dass Übersetzungen ins englische nur in Frage kämen, falls diese auf staatliche Kosten durchgeführt würden. Ansonsten möge man doch einfach so tun, als wenn man sich beim Betreten eines nicht näher identifizierbaren Ladens samt Produkten auf Asienurlaub befände. Fast schon wieder lustig …

Also deutsche Neuseelandreisende, wenn in Auckland, tut was die Römer tun, und stellt Euch im Zweifelsfall vor, ihr wärt gerade auf Pekingurlaub! So kann nichts schiefgehen. Das ist natürlich gar nicht ironisch gemeint :-)

Reality Check

Jetzt mal im Ernst – ist es zuviel verlangt, dass sich ein chinesischer oder koreanischer Ladenbesitzer in Neuseeland unter sein Ladenschild noch eine englische Version pinselt? Da lachen doch die Hühner. Und wenn das alles so viel für den „… einzigartigen Charakter …“ des Landes tut, warum sehe ich dann auf den Webseiten und Postern der neuseeländischen Tourismusbehörden nicht, um die Logik zu Ende zu führen, zum Beispiel die glücklichen Gesichter neuseeländischer Burkaträgerinnen, oder Minarette, die sich stolz in die lange weiße Wolke erheben? Kann es sein, dass wir hier auf Heuchelei gestoßen sind?

Ich möchte gar nicht hinterfragen, dass der neuseeländische Populus sich letztlich für eine multikulturelle Gesellschaft ausgesprochen hat. Len Brown ist in seiner Haltung konsequent. Englisch, die Sprache und die dahinter stehende Kultur sind nur eine von vielen, und in keiner Weise als eine ‚Leitkultur‘ zu missinterpretieren. Daran sollten sich die Anglorestkiwis schnell gewöhnen. Auf die integrative Höflichkeit Ladenschilder und Produktbezeichnungen zu übersetzen, können die hiesigen Asiaten mit vollem Recht pfeifen, und vielfach tun sie es auch. Die einzelnen „Communities“ genügen sich selbst. Schön zu beobachten, ist das auch in den inzwischen ethnisch völlig durchmischten Schulen: während der Schulpausen segregieren sich die Schüler in Gruppen von Indern, Arabern, ‚Weißen‘, Chinesen, Koreanern usw. Ihre Eltern tun es im Durchschnitt (es gibt Ausnahmen, und man ist natürlich zueinander höflich genug!) auch nicht viel anders. Also warum ein Schild für jemanden hinstellen, mit dem man in aller Ehrlichkeit sowieso nichts zu tun haben will, und den man für sein wirtschaftliches Überleben auch gar nicht braucht? Ich habe das unlängst in einem Handyladen in Takapuna gemerkt – Takapuna erlebte in den letzten Jahren starken asiatischen Zuzug – in dem der Verkäufer kaum Englisch sprach und sich auch nicht weiter daran störte mir nichts verkaufen zu können, denn der nächste chinesische Kunde würde sowieso bald kommen. Warum sollte er sich also mit mir Mühe geben?

Demografie und wirtschaftliche Potenz sprechen in letzter Instanz für sich. Neuseeland steuert auf ein neues soziales Gleichgewicht zu. Weder Chinesen, noch Inder oder Araber halten meinen Beobachtungen nach viel vom westlichen Multikultiansatz. Sie nutzen ihn zwar für das eigene Fortkommen – warum auch nicht – aber sobald sich die Macht- und Zahlenverhältnisse zu ihren Gunsten verschoben haben, und diese Verschiebung ist in vollem Gange, werden sie meiner Meinung nach weder auf die Befindlichkeiten der ‚Urbevölkerung‘, noch auf die anderer „Communities“ übertriebene Rücksicht nehmen.

Ein ethnischer Reigen, and the winner iiis …

Es wird interessant sein zu sehen, wer sich in 10, 15 oder mehr Jahren letztlich durchgesetzt haben wird. Koreaner, Chinesen, oder Inder vermute ich, allein wegen der numerischen Präsenz. Welche Gruppe davon steht aber noch aus, und wie sich die weniger dominanten Communities mit den neuen Herren arrangieren werden auch. Die Anglo-Kiwis sitzen zum Teil noch auf Ländereien oder wenigstens ihrer großen Leidenschaft – Häusern – und werden sicherlich nicht von einem Tag auf den anderen aus der neuseeländischen Prärie verschwinden. Ihre Tage an der Sonnenseite des Systems sind allerdings meines Erachtens mittelfristig gezählt.

Das schreibe ich ohne große Nostalgie. Erstens hat niemand die Kiwis alter Ausprägung dazu gezwungen, sich selbst demografisch zu marginalisieren. Dieser Prozess erfolgt freiwillig. Zweitens steht dahinter auch ganz handfeste Gier, denn durch die Zuwanderung wurden zum Beispiel bewusst die Immobilienpreise verteuert, was vor allem der alten Garde zu Gute kam und kommt. Auch beim Verhökern von Naturschätzen ist man traditionell nicht gerade zimperlich.

Last but not least – und hier mögen mir die Leser verzeihen, die Google Chrome zur Übersetzung ins Englische nutzen – wird es interessant sein zu sehen, was „the winning team“, zum Beispiel die Chinesen aus dem Land machen werden. Sicherlich etwas sehr anderes als es das bisher war. Die Vision eines David Lange des ausgehenden 20. Jahrhunderts von einem glücklichen europäisch-polynesischen Mischvolk an den Gestaden der bewölkten Inseln ist jedenfalls von der Realität eingeholt, denn eines steht für mich fest, weder Maori und deren polynesische Vettern, noch alteingesessene „Pakeha“ werden in Zukunft die Geschicke Neuseelands entscheidend bestimmen. Mark my words.

11 Antworten auf Opinion: Wer hat Angst vorm Chinamann?

  1. Y sagt:

    es wird genauso ungut enden wie in Europa mit Bürgerkrieg.

    geehrter Stefan, wer in Südamerika Fuss gefasst hat, bleibt… wegen der Rinder und des Sojas und des Tangos…und weil dort noch Christen ihre Religion ausüben dürfen. Auf Leute die dummes Zeug reden ohne Fakten verzichten wir in Uruguay gern.

  2. Jenny sagt:

    Oh, das hast du falsch verstanden, Peter – ich hab mich nicht auf dich bezogen, sondern auf die letzten Kommentare. Und, ja, man hört auch bei uns in Dresden, wo der Ausländeranteil gefühlt nahe Null geht, Ängste vor der muslimischen Geburtenexplosions-Unterwanderung. Da geht mir dann die Hutschnur hoch.

    Ich denke außerdem schon, dass die viiielen Chinesen, die dann seit 50 Jahren in Neuseeland leben, sich mehr oder weniger als Neuseeländer sehen werden, du nicht? Sie leben ja dann eben schon lange nicht mehr in ihrem Herkunftsland – ein Problem, das die vielen in Deutschland geborenen Vietnamesen auch haben, die eigentlich keine kulturelle Verbindung mehr „nach Hause“ haben. Da gibt es den kleinen, feinen Unterschied zwischen Staatsbürgerschaft und Aussehen – letzteres mag unterschiedlich sein, aber ersteres doch dann irgendwann nicht mehr. Und hier liegt m.E. der Hund in dieser ganzen Überfremdungsdebatte begraben.

    Aber vielleicht bin ich als Multikulti-unerfahrene Kleinstädterin da auch zu naiv, mag sein. Ich lese dich jedenfalls immer gern, finde es gut, dass du diese Themen ansprichst und möchte dir mitnichten irgendwelche hässlichen Dinge unterstellen 😉

    • Peter sagt:

      Hi Jen,

      Ach so, das erklärt es …

      Das Thema ist in der Tat kontrovers, emotional besetzt, und überhaupt ein weites Feld, und es ist legitim verschiedener Meinung zu sein. Ich glaube, dass unnötiger Alarmismus nicht angebracht ist, und den Kopf in den Sand zu stecken genauso wenig. Am angebrachtesten ist eine offene Diskussion, und es gibt mir zu denken, mit wieviel Mühe die praktisch im gesamten „Westen“ kalt gestellt wird, bzw. was für Reflexe da manchmal ausgelöst werden. Gesund ist das nicht. Freiheitlich demokratisch erst recht nicht.

      Jedenfalls würde ich die Dynamik des Ganzen nicht unterschätzen. „Wir“ sind es gewohnt, dass die gesamte Welt sich irgendwo nach uns richtet. Unsere Werte, Menschenrechte, Demokratie (auch wenn die bei uns selbst nicht besonders ausgeprägt ist) – es wird irgendwie angenommen, dass da universelle Fundamente darunter liegen, und dass alle, Asiaten, Inder, Araber, Muslime irgendwann zu dem Schluss kommen, dass „wir“ Recht haben, und dann ist Friede, Freude, Eierkuchen. In der Zwischenzeit sehen wir dann bei allen möglichen Auswüchsen des Multikulti-Gebildes einfach weg, und wissen die Geschichte auf unserer Seite.

      Ich sage, dass das unvernünftig ist. Indien, China, die islamische Welt usw.: das sind Universen für sich, die bis auf eine kleine gebildete Mittelschicht nichts mit dem anzufangen wissen, was wir für selbstverständlich halten. Das ist auch ihr Recht. Es ist aber nicht sinnvoll die Konsequenzen zu negieren, die – wenn sich alles wie gehabt weiter entwickelt – bald in unserem Alltagsleben ankommen werden oder auch schon sind. Ich kenne jedenfalls genug „grüne“ Eltern, die ihre Kinder umweltunverträglich weite Strecken in Schulen karren, nur um dem Multikultiklassenzimmer zu entgehen, das sie andererseits-schizophren theoretisch ja so bereichernd finden.

      Dresden ist keine Kleinstadt! Sei trotzdem froh, dass es da noch nicht die Probleme gibt wie in Sydney or Auckland. Möge es noch lange so „langweilig“ bei Euch bleiben.

  3. Jenny sagt:

    Es ist mir nicht ganz klar, warum es so schlimm ist, dass die Neuseeländer (oder Amerikaner, oder Deutschen) in 50 oder 100 Jahren eine andere Hautfarbe als heute haben werden? Oder dass in Neuseeland mehr Ureinwohner als europäische Einwanderer leben werden?
    Diese Überfremdungsängste allerorten finde ich ziemlich spießbürgerlich und auch lächerlich. Als ob „die Chinesen“/“die Inder“/you name it insgeheim ein Komplott ausgeheckt hätten, gebärfreudige und finanzstarke Überfremdungsagenten in alle „wichtigen“ Länder der Welt zu schicken, um diese zu übernehmen und „heim ins Reich“ zu führen, oder was? Ups, das war ein Reizwort…
    Dann pflegt doch eure Kultur, bekommt mehr Kinder und tragt Tracht, wenn euch der Erhalt eurer Rasse (sorry, aber wie soll ich das sonst verstehen?) so wichtig ist!

    So, Peter, jetzt hast du Opinion 😉

    • Peter sagt:

      Hi Jenz, danke für den Kommentar, aber huch, so emotional? Wo in dem Artikel siehst Du spießbürgerliche Überfremdungsängste? Wenn überhaupt könnte Dich als Neuseelandliebhaberin eher der Schluß aufregen in dem ich mehr oder weniger schreibe, dass die Chinesen vielleicht mehr aus dem Land machen werden als die momentanen Schlappis. Ich will aber auch nichts verteidigen, wo es keinen Anlass gibt.

      Nichtsdestotrotz stehe ich dazu so ein Thema zur Diskussion zu bringen. Für potentielle (deutsche) Auswanderer ist es wichtig zu wissen, worauf sie sich einlassen, z.B dass ihre Kinder bzw. spätestens deren Kinder in einem Land aufwachsen werden, in dem ihre Ethnie eine Minderheit ist. Oder besteht da Diskussions-/Informationsverbot? Ist ja theoretisch möglich, dass das nicht alle gleich toll finden.

      Übrigens, und hier liegt das Tier begraben, meinst Du wirklich, dass Chinesen oder Inder oder wer auch immer so etwas wie Europäer mit anderer Hautfarbe sind? So eine Sicht ist für mich eher latent fremden-irgendwas. Hast Du schon mal in einem Land gelebt, das nicht „westlich“ orientiert ist? Die „Anderen“ haben nicht nur andere Hautfarbe, sondern andere Werte, politische Kultur, Gedankenwelt usw. Und ich kenne sogar ein Blog in dem unlängst darüber beschwert wurde, dass die vielen chin. Touristen in Neuseeland die Art und Weise der Tourismusbetriebs so ändern, dass das einem Authentizitätssucher aus Europa glatt ein Dorn im Auge sein könnte :-)

      Dorn, Splitter, oder Balken, Nein, Nein, Rassismus lasse ich dem Blog nicht unterschieben, sorry. Aber ich schreibe Dir zur Liebe bald mal einen Artikel aus dem rassistischen Alltag, wer da wen und wie genau und warum usw. Du platzt bestimmt schon vor Ungeduld :-)

      • Oliver sagt:

        In Taiwan werden mittlerweile viele Orte auch von chinesischen Touristen überflutet und nicht wenige Taiwanesen beschweren sich über die schlechten Manieren und andere Probleme, die man durch die vielen chinesischen Touristen hat. Und Taiwanesen und Chinesen sprechen immerhin größtenteils die gleiche Sprache und haben zumindest ein gemeinsames kulturelles Urerbe. Es bräuchte wahrscheinlich 1-2 Generationen, bis sich hinzugezogene Chinesen irgendwie als Neuseeländer sehen. Bis dahin wird es eher ein Nebeneinander geben als ein Miteinander.

  4. Stefan sagt:

    @Peter:

    Ne, ich hab nur teilweise recht! Hab mal kurz recherchiert und muss sagen, DU hast recht, was du heute sagst, wird in 30 oder 40 Jahren pure realitität sein! Zwischen 2030 und 2040 werden die Weißen in Neuseeland die Minderheit sein!! Maori und Asiaten werden dann etwa 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung stellen!
    Im übrigen werden zu diesen Zeitpunkt in Kalifornien, dem bevölkerungsreichsten Staat in den USA mehr Schwarze, Asiaten und Latinos als Weiße leben!!
    Auch in British Columbia wird es mehr Asiaten als Weiße geben!

  5. gasmann sagt:

    Ich habe mir sagen lassen, Europa bricht demnaechst auseinander und die Deutschen planen Masseneinreise nach NZ einschliesslich Uebernahme der Regierungsgeschaefte.

    Irgendwie mag ich ja die Seite, so kontrovers…

    Das Ganze erinnert mich an den Ausruf eines Freundes angesichts der tuerkischen Beschilderung in der Ankunftshalle des Flughafens in Schtuttguard: o moi, o moi, die Turke komme.
    Oder die ueberlieferte Aussage eines Seligverwandten angesichts der Ankunft italienische Arbeiter damals in den 60er und 70ern, demnaechst wuerde in D nur noch italienisch gesprochen.

    Wer weiss, vielleicht haelt Mr Key ja Wort und es entstehen bald die versprochenen 100 000 Jobs. Dann koennen die Kiwis endlich wieder nach Jahren der Entbehrung im OZ-Exil in ihr selbsterklaertes Paradies zurueckkehren. Das duerfte dann die Statistik wieder in die Pakeha Ecke ruecken.

    NZ Talkback ist jedenfalls immer wieder mal oefter schwer auslaenderfeindlich geschwaengert. Siehe die ganze Geschichte mit den crafar farms. Ich gehe eine Wette ein, dass der chinesische Besitz an NZ-Farmen im unteren einstelligen Bereich liegt. Und natuerlich besitzt Fonterra in China Land. Aber bitte nicht anders rum. Hysterier, Hysterier. Kaltbluetige Arier bleiben da cool. Obwohl derartige Toene gerade in D nicht unbekannt sind.

    Ich empfehle jedem, dem Auki zu eingefaerbt ist eine Fahrt ins blaugruene Landesinnere. Zb nach Mangawhai, dort sind die Kiwis noch unter sich.

    Wer weiss, vielleicht ist das Ganze ja Satire und ich hab alles falsch verstanden.

    Ihr Gasmann

    • Peter sagt:

      @Gasmann: also nicht-kontroverse NZ-Seiten gibt es ganz ganz viele; diese hier halt nicht, sorry :-) … bzw. nicht-sorry. Steht jedem frei eine andere Meinung zu haben – solange zivilisiert ausgedrückt – you are a free man in a free country. In China darf meines Wissens kein nicht-Staatsbürger Land besitzen, übrigens. Fonterra besitzt Firmenanteile oder ist in joint ventures aber Landeigentum hat Fonterra in China m.E mit Sicherheit nicht. Das mit den paar Inseln und dem Streit zwischen China und Japan zeigt auch wie wichtig fürs nationale Selbstbewusstsein Landfragen sind, plus Tibet, plus Taiwan. Ich glaube nicht, dass blauäugige Arier die Borniertheit gepachtet haben. Die ist rassenübergreifend. Hoffentlich ist diese Aussage jetzt nichts rechtsradikal … oh je.

  6. Stefan sagt:

    „weder Maori und deren polynesische Vettern, noch alteingesessene “Pakeha” werden in Zukunft die Geschicke Neuseelands entscheidend bestimmen“

    gewagte Aussage, wie ich finde! Die Maoris haben eine sehr junge und schnellwachsende Bevölkerung!Die meisten Einwanderer nach Neuseeland sind Kiwis, die aus Oz zurück kommen, dann die Briten und Iren, davon sind sagen wir mal 90 Prozent Weiß und auch ein paar tausend Südafrikaner kommen und von dneen sind fast alle Weiß. Zudem kommen auch tausende Australier,davon dürften die meisten auch Weiß sein! Nicht zu vergessen auch die Einwanderer aus Deutschland, USA und Südamerika, die meisten sind auch Weiße!
    Ein Brite hat doch in NZ kaum Probleme mit der Integration, sein English ist perfekt, Gesundheitssystem, Bildungswesen, Versicherungen, sogar das Auto fahren, alles ist fast wie in England oder ähnlich!
    Ein Koreaner oder Chinese kommt aus nem völlig fremden Umfeld!
    In Deutschland glauben auch manche Leute, dass die Türken die Macht übernehmen, werden, ich habe auch nix gegen Türken, aber schau sie dir an, die meisten sind Arbeiter, haben Läden für Gemüse, Döner, Reisebüros usw. die werden niemals die Macht übernehmen, ausser Cem Özdemir gibts keinen Politiker mit türkischen Wurzeln der halbwegs für voll genommen wird!
    Ist in Neuseeland doch ähnlich oder???

    • Peter sagt:

      @Stefan: Ja, ist gewagt, weil ist ja auch „Opinion“. Zahlen aus der Immigration Seite, Residence Permits 2011/12: GB: 6514, Indien: 6260, China: 6201, Philippinen: 4189, Fiji: 3362, Südafrika: 2461, Samoa: 2259, Südkorea: 1750, USA: 1355, Tonga: 1004 usw. Aus Fiji kommen fast nur Inder, und auch bei dem Kontingent aus GB gibt es – wie Du auch sagst – nicht wenige Asiaten und Inder. Das sind nur die Top Ten, aber das Bild ist klar, und es ist vor allem im täglichen Leben klar, weil innerhalb weniger Jahre in Auckland ganze Stadtteile von „Communities“ übernommen werden. Übrigens sind viele der Chinesen und Koreaner ziemlich reich. Inder weniger. Aber geh mal durch die Innenstadt von AKL und zähl die Läden ab, die nicht von Asiaten und Indern betrieben werden. So viele sind das nicht mehr. Logisch gesehen hast Du schon Recht. Vor 20 Jahren hattest Du auch noch praktisch Recht. Aber da hat sich viel geändert, vor allem in den Großstädten, die letztlich die Richtung des Landes eher prägen als die ländlichen Gebiete, die noch eher traditionelle Demografien haben. Aber wie gesagt, ist halt meine Meinung. Wird noch verstärkt dadurch, dass die „Pakeha“ NZer eigentlich gar keinen kulturellen Stolz haben. Ich habe „weiße“ Kinder getroffen, die sagten sie hätten gar keine Kultur, das hätten nur Maori. Extrapolier das alles mal … meiner Meinung nach wird NZ innerhalb spätestens 2 Generationen kein Land mehr sein, das von einer „westlichen“ Zivilisation dominiert ist. Wahrscheinlich reicht sogar eine Generation.

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