Opinion: Eine Affäre Dreyfus unserer Tage?

Lesedauer: 8 Minuten

Falls es einigen nicht präsent sein sollte, führte die Affäre um den französischen Offizer Alfred Dreyfus, der fälschlich des Geheimnisverrats an Deutschland bezichtigt und dafür abgeurteilt wurde, in den Jahren der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu einer Polarisierung der französischen Gesellschaft an deren Ende einige radikale Brüche standen, wie die noch heute geltende absolute Trennung von Staat und Kirche. Auf immer verbunden mit der Affäre Dreyfus bleibt auch das Bild eines unerschütterlichen, kritischen Journalismus. Émile Zola wurde für seinen flammenden Angriff auf die systemische staatliche Ungerechtigkeit im Fall Dreyfus in J’accuse ebenfalls von einem Gericht verurteilt und musste sogar kurz ins britische Exil fliehen, während das Dreyfus Engagement seinen Kollegen und Verleger Clemenceau letztlich sogar zum Premierminister einer radikal sozialistischen Regierung hochspülte, die Frankreich einen Reformschock versetzte.

Aber was hat das mit Neuseeland zu tun?

Angeblicher Geheimnisverrat, angebliche Zusammenarbeit mit dunklen fremden Mächten, gesicherte Zugehörigkeit zu einer geächteten sozialen Gruppe, von Hillary Clinton so treffend ‚deplorables‚ genannt und eine sehr markante Rolle des globalen Medien-Establishments … nun mag Neuseeland nicht im Zentrum des Sturms liegen, der sich gerade zusammenbraut, aber man ist doch gut dabei mit täglich extremer werdender Negativberichterstattung zur Affäre Trump, dem undenkbaren Präsidenten der USA. Auch in Neuseeland ist es inzwischen nicht ungefährlich sich eine politische Meinung zu leisten, die von globalistischen Vorgaben abweicht. Auch in Neuseeland herrscht Krieg gegen die Freiheit der Andersdenkenden.

Während eines Tischgesprächs stellte mich unlängst mein nicht einmal zehnjähriger Neffe zur Rede als sich die Diskussion der Causa Trump zuwandte. Der Mann wäre böse und ich hätte dem zuzustimmen, sonst wäre auch ich böse. Die ideologische Festigung à la Mütterchen Russland – Väterchen Stalin hatte man dem Kleinen in einer staatlichen neuseelandändischen Grundschule vermittelt.

Von Dreyfus zu Trump

Die Parallelen sind greifbar. Seit Monaten konstruiert eine Allianz von Establishment-Politikern, Karrierebürokraten, einflußreichen Konzernlenkern und einer willfährigen Presse eine Affäre Trump, bei der Ermittlungen praktisch schon mit einer Verurteilung gleichgesetzt werden. Ob nun in deutschen oder neuseeländischen Zeitungen, die Existenz von Ermittlungen ist bereits der Richterspruch: schuldig!

Worum geht es objektiv? Um die Vermutung, dass Personen innerhalb der Trump Wahlkampforganisation mit der russischen Regierung zusammenarbeiteten („collusion“), um den Ausgang der Wahl zum US Präsidenten in ihrem Sinne zu beeinflussen. Aber auch wenn es so gewesen wäre, was genau soll das Verbrechen sein? Wenn die Clintons sich offen mit Geldgeber George Soros und befreundeten Medien treffen, um zu diskutieren, wie sie die neue US Administration torpedieren können, dann ist das legal, sicher auch politisch legitim und findet in der Presse kaum Beachtung. Die fragwürdigen Verbindungen der Clintons zu China oder der Bushes zu Saudi-Arabien beleuchten wir gar nicht näher, aber es steht meiner Meinung außer Frage, dass sogar wenn irgendwelche Absprachen zwischen Angehörigen der Trump-Kampagne und z.B. russischen Geheimdiensten zu gezielten Indiskretionen mit den Ziel Hillary Clinton zu schwächen existiert hätten, damit kein Straftatbestand erfüllt wäre. Der eine mag George Soros verabscheuungswürdig finden und der andere Vladimir Putin. Mit ihnen zu sprechen und politische Agenda abzustimmen ist deshalb aber noch lange kein Verbrechen. Nebenbei, gerade in Deutschland findet niemand etwas dabei, wenn eine Kanzlerin sich ihre sogenannte Flüchtlingspolitik von Soros-Organisationen entwerfen lässt.

Juristisch interessant wird die Affäre Trump jedenfalls erst, wenn beispielsweise nachgewiesen werden kann, dass Angehörige der Trump-Kampagne ihre russischen Gesprächspartner dazu aufgefordert haben in die Computer der DNC einzubrechen und dort Daten zu stehlen. Und sogar wenn das nachgewiesen werden sollte, dann würde Präsident Trump sich mit Sicherheit distanzieren und behaupten – ob nun wahr oder nicht – nichts davon gewusst zu haben und es schon gar nicht genehmigt oder angeordnet zu haben. Letztlich wäre es in zukünftigen Wahlkämpfen eine sichere Diskreditierungsmaschine ins gegnerische Wahlkampfteam irgendwelche Leute einzuschleusen, die irgendwelche krummen Dinger drehen, um bei einer eigenen Wahlniederlage dem Gewinner die Legitimierung abzusprechen.

Ein globaler Angriff auf die Demokratie

Also was soll das Ganze? Am Ende eines Zivilisationszyklus stehen vielleicht immer verhärtete Machteliten, die zunehmend rücksichtslos agieren, um den eigenen Führungsanspruch und materiellen Vorteil von Gottes Gnaden zu maximieren. Dagegen werden vielleicht immer die Massen derjenigen, die den Spaß bezahlen in irgendeiner Weise rebellieren, zum Beispiel durch ein Kreuz bei Brexit oder Trump. Sehen die Eliten nicht ein, dass es in ihrem eigenen Interesse ist mit den breiten Massen einen Kompromiss zu finden, kommt es zur Eskalation. Trump muss weg, koste es was es wolle. Er repräsentiert einen den Machteliten verhassten Teil der Gesellschaft und er will diesen Teil der Gesellschaft auch noch stabilisieren und damit zum Dauerproblem machen.

Die Strategie der Machteliten dagegen läuft auf Liquidierung hinaus. Eine potente, zu politischer Aktion fähige einigermaßen homogene Mehrheitsgesellschaft stört die Wertschöpfung und wird auf inzwischen wohlbekannten Wegen erodiert. „Divide and rule“ nannte sich das in früheren Epochen. Dazu ist jedes Mittel Recht, auch Ermittlungen in der Affäre Trump, der sich nicht einmal ein Straftatbestand zuordnen lässt. Hauptsache es wird ermittelt und die Medien putschen die Ermittlungen zu einer vorweggenommenen Verurteilung auf. Auch wenn am Ende nur der Bericht eines Sonderermittlers stehen sollte, der nichts juristisch Handfestes liefert, so wird es vielleicht reichen im Moralstrafgerichtshof der Medien Verbindungen um fünf Ecken zu einem Herrn Putin zu einem Coup gegen einen demokratisch gewählten Präsidenten zu konstruieren, denn Herr Putin ist ja ein Schlechter, während Spekulationsmilliardär Soros ein Guter ist.

Es geht hier um mehr als einen Präsidenten Trump, den ich persönlich nicht einmal sympathisch finde, oder höchstens relativ zu einer Frau Clinton, die in ihrem Missionierungseifer in Libyen und Syrien unaussprechliches Unheil angerichtet hat. Es geht darum, ob die Zivilgesellschaft noch ein Recht auf die Bestimmung ihrer politischen Führung durch demokratische Wahlen hat, oder ob letztlich Eliten und angeschlossene Medien alle Macht auf sich vereinen.

Washington sitzt noch auf dem Zaun

Ein Muster, dass wir in diesen Tagen immer wieder sehen ist übrigens ein ausgeprägtes Sowohl-als-Auch. Ein AG Sessions versichert, dass seine Gespräche mit dem russischen Botschafter bedeutungslos waren, entbindet sich danach aber von weiterer Mitwirkung in Sachen Russland. Sein Deputy Rosenstein empfiehlt die Entlassung von James Comey und setzt tags darauf einen Sonderermittler ein. John McCain will mehr Budget für das US Militär von Präsident Trump, schwafelt aber gleichzeitig von Watergate.

Washington DC ist ein Distrikt, den Hillary Clinton mit über 90% der Stimmen gewann. Der natürliche Instinkt der Karrieristen dort ist es wohl im Establishment eingebettet zu bleiben, ohne den amtierenden Präsidenten – vorerst – zu sehr vor den Kopf zu stoßen. Man ist sich anscheinend nicht sicher, wie der Kampf der Eliten gegen die Demokratie ausgehen wird und spielt vorsichtshalber auf beiden Seiten mit.

Ich hätte Comey auch gefeuert – allerdings anders

Hillary Clinton ist meiner Meinung nach eine unfähige und arrogante Strippenzieherin, der ich prinzipiell nicht die Butter aufs Brot gönne. Aber mit einem hat sie Recht. James Comey hat sie mit der öffentlichkeitswirksamen Wiederaufnahme seiner sogenanten Ermittlungen in ihre email-Hamsterei Ende Oktober 2016 die Wahl gekostet. Dafür sollten wir ihm alle dankbar sein.

Allerdings ist es höchst problematisch jemanden der gerne Gott spielt an der Spitze einer Institution wie dem FBI zu haben. Comey fiel mir bei den letzen Senatsanhörungen – die ich mir tatsächlich zur Unzeit antat – als Primadonna auf, der seine Rolle grotesk überschätzt und deshalb für sein Amt ungeeignet erscheint. Ich hätte ihn deswegen auch entlassen – allerdings nicht per Dienstboten, der den Entlassungsbrief im FBI Hauptquartier abliefert, während Comey gerade auf Reisen ist. So etwas macht man auf hoher Ebene Mann zu Mann. Die Schäbigkeit seiner Entlassung wird Comey Trump sicherlich noch spüren lassen.

Mitleid mit Trump ist trotzdem unangebracht

Bei aller Kritik an einer usurpatorischen Machtelite, die ihre Nützlichkeit längst überlebt hat und zu einer Gefahr für Demokratie, Rechtstsstaatlichkeit und unsere Zivilisation insgesamt geworden ist, darf man Trump nicht zur Lichtgestalt stilisieren.

Von der Geschäftswelt in das Amt des Präsidenten der USA zu wechseln muss unglaublich schwierig sein. Washington ist eine Schlangengrube, die wohl noch korrupter und brutaler ist als der New Yorker Immobilienmarkt. Trump hat bei der Stigmatisierung seiner Wähler, Anhänger und allen, die in positiver Weise mit ihm zusammenarbeiten, wenig Auswahl was seine Mitarbeiter angeht – Einschüchterung funktioniert. Wenn Trump in seiner Amtszeit auch nur 20% seiner Wahlversprechen umsetzt, dann würde ich das vor dem Hintergrund des extrem schwierigen Umfelds in dem er agieren muss als Erfolg betrachten.

Andererseits wird der POTUS auch ständig Opfer seines eigenen losen Mundwerks. Öfter Mal gar nichts zu sagen würde ihm gut stehen. Da könnte er tatsächlich von Politikern wie Merkel lernen.

Ansonsten würde ich an der Stelle Trumps sicher stellen, so schnell wie möglich den USA und der Weltpolitik meinen Stempel aufzudrücken. Ein aktiver Präsident ist ein viel komplexeres Ziel. Und Comey sollten noch viele, viele weitere Plaudertaschen aus der alten Obama-Administration folgen, die offenbar ihr Bestes tun, um das Ergebnis einer demokratischen Wahl zu hintertreiben – auch wenn dies bedeuten würde, dass Ämter dann eine Zeit lang unbesetzt blieben. Last but not least kann ich nicht nachvollziehen warum Trump bisher die Machenschaften des Clinton Clans und der Soros-Organisationen nicht juristisch aufarbeiten lässt. Angriff wäre hier vielleicht die beste Verteidigung.

Was bedeutet das alles für Neuseeland und Deutschland?

Ist jemandem aufgefallen, wie wenig in unseren Medien zum Thema USA und Präsident Obama vor dem November 2016 berichtet wurde – die Golfpartien des politischen Messias gaben wohl nicht viel her – und wie seit der Wahl Präsident Trumps plötzlich ohne Unterlass auf den Titelseiten auch noch über die geringsten Nebensächlichkeiten und wackeligsten Gerüchte zur Präsidentschaft Trump geschrieben – ich sage nicht berichtet – wird? Ein Zufall ist das nicht. Es geht hier, vielleicht nicht bewusst und orchestriert, klar darum ein negatives Bild einer dysfunktionalen Administration zu zeichnen (ähnlich im bald wieder nicht-EU Großbritannien), um den Kontrast zu unseren stabilen, klugen, moralisch einwandfreien Wohlfühlführern Bill English oder Angela Merkel zu untersteichen. Wir haben es gut. Die Presse suggeriert eine Weisheit und Effizienz unserer Regierungen, die es natürlich nicht gibt, um dem lokalen Establishment Wahlkampfhilfe zu leisten. Viele Menschen nehmen die scheinbaren politischen Ruheräume im herbeigeschriebenen Trump-Chaos leider dankbar an.

Übrigens, in Neuseeland wird am 23. September, also einen Tag vor der Wiederwahl der ewigen deutschen Kanzlerin am 24. September gewählt (Anleitungen zur Briefwahl für in Neuseeland lebende Deutsche).

In Neuseeland steht indes um einiges weniger auf dem Spiel als in Deutschland. Wie schon früher an dieser Stelle diskutiert, bleibt Neuseeland wegen seiner geografischen Isolierung von Problemen wie massenhafter illegaler Einwanderung verschont, auch wenn Neuseelands eigene Elite einem Ansturm genauso wenig entgegensetzen würde wie Merkel. Auch das Nordkoreaproblem wird auf Neuseeland, das nicht einmal über eine richtige Luftwaffe verfügt, kaum Auswirkungen haben. Man diskutiert weiter bis zum Erbrechen über den Immobilienmarkt und die Preise für Michpulver. Nichts Neues in den Antipoden.

Gut ist damit natürlich noch lange nicht alles. Jeder muss selbst entscheiden, wie wichtig ihm oder ihr Werte wie persönliche Freiheit, finanzielle Selbstbestimmung (vulgo niedrige Steuern), Bürgerrechte, ein – man hört den Begriff inzwischen seltsam selten – freiheitlich-demokratischer Rechtsstaat usw. sind. Eine Übersiedlung nach Neuseeland wird im sich verdichtenden globalen Klima politischer Repression bestenfalls einen Zeitgewinn bringen. Freiheit wird einem nirgends und niemals geschenkt.

Das Versagen des Journalismus

Zurück zum Anfang dieses weitscheifenden Meinungsartikels, zum unglücklichen Alfred Dreyfus, der ungewollt der kaputten dritten französischen Republik den Todesstoss versetzte, dank beherzter Journalisten wie Émile Zola.

Von Politikern darf man nicht viel erwarten. Es sind Praktiker der Macht, die nur selten etwas Format und Integrität durch die Parteimühlen retten. Von Journalisten sollte man andererseits umso mehr fordern. Den ehrlichen Versuch neutraler Berichterstattung, eine klare Abgrenzung zwischen Meinungsartikeln und objektiven Berichten, vielleicht sogar ein fundamentales Interesse am Gemeinwesen, ich meine nicht dem in Syrien, sondern zu Hause und auch ein klares Bekenntnis zu Pluralismus, Meinungsfreiheit (die bekanntlich immer diejenige des Andersdenkenden ist), Prinzipien der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Nicht jeder kann das Löwenherz, den Mut eines Émile Zola haben, aber in jeder Journalistengeneration müsste es doch wenigstens einige geben … und doch sucht man sie heute in den großen meinungsführenden Medien vergeblich. Nichts ist in der derzeitigen Krise unserer Zivilisation enttäuschender als das Totalversagen der Leitmedien.

Umso schwieriger wird es an einen Ausgang wie in der dritten Republik zu glauben, die ganz folgerichtig innerhalb weniger Jahre an ihren Widersprüchen und Lügen zu Grunde ging.

Deutschland neu denken

Dabei brauchen wir heute alle, ob in Neuseeland oder Deutschland mehr denn je streitbare Intellektuelle. Auch Neuseeland als Wurmfortsatz Australiens glänzte einst als erstes Land in dem Frauen wählen durften. Distanz muss nicht Mittelmäßigkeit heißen, wenn die Eliten sich nicht nur aus realexistierender Macht, sondern auch aus ihrer Befähigung ableiten.

Und Deutschland? Vielleicht steht es mir nicht zu, aber ich betrachte Deutschland als moderne Nation inzwischen als ein Experiment, das gescheitert ist. Nicht einmal 150 Jahre alt, aber doch wenigstens einen Weltkrieg provoziert und nichts daraus gelernt. Sigmar Gabriel attestierte Angela Merkel in der sogenannten Flüchtlingskrise unlängst Übermut und Naivität. Udo di Fabio, der ehemalige Verfassungsrichter, stellte eine ‚Deformation des Rechtsstaats‚ fest. Genügend Beobachter machen Merkels Einladungspolitik für das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU verantwortlich oder auch für den gewaltigen Rückschlag in der Aussöhnung zwischen Deutschland und Ländern wie Polen. Verbrannte Erde. Und das deutsche Bürgertum sieht wieder einmal weg oder macht hurraschreiend mit. Ist so eine Nation tragbar und sinnvoll? Möge die Preußenkönigin in Preußen politische Willkür und gesellschaftliche Verrohung durchsetzen – aber was wollen zum Beispiel die Bayern damit? Ein Eingeständnis des Scheiterns der Idee Deutschland wäre für die Deutschen und den Rest Europas vielleicht das Beste. Darüber sollte jemand nachdenken, bevor es zu spät ist.

***

PS. @Siggi: siehst Du, hat doch geholfen …

7 Antworten auf Opinion: Eine Affäre Dreyfus unserer Tage?

  1. Zahn sagt:

    warum schreibst kein Buch? in Mainz ist ende Juni die Buchmesse für Kleinverlage:minipresse.de
    Du vergisst: Deutschland ist nicht souverän, die Amis haben nicht nur ihre Angriffstruppen auf deutsche Kosten hier, Obama war stets Merkels Chef, die Grünen wurden nur gross dank Amiunterstützung.
    In GB werden sie jetzt die freie Meinungsäusserung abschaffen und weltweit bald danach, ausser..es schreiben Leute mit Strahlkraft um die Leute endlich aufzuklären. Mut uns allen

  2. Robert sagt:

    Die Rückkehr zur vor-bismarckschen Kleintaaterei ist vermutlich die letzte Hofnung für die Deutschen. Nachträglich stellt sich auch die Besetzung des Ostens durch die SU als Segen heraus – während im Westen alles ruht wird in Dresden demonstriert. Peter was denkst über das CANZUK-Projekt?

    • Peter sagt:

      Hi Robert

      Ich denke, dass es in CAN und NZ bis auf Weiteres keine Mehrheiten für so ein Projekt gäbe.

      Interessanter fände ich, wenn GB eine Konkurrenzunion zur EU aufmachen würde, z.B. mit den eher freiheitsorientierten skandinavischen Ländern (ohne Schweden), den baltischen und den Wisegrad-Staaten. Blöd, dass in dieser Gruppierung aber der Zahlmeister fehlt, den D in der EU gibt.

      Man weiß wirklich nicht wozu historische Katastrophen zum Schluß alles gut sein können, im Rückblick. Ich habe mich da jedenfalls jahrzehntelang geirrt. Deutschland ist eben kein Land wie jedes andere, das nur irgendwie singulär den absoluten Horror konstruiert hatte, in ideologischem Übereifer. Deutschland war 110% kommunistisch und ist jetzt 110% globalistisch. Mir ist das unheimlich und vielen anderen auch, obwohl sie natürlich den Mund halten solange es EU Geld gibt und die internationale Presse im selben Fahrwasser ist wie D. Gut gehen kann das jedenfalls nicht.

      Wir leben in interessanten Zeiten.

      Gruß, Peter

  3. lenz sagt:

    Ein wirklich sehr schöner Kommentar und schön wieder was von dir zu lesen. Meine verstorbener Bekannter aus Australien meinte den auch: Wirklich schlauer sind die da unten auch nicht. Die Lage wäre ein Vorteil.

    „Eine Übersiedlung nach Neuseeland wird im sich verdichtenden globalen Klima politischer Repression bestenfalls einen Zeitgewinn bringen. Freiheit wird einem nirgends und niemals geschenkt.“
    Dem ist so, daher sehe ich gegebenenfalls in der Schweiz auch nur einen kleinen Zeitgewinn, wobei die da deutlich mehr Demokratie haben, allein am Sonntag hat Zürich über 7 Sachen abgestimmt, nicht nur über den Atom-Kram – aber so etwas erwähnt unsere Lügen-Lücken-Presse nicht. https://www.stadt-zuerich.ch/portal/de/index/politik_u_recht/abstimmungen_u_wahlen/naechste_termine/170521.html Die grüne Grundbasis ist dort immer spürbar, vielen Menschen scheint es zu gut zu gehen und für wirksame Hilfe sind Sie einfach zu doof.

    Somit NZ: Sie haben wohl ein besseres med. System, was mir meine kranken Bekannten aus D berichten ist absurd. Behandlungen die Schaden, keine Sinn machen, … aber den Anbietern notwendigen Umsatz bringen. Wer heilt verdient nichts, …

    Ein Vorteil von NZ sind die nur 5 Mio Einwohner, die können nie eine EUDSSR-Diktatur finanzieren, wie wir hier. Wohl auch keine Luftwaffe, nur wozu? Geht anscheinend auch ohne – Deutschland hat ja auch kaum noch flugfähiges Gerät, in der Schweiz scheint es am Wochenende auch schwierig zu sein. Das viele Wasser drum rum hat viele Vorteile.

    Und der Schari-Staat Nachbar von Australien … https://www.heise.de/tp/features/Indonesien-Gouverneur-wegen-Gotteslaesterung-verurteilt-3708750.html löst nicht unbedingt Freude aus. Allein wegen der Menschenmengen wird man sich vielleicht mal in ein Bündnis mit dem „religionsfreien“ China flüchten? Langweilig wird es sicher nicht.

    Und NZ hat für mich als Sprach-Muffel 2 gravierende Vorteile: Sprache geht so und quasi Verwandtschaft :-)

    Kurz zu Trump: Ja, immer wieder absurdes, seine unverschleierte Frau bekommt von Saudis die Hand gegeben – wow, dass wäre was für die „Frauen-Bewegung“ – geht unter.

    Und von Folker Hellmeyer kopiert 19.5.2017: … Unter Eid sagte der damals noch amtierende FBI-Chef Comey vor dem US-Senat aus, dass es seitens der Trump-Administration keine Behinderung der Untersuchungen gab. Aussagen unter Eid haben eben Aussagekraft.

    • Peter sagt:

      Hi Lenz-Hannover

      Die Aussage von Comey unter Eid, dass er keine Behinderung der Justiz erlebt hätte, habe ich sogar selbst gesehen. Das wird seine Glaubwürdigkeit nicht fördern. Aber man kann die Justiz ja auch nur behindern, wenn irgendeine Straftat verfolgt wird. Welche Straftat das überhaupt sein soll, kann bis dato niemand sagen.

      Mysteriös, das Ganze …

      Ich denke, dass Neuseeland sich irgendwann als Satellitenstaat Chinas wiederfinden wird, und Australien auch, vor allem wenn in den USA das Establishment weiterhin versucht das Land von innen zu zerrütten, weil ihm ein Wahlergebnis nicht passt und damit nur der Diktatur China nützt. Ob das je ein offizielles Bündnis zwischen Neuseeland und China wird? Die Chinesen müssen ja einfach nur damit fortfahren Neuseeland aufzukaufen, dann braucht es irgendwann keine Bündnisverträge mehr.

      Gruß,
      Peter

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