SlideStory: Lake Matheson

Wie das Artikelbild vermuten lässt, ist dieser kleine Gletschersee, heute ein gutes Stück unterhalb des Fox Glacier gelegen, seit Jahrzehnten fester Bestandteil jeder Südinselroute die etwas auf sich hält.

Geheimnisvoll in dichtem Regenwald verborgen ist Lake Matheson so gut abgeschirmt, dass besonders am frühen Morgen und späten Abend, wenn weder Meeresbrise noch Bergwind Wellen aufwirbeln, der See wie ein veritabler Spiegel daliegt in dem sich Aoraki / Mount Cook und Mount Tasman in einer wolkenlosen Minute gleich doppelt zeigen.

Apropos wolkenlose Minute – mir tat der Berg den Gefallen nur ein paar Augenblicke lang, nachdem ich den kurzen Rundgang um den See beendet hatte :-( … Übrigens herrschen auf den verschiedenen Aussichtsplattformen rings um den See zum Teil abenteuerliche Zustände, wenn sich die vielen Hobbyfotografen mit ihrer oft beeindruckenden Ausrüstung eifersüchtig um die vermeintlich besten Plätze drängeln.

Lake Matheson ist mit dem Auto in wenigen Minuten vom Haast Highway aus zu erreichen, ein großer Parkplatz steht kostenfrei zur Verfügung und der etwa einstündige Rundweg ist hervorragend ausgebaut. Wer am Fox Glacier vorbeikommt, sollte die Gelegenheit nutzen.

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SlideStory: Der Franz Josef Gletscher

Als Exotikum muss man diesen Gletscher sicherlich nicht mehr anpreisen. Eine Viertel Million Besucher pro Jahr machen den Franz Josef Glacier auf etwa halber Höhe der Westküste der Südinsel heute zu einem der bekanntesten Touristenmagneten des Landes.

Als ich dort 1990 das erste mal vorbeikam sah das noch ganz anders aus. Ein paar Herbergen und der „pie“ in der Tankstelle waren das Höchste der touristischen Gefühle. Heute fliegen fast ununterbrochen Hubschrauber um den Gletscher herum, Straßen und Wege sind hervorragend ausgebaut und es herrscht kein Mangel an eleganten „Chalets“ (Blockhütten, allerdings eher im nordamerikanischen als im schweizer Stil) und teuren Restaurants. Bis auf den Lärm der Hubschrauber stört mich das Treiben auch nicht. Schön, dass die Einheimischen gut davon leben und die Besucher ihr Vergnügen haben.

Das Publikum ist übrigens auffallend deutsch. Am Namen des Gletschers zu Ehren der Sissi-Ehemanns und an der Entdeckung bzw. ersten Dokumentation der Eismassen im Jahr 1865 durch unseren in Neuseeland noch immer sehr verehrten Bonner Landsmann Julius von Haast kann es bei der notorischen Geschichtsvergessenheit der Deutschen prä-33 allerdings nicht liegen. Gesprächsthema schien eher die Uni zu Hause, oder die nächste Etappe der Neuseelandfahrt zu sein, oder auch die beste Selfieposition, vorzugsweise einen Meter hinter dem Absperrzaun :-) … bemerkenswert jedenfalls, dass der Gletscher und seine imposante Granitkulisse die meisten kaum zu interessieren schien.

Nun, vielleicht ist die deutsche Dominanz am Franz Josef bald auch Geschichte. Ein chinesisches Fotografen- und Modellteam war gerade vor Ort, um den Gletscher als Ziel für Hochzeitsreisende zu vermarkten. Auch das haben wir in unserer kleinen Bildgeschichte dokumentiert. Viel Spaß!

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SlideStory: Der Robbenkindergarten von Wharariki

Wer Abel Tasman sagt, darf ruhig auch einen Abstecher nach Wharariki Beach meinen. Der Halbtagestrip liegt etwa eine Autostunde nördlich von Takaka und führt durch eine landschaftlich sehr ansprechende Gegend. Zwar dominiert auch hier Weideland, aber die Bauern der Gegend haben nicht Eichen und andere europäische Hölzer in den Weideflächen und um ihre Häuser gesetzt, sondern einheimische Baumriesen stehen lassen, die von Farbe und Form viel natürlicher in die Landschaft passen.

Die letzten paar Kilometer der Strecke zum Parkplatz (neben einer Art Backpacker Cafe, bei -40.509113, 172.684968) geht es über eine ungeteerte Straße, die aber problemlos befahrbar ist. Wharariki Beach mit seinen gradiosen Sanddünen ist dann nur noch einen etwa 30-minütigen Spaziergang entfernt, der von Schafweiden gesäumt ist, aber auch durch Reste herrlichen Buschlands führt (und ohne Wespen, wie Abel Tasman).

Mit etwas Glück haben die Robben („New Zealand fur seals„) gerade Junge gehabt (zwischen Januar und September findet man sie mit der größten Wahrscheinlichkeit), die sich um die vorgelagerten kleinen Inseln tummeln. Bei Ebbe sind die „Archway Islands“ vom Strand zu Fuß aus zu erreichen und wenn die Sonne nicht zu sehr herunterknallt und die Mütter gerade auf Fischfang sind, verwandeln sich die natürlichen Pools um die Inselchen in veritable Robbenkindergärten.

Viel Spaß mit den Fotos! PS. Wer sicher sein möchte, dass Robben in der Gegend sind, kann die Post Office in Collingwood anrufen und fragen. Die Dame, die den Laden betreibt ist immer auf dem neuesten Stand der Lokalnachrichten  😀

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SlideStory: Zu Tode geliebt – Abel oder disable Tasman?

Abel Tasman National Park ist, wie die neuseeländische Naturschutzbehörde DOC lakonisch feststellt, sowohl der kleinste als auch der am meisten besuchte Nationalpark Neuseelands. Das hat Folgen. Wir waren zu Saisonende dort und fanden – ohne Spaß – eine größere Dichte an Deutschen vor als in jeder deutschen Fußgängerzone, wenigstens in Westdeutschland. Nur die „sand flies“ und die Wespen waren noch zahlreicher. Übrigens habe ich noch nie soviele Wespen an einem Ort gesehen und frage mich, warum DOC das so laufen lässt (wir werden dem nachgehen und ggf. berichten). Zuweilen war deren irritierendes Summen, Nein, nicht ohrenbetäubend, aber ausreichend, um die typisch neuseeländische Stille zu verdrängen :-( … Und wenn die Wespen Pause machten, dann wurde die Geräuschkulisse von der nicht enden wollenden Prozession von „water taxis“, also kleinen bis mittleren Motorbooten, die regelmäßig an den vielen Anlegestellen entlang der Küste Halt machen, um Besucher ein- und auszuladen geliefert.

(c) Geographx Ltd., mit Genehmigung / with permission of Geographx

(c) Geographx Ltd., mit Genehmigung / with permission of Geographx

Die vielen, meist jungen und oft sächselnden, deutschen Stimmen stören dagegen nicht. Aber sie erstaunen. Es ist interessant, dass trotz des Verfalls des Euro zum Kiwidollar die deutsche Sehnsucht nach Neuseeland noch nicht nachgelassen hat. Wie die Jungtouristen, oder deren Eltern so einen Trip in Zeiten des Euro zu 1,40 NZ-Dollar finanzieren ist eine relevante Frage. Tourism New Zealand scheint auf seine Art und Weise ganze Arbeit zu leisten. Haben die – welch ein Witz – vier von Tourism New Zealand gesponsorten deutschen „Life Style Blogger“ ihre Groupies zu Tausenden mobilisiert? Schlagen die vielen Schnulzen und Doku-Soaps mit Neuseelandkulisse im deutschen Fernsehen durch?

Optisch sehr ansprechend ist Abel Tasman aber noch immer, siehe die Bildstrecke unten. Türkisfarbenes Meer, rostig-helle Gesteinstöne, sehr ansprechende Sandstrände und ein kaum zu überbietender Überfluss an Farnen in üppigem Regenwald formen eine ganz besondere Garten Eden Atmosphäre. Auf Massen an Tuis (man hört sie, sieht sie aber selten) und andere neuseeländische Vögel sollte man eher nicht hoffen – obwohl, auch in den Fotos, mir endlich ein halbwegs brauchbares Foto eines hyperaktiven Silver Eye gelungen ist. Dazu ist der Nationalpark vielleicht wirklich zu stark besucht und in Teilen auch noch (trotz Ausholzungskampagnen) mit zu viel Unkraut durchsetzt.

Für Abel Tasman spricht, last but not least, auch, dass es um den Nationalpark herum viele andere lohnende Reiseziele gibt. Dazu bald mehr. Praktische Informationen zur Reisevorbereitung sind wirklich in allen Reiseführern, auf dem Internet, bei DOC usw. zu finden. Keine Notwendigkeit hier in die Iteration n+1 zu gehen. Nur soviel: die Gegend um Takaka, also der nördliche Zugang hat uns besser gefallen als Marahau, das südliche Tor zu Abel Tasmans verlorenem Paradies.

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Pasifika: Das Pasifika Festival 2015 in Auckland

Heute und morgen, also am 14. und 15. März 2015, versammeln sich die Pasifika-Communities Aucklands wieder zu einem echten kulturellen Highlight Neuseelands, dem alljährlichen Pasifika Festival das grösste seiner Art weltweit.

Darsteller, Händler, Kunsthandwerker und Köche aus den wichtigsten pazifischen Nationen, incl. Tonga, Samoa, Cook Islands, Fiji und Kiribati schaffen auf dem weitläufigen Veranstaltungsgelände (dieses Jahr in Manukau im Süden Aucklands) ein kleines Abbild des riesigen pazifischen Raums zum Entzücken des Autors und vieler anderer Aucklander. Meine Schwäche fuer die pazifischen Kulturen ist allen „regulars“ dieser Seiten wohl bekannt – aber auch ohne meine Subjektivität muss man dieses Festival eigentlich geniessen, in seiner Farbenpracht, der Schönheit und Freundlichkeit seiner Menschen (minus des pazifischen Uebergewichtsproblems 😉 ) der guten Qualität und sehr niedrigen (zum Teil peinlich niedrigen) Preise der angebotenen Waren und der vielen interessanten kulinarischen Happen. Fuer mich sind allerdings die traditionellen Tänze zu rauschhaftem Trommeln der Fokus der Spektakels. Fuer ein paar Minuten kann man wirklich das Echo des Traums von einem paradiesischen Leben in der Südsee spueren.

Einzig der Aotearoa Bereich trübt die Stimmung etwas: Gangsterrap ist wirklich kein guter Ersatz für traditionelle Ausdrucksformen :-(

Das Pasifika Festival findet noch morgen statt, Eintritt ist kostenlos. Hayward Park befindet sich unmittelbar neben der Manukau U-Bahn Station. Wer mit dem Auto kommt sollte sich allerdings hüten pazifisch lässig falsch zu parken, da Auckland Council massive Kontingente von Strafzettelschreibern für das Ereignis abstellt.

Ansonsten … sheer bliss :-) … vielleicht sehen wir uns ja morgen!

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SideTrack: 22 Shades of New Zealand

In Kürze: New Zealand Geographic hat wieder einmal seinen jährlichen Fotowettbewerb – fast – zu Ende gebracht.

Die Finalisten kann man hier:

22 schöne Neuseelandbilder

bestaunen und den 3 schönsten seine Stimme geben.

Mir fällt auf, dass es dieses Jahr mehr ‚normale‘ Fotos, also solche die Du oder ich auch hätten schießen können, gibt. Übertechnisierung scheint nicht der Geschmack der Saison zu sein.

Vielleicht ein Ansporn bei der Runde 2015 einzureichen?

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